{"id":371710,"date":"2026-09-02T23:00:12","date_gmt":"2026-09-02T23:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/371710\/"},"modified":"2026-09-02T23:00:12","modified_gmt":"2026-09-02T23:00:12","slug":"so-beeinflusst-kaffee-unseren-koerper-und-den-hormonhaushalt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/371710\/","title":{"rendered":"So beeinflusst Kaffee unseren K\u00f6rper und den Hormonhaushalt"},"content":{"rendered":"<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Wer regelm\u00e4ssig Kaffee trinkt, hat offenbar weniger K\u00f6rperfett und mehr Muskelmasse \u2013 obwohl das Gewicht vergleichbar bleibt. Besonders auff\u00e4llig: Bei M\u00e4nnern fanden Forschende einen deutlichen Zusammenhang mit dem Testosteronspiegel.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Eine gross angelegte Untersuchung aus <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" href=\"https:\/\/www.gmx.ch\/magazine\/reise\/thema\/finnland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Finnland<\/a> liefert neue Hinweise darauf, dass regelm\u00e4ssiger Kaffeegenuss mit einer g\u00fcnstigeren K\u00f6rperzusammensetzung und einem ver\u00e4nderten Hormonhaushalt einhergehen kann \u2013 wobei sich die Effekte bei M\u00e4nnern und Frauen deutlich unterscheiden.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">F\u00fcr die Studie, die im Fachjournal <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_2\" data-component-path=\"content.textlink_2\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s00394-026-04038-z\">&#8222;European Journal of Nutrition&#8220;<\/a> erschienen ist, wertete ein Forschungsteam der Universit\u00e4t Oulu Daten von 2.264 Teilnehmenden im Alter von 46 Jahren aus. Alle stammten aus der sogenannten Northern Finland Birth Cohort 1966 \u2013 einer Langzeit-Kohorte, die nahezu s\u00e4mtliche Geburten in Nordfinnland im Jahr 1966 erfasst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gmx.ch\/magazine\/ratgeber\/essen-trinken\/gesund-kaffee-rolle-spielt-roestung-40735326\" data-brain-zone=\".42671590.content.teaser_1.1\" data-component-path=\"content.teaser_1.1\" data-component-name=\"link.editorial\" class=\"teaser teaser--vertical\" data-block-name=\"content.teaser_1\" data-item-position=\"1\" data-item-source=\"cms\" data-article-id=\"cmd:40735326\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1788390012_933_kaffee-gesundheit-ernaehrung.jpg\" alt=\"\" width=\"76\" height=\"76\" class=\"teaser__image\"\/><\/p>\n<p>\nKolumne<\/p>\n<p>|Kaffee\n<\/p>\n<p>Schon Kaffee getrunken heute Morgen? Das macht ihn so gesund<\/p>\n<p>\nM\n<\/p>\n<p>von Marianne Falck (RiffReporter)<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten, wie der t\u00e4gliche Kaffeekonsum mit Stoffwechselwerten, Risikofaktoren f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sexualhormonen zusammenh\u00e4ngt. Denn obwohl &#8222;Kaffee t\u00e4glich von Millionen Menschen getrunken wird, wissen wir erstaunlich wenig dar\u00fcber, wie er mit unserem Stoffwechsel und unseren Hormonen zusammenh\u00e4ngt&#8220;, sagt Luca Verroest von der Universit\u00e4t Oulu.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Das zentrale Ergebnis bei der K\u00f6rperzusammensetzung zeigte, dass Personen mit h\u00f6herem Kaffeekonsum weniger Gesamtk\u00f6rperfett, weniger Bauchfett und eine gr\u00f6ssere Skelettmuskelmasse aufwiesen als jene, die weniger Kaffee tranken. Und das, obwohl der <a data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_3\" data-component-path=\"content.textlink_3\" data-component-name=\"link.editorial\" href=\"https:\/\/www.gmx.ch\/magazine\/wissen\/psychologie\/bmi-40138650\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Body-Mass-Index (BMI) \u2013 also das Verh\u00e4ltnis von K\u00f6rpergewicht zu K\u00f6rpergr\u00f6sse<\/a> \u2013 in allen Gruppen vergleichbar ausfiel. Kaffeetrinker waren also nicht leichter, aber ihr K\u00f6rper setzte sich anders zusammen.<\/p>\n<p>Deutlicher Zusammenhang mit Testosteron \u2013 vor allem bei M\u00e4nnern<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Am meisten \u00fcberraschte die Forschenden jedoch das hormonelle Muster, das sich in den Daten abzeichnete. Bei M\u00e4nnern ging ein h\u00f6herer Kaffeekonsum mit deutlich h\u00f6heren Werten des Gesamttestosterons einher \u2013 pro zus\u00e4tzlicher Tasse am Tag stieg der Wert um 0,29 Nanomol pro Liter. Auch das bioverf\u00fcgbare Testosteron und das sogenannte Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) \u2013 ein Transportprotein, das Sexualhormone im Blut bindet \u2013 lagen bei st\u00e4rkeren Kaffeetrinkern h\u00f6her. Gleichzeitig waren das freie Testosteron und der sogenannte freie Androgenindex, also der errechnete Laborwert zur Absch\u00e4tzung des biologisch aktiven Testosterons im Blut, niedriger.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dieses Muster blieb auch bestehen, nachdem die Forschenden Einflussfaktoren wie BMI, Bildungsgrad, Rauchverhalten, k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und Alkoholkonsum herausgerechnet hatten. Bei Frauen fielen die hormonellen Zusammenh\u00e4nge deutlich schw\u00e4cher aus: Hier zeigten sich vor allem ein h\u00f6herer SHBG-Wert und ein niedrigerer freier Androgenindex bei st\u00e4rkerem Kaffeekonsum.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Warum ist dieses hormonelle Muster relevant? Sowohl ein niedriges Gesamttestosteron als auch ein niedriger SHBG-Wert gelten bei M\u00e4nnern als eigenst\u00e4ndige Risikofaktoren f\u00fcr das metabolische Syndrom und Typ-2-Diabetes. Die bei st\u00e4rkerem Kaffeekonsum beobachtete Kombination aus h\u00f6herem Testosteron und h\u00f6herem SHBG entspricht also einem hormonell g\u00fcnstigen Profil, wie die Autorinnen und Autoren in der Studie erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fliessen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese m\u00fcssen pers\u00f6nliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gem\u00e4ss dem Vorkommen der sozio\u00f6konomischen Faktoren in der Gesamtbev\u00f6lkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repr\u00e4sentativ. Mehr Informationen zur Methode <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_4\" data-component-path=\"content.textlink_4\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/civey.com\/ressourcen\/hilfe\/user\">finden Sie hier<\/a>, mehr <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_5\" data-component-path=\"content.textlink_5\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/civey.com\/datenschutz?utm_source=widget&amp;utm_medium=embed\">zum Datenschutz hier<\/a>.Niedrigere Werte bestimmter Aminos\u00e4uren bei Kaffeetrinkern<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Ein weiterer Befund betrifft die sogenannten verzweigtkettigen Aminos\u00e4uren (BCAAs). Dabei handelt es sich um Eiweissbausteine, die der K\u00f6rper f\u00fcr verschiedene Stoffwechselprozesse ben\u00f6tigt. Sind sie jedoch dauerhaft in erh\u00f6hter Konzentration im Blut vorhanden, gilt das als Warnsignal.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Chronisch erh\u00f6hte BCAA-Werte stehen laut der Studie in engem Zusammenhang mit Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettlebererkrankungen. Bei M\u00e4nnern wie bei Frauen korrelierte ein h\u00f6herer Kaffeekonsum mit niedrigeren BCAA-Spiegeln im Blut \u2013 ein Zusammenhang, den die Forschenden als besonders bemerkenswert einstufen.<\/p>\n<p>Die Einschr\u00e4nkungen der Studie<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Studie wurde in Finnland durchgef\u00fchrt \u2013 dem Land mit dem weltweit h\u00f6chsten Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee. J\u00e4hrlich konsumieren Finninnen und Finnen im Durchschnitt rund 11,8 Kilogramm pro Kopf, wie die Universit\u00e4t Oulu in einer <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_6\" data-component-path=\"content.textlink_6\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.oulu.fi\/en\/news\/study-links-coffee-consumption-metabolic-health-and-sex-hormones\">Mitteilung zur Studie<\/a> schreibt. Die mit Abstand g\u00e4ngigste Zubereitungsart unter den Studienteilnehmenden war Filterkaffee.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Kaffee enth\u00e4lt mehr als tausend bioaktive Verbindungen \u2013 darunter Koffein, Chlorogens\u00e4uren und verschiedene Antioxidantien. Welche dieser Substanzen f\u00fcr die beobachteten Zusammenh\u00e4nge verantwortlich sein k\u00f6nnten, l\u00e4sst sich aus den vorliegenden Daten allerdings nicht ableiten. Auch die Art der R\u00f6stung, die Br\u00fchmethode und individuelle genetische Unterschiede k\u00f6nnten eine Rolle spielen, wie das Wissenschaftsmagazin <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42671590.content.textlink_7\" data-component-path=\"content.textlink_7\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.sciencealert.com\/coffee-drinkers-have-less-fat-more-muscle-and-surprising-sex-hormone-differences\">&#8222;ScienceAlert&#8220; in einem Bericht \u00fcber die Studie<\/a> schreibt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Zudem handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die lediglich Zusammenh\u00e4nge aufzeigt \u2013 keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Die Daten wurden zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben, sodass sich keine Aussagen \u00fcber langfristige Entwicklungen treffen lassen. Ob der Kaffee selbst die biologischen Ver\u00e4nderungen ausl\u00f6st, muss erst noch gekl\u00e4rt werden. Die Forschenden untersuchen diese Fragen derzeit in Tiermodellen. Langfristiges Ziel seien Interventionsstudien am Menschen, bevor aus den Ergebnissen Ern\u00e4hrungsempfehlungen abgeleitet werden k\u00f6nnten. (red)<\/p>\n<p>Verwendete Quellen <\/p>\n<p>\nTeaserbild: \u00a9 Getty Images\/CHEBOTKEVICH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer regelm\u00e4ssig Kaffee trinkt, hat offenbar weniger K\u00f6rperfett und mehr Muskelmasse \u2013 obwohl das Gewicht vergleichbar bleibt. 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