{"id":372053,"date":"2026-09-03T03:28:16","date_gmt":"2026-09-03T03:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372053\/"},"modified":"2026-09-03T03:28:16","modified_gmt":"2026-09-03T03:28:16","slug":"spar-e-lkw-sind-bereit-jetzt-muss-das-stromnetz-nachziehen-oekonews-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372053\/","title":{"rendered":"SPAR: E-Lkw sind bereit &#8211; jetzt muss das Stromnetz nachziehen | oekonews.at"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den weiteren Flottenausbau sieht das Unternehmen jedoch einen entscheidenden Engpass: fehlende Netzkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p data-start=\"387\" data-end=\"767\">Die Elektrifizierung des G\u00fcterverkehrs erreicht zunehmend den Alltag. Das zeigt sich auch bei SPAR: Seit April 2026 sind zehn E-Lkw der neuesten Generation an vier Standorten im regul\u00e4ren Logistikbetrieb unterwegs. Sie beliefern M\u00e4rkte in Wien, Nieder\u00f6sterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Ober\u00f6sterreich und \u00fcbernehmen dabei dieselben Aufgaben wie ihre Diesel-Pendants.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"769\" data-end=\"1099\">Getestet wurde nicht nur die Fahrzeugtechnik. SPAR nahm den gesamten Logistikprozess unter die Lupe: Tourenplanung, Ladezeiten, Energiemanagement, Anh\u00e4ngerbetrieb und temperaturgef\u00fchrte Transporte. Selbst w\u00e4hrend der extremen Hitzeperioden des Sommers 2026 funktionierte die gek\u00fchlte Lebensmittellogistik mit den E-Lkw problemlos.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"1101\" data-end=\"1253\">Das Ergebnis des Praxistests f\u00e4llt entsprechend deutlich aus: Die Fahrzeuge sind bereit f\u00fcr den Alltag. Jetzt muss die Infrastruktur Schritt halten.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Bis zu 400 Kilometer Reichweite<\/p>\n<p data-start=\"1291\" data-end=\"1589\">Die eingesetzten E-Lkw verf\u00fcgen \u00fcber Batterien mit rund 600 kWh Kapazit\u00e4t und erreichen Reichweiten von bis zu 400 Kilometern. Damit k\u00f6nnen auch l\u00e4ngere Liefertouren ohne Zwischenladung bew\u00e4ltigt werden. Die Fahrzeuge sind zudem mit Anh\u00e4ngern unterwegs und \u00fcbernehmen temperaturgef\u00fchrte Transporte.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"1591\" data-end=\"1857\">F\u00fcr SPAR ist das ein wichtiger Beleg daf\u00fcr, dass elektrische Antriebe auch im anspruchsvollen Lebensmittelhandel funktionieren. \u201eUnsere E-Lkw haben ihre Praxistauglichkeit unter den Anforderungen der Lebensmittel-Logistik bewiesen\u201c, betont SPAR-Vorstand Marcus Wild.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"1901\" data-end=\"2263\">Die zehn gef\u00f6rderten Fahrzeuge sollen innerhalb der ersten f\u00fcnf Betriebsjahre insgesamt rund 3,75 Millionen Kilometer emissionsfrei zur\u00fccklegen. Nach Berechnungen des Mobilit\u00e4tsministeriums k\u00f6nnen dadurch rund 2.500 Tonnen CO\u2082 gegen\u00fcber vergleichbaren Diesel-Lkw eingespart werden. Pro Fahrzeug entspricht das im Durchschnitt etwa 52 Tonnen CO\u2082 pro Jahr.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"2265\" data-end=\"2420\">Das Mobilit\u00e4tsministerium unterst\u00fctzte die Anschaffung der E-Lkw und der Ladeinfrastruktur \u00fcber das Programm eMOVE Austria mit rund 2,2 Millionen Euro.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"2422\" data-end=\"2679\">\u201eUnternehmen wie SPAR zeigen, dass Elektromobilit\u00e4t auch im anspruchsvollen Logistikbetrieb zunehmend Realit\u00e4t wird\u201c, sagt Mobilit\u00e4tsminister Peter Hanke beim Praxischeck bei SPAR. Bis 2035 sollen\u00a0 1.200 Schnellladepunkte f\u00fcr Nutzfahrzeuge am hochrangigen Stra\u00dfennetz entstehen, so der Minister.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Der eigentliche Flaschenhals steht neben dem Lkw<\/p>\n<p data-start=\"2734\" data-end=\"2933\">Beim weiteren Hochlauf zeigt sich allerdings ein Problem, das immer h\u00e4ufiger zum entscheidenden Faktor der Elektromobilit\u00e4t wird: Nicht die Fahrzeuge sind der Engpass, sondern der Stromanschluss.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"2935\" data-end=\"3226\">Besonders deutlich wird das am SPAR-Standort St. P\u00f6lten. Perspektivisch sollen dort bis zu 90 schwere Fahrzeuge geladen werden, davon rund 60 eigene Lkw. Weil die Fahrzeuge innerhalb relativ kurzer betrieblicher Zeitfenster geladen werden m\u00fcssen, steigt der ben\u00f6tigte Leistungsbedarf massiv.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"3228\" data-end=\"3443\">F\u00fcr die vollst\u00e4ndige Elektrifizierung der Flotte w\u00e4ren laut SPAR am Standort eine Anschlussleistung von bis zu 12,5 Megawatt notwendig. Rund 8 Megawatt davon w\u00fcrden allein auf die Elektromobilit\u00e4t entfallen.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"3445\" data-end=\"3648\">\u201eDer eigentliche Flaschenhals liegt inzwischen beim Stromnetz\u201c, sagt SPAR-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Alois Huber. Die heute verf\u00fcgbaren Netzkapazit\u00e4ten m\u00fcssten f\u00fcr den geplanten Ausbau etwa verdreifacht werden.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"3650\" data-end=\"3945\">Damit wird die Elektrifizierung von Lkw zunehmend auch zu einer Frage des Netzausbaus. Ein Elektro-Lkw kann zwar mehrere hundert Kilometer fahren, aber\u00a0 wenn eine gro\u00dfe Flotte gleichzeitig geladen werden soll, braucht es entsprechend dimensionierte Leitungen, Transformatoren und Netzanschl\u00fcsse.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>3,5 Millionen Liter Diesel weniger<\/p>\n<p data-start=\"3986\" data-end=\"4218\">SPAR will\u00a0\u00a0nicht bei den derzeit zehn E-Lkw stehen bleiben. Bei einer vollst\u00e4ndigen Umstellung der 90 Lkw am Standort St. P\u00f6lten k\u00f6nnten nach Unternehmensangaben j\u00e4hrlich rund 3,5 Millionen Liter Diesel eingespart werden.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"4220\" data-end=\"4386\">Das h\u00e4tte nicht nur Auswirkungen auf die CO\u2082-Bilanz. Weniger Dieselverbrauch bedeutet auch eine geringere Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern und ihren Importen.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"4388\" data-end=\"4682\">\u201eMit der vollst\u00e4ndigen Umstellung der 90 Lkw k\u00f6nnten wir jedes Jahr rund 3,5 Millionen Liter Diesel einsparen und uns unabh\u00e4ngiger von Dieselimporten machen\u201c, erkl\u00e4rt Huber. Elektromobilit\u00e4t sei damit nicht nur eine Antwort auf die Klimakrise, sondern auch eine Frage der Versorgungssicherheit.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Eigener Solarstrom reicht f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt nicht\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"4745\" data-end=\"5019\">Auch bei der Stromerzeugung setzt SPAR bereits auf erneuerbare Energie. Auf der Zentrale ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,4 MW installiert. In den Sommermonaten deckt sie nach Unternehmensangaben bis zu 25 Prozent des durchschnittlichen Strombedarfs.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"5021\" data-end=\"5285\">F\u00fcr eine gro\u00dfe elektrische Lkw-Flotte reicht eine solche Anlage allerdings allein nicht aus. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aus erneuerbarer Stromerzeugung, Speichern, intelligentem Energiemanagement und vor allem einem leistungsf\u00e4higen Netzanschluss.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"5287\" data-end=\"5561\">Der SPAR-Praxistest liefert damit eine wichtige Botschaft f\u00fcr die Verkehrswende: Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs ist technisch l\u00e4ngst keine Zukunftsmusik mehr. Jetzt entscheidet sich an den Logistikstandorten, ob sie\u00a0 \u00a0im gro\u00dfen Ma\u00dfstab umgesetzt wird.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"5563\" data-end=\"5638\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Kurz gesagt: Der E-Lkw ist startklar &#8211; die L\u00f6sungen liegen am Tisch.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr den weiteren Flottenausbau sieht das Unternehmen jedoch einen entscheidenden Engpass: fehlende Netzkapazit\u00e4ten. 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