{"id":372197,"date":"2026-09-03T05:32:13","date_gmt":"2026-09-03T05:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372197\/"},"modified":"2026-09-03T05:32:13","modified_gmt":"2026-09-03T05:32:13","slug":"gaspreise-treiben-die-inflationssorgen-im-euroraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372197\/","title":{"rendered":"Gaspreise treiben die Inflationssorgen im Euroraum"},"content":{"rendered":"\n<p>        \u2013   <\/p>\n<p> Gaspreise treiben die Inflationssorgen im Euroraum <\/p>\n<p class=\"lead regular externalicon-big astro-odojtzmo\"> Gas verteuert sich derzeit rapide, Unternehmen geben Kosten weiter. Ein Effekt der Hyperscaler-Anleihen auf die Langfristzinsen im Euroraum l\u00e4sst sich bislang nicht nachweisen.  <\/p>\n<p>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DPDlMATUq_b9oXZV4BszZd.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Andr\u00e9 K\u00fchnlenz\" class=\"AuthorImage -content-head authorimage astro-ivm7rlur astro-uymtm5hg\" style=\"background-color:#60678B\"\/>         Publiziert heute um 05:00 Uhr                           LinkedIn Link kopiert Error occurred        Facebook Link kopiert Error occurred        X Link kopiert Error occurred           E-Mail Link kopiert Error occurred        Link kopieren Link kopiert Error occurred                    <img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" alt=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" title=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-xbt4piv4\" style=\"background-color:#B9A199\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>           <\/p>\n<p>Illustration: Marco Tancredi<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Aktuell kommen neue Inflationssorgen in Europa auf: Der Frontmonatskontrakt auf europ\u00e4isches Gas stieg zu Beginn des September auf mehr als 70 \u20ac\/MWh. Erste \u00d6konomen sprechen bereits von einem Energiepreisschock. Der Anstieg gegen\u00fcber Juni liegt bei 80%, im Vergleich gegen\u00fcber Februar sind es 240%. Dabei geben die Industrieunternehmen im Euroraum (ohne Energie und Lebensmittel) ihre h\u00f6heren Kosten l\u00e4ngst an die Kunden weiter: Ihre monatlichen Preisanstiege lagen kalender- und saisonbereinigt auf das Jahr hochgerechnet im Juli bei 5% und im August bei 4%, wie neue Zahlen zur Euro-Teuerung diese Woche zeigen.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">In den sechs Monaten seit M\u00e4rz liegt der Anstieg der Industrieg\u00fcterpreise jedoch nur bei 1,9% \u2013 dies bedeutet auf das Jahr hochgerechnet noch Preisstabilit\u00e4t seit Beginn des Nahostkriegs. Seit Anfang August stiegen die zehnj\u00e4hrigen Inflationspr\u00e4mien (2,06%) im Euroraum bereits um 0,2 Prozentpunkte. Die langfristigen Renditen an den M\u00e4rkten f\u00fcr Staatsanleihen stehen auch diese Woche im Fokus der Finanzm\u00e4rkte.Nach der Rede von Kevin Warsh vergangener Woche auf dem Zentralbankertreffen in Jackson Hole steigt aber vor allem die Verzinsung \u00fcber zwei und f\u00fcnf Jahre.\u00a0<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Der US-Notenbankchef kommuniziert wieder klarer mit den Marktteilnehmern und stimmte sie gleich auf eine weitere Zinserh\u00f6hung im September ein. In der Schweiz stiegen die kurzfristigen Renditen auf Wochensicht um rund 0,05 Prozentpunkte noch moderat. In Deutschland und den USA macht der Anstieg rund 0,15 Prozentpunkte aus. Die dreissigj\u00e4hrige Rendite stieg dagegen langsamer, um 0,07 bis 0,09 Prozentpunkte. In der Schweiz sank sie um 0,02 Prozentpunkte.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Anleger und Analysten nennen f\u00fcr den langfristigen Zinsanstieg der vergangenen Woche vor allem zwei Gr\u00fcnde: die Sorgen um die Staatsfinanzen der Regierungen sowie die gewaltigen Emissionen durch die US-Hyperscaler wie Amazon, Alphabet und Microsoft. Sie finanzieren ihren gewaltigen KI-Investitionsbedarf zunehmend auch \u00fcber die Anleihenm\u00e4rkte in Europa: in Euro, Franken und Pfund. Bis 2028 d\u00fcrfte ihr Kapitalbedarf mehr als 1 Bio. $ erreichen \u2013 das ist zu viel, um dies allein aus eigenen Mitteln \u2013 dem freien Cashflow \u2013 zu stemmen.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Der Anteil der Hyperscaler an den neu begebenen Euro-Unternehmensanleihen liegt bereits bei fast 10%, mit Rekordemissionen von Amazon und Alphabet. Auch in der Schweiz stemmten die beiden Konzerne ein Zehntel des gesamten Emissionsvolumens am Prim\u00e4rmarkt im ersten Halbjahr. Insgesamt brachten alle Emittenten aus dem In- und Ausland in den ersten sechs Monaten neue Papiere mit einem Volumen von fast 57 Mrd. Fr. auf den Markt.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Die \u00d6konomen der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) haben in einem <a class=\" astro-bqhs6jcx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/blog\/date\/2026\/html\/ecb.blog20260831~dac6a37e73.en.html\" data-article-link=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/blog\/date\/2026\/html\/ecb.blog20260831~dac6a37e73.en.html\">Blogbeitrag die Emissionsflut der Hyperscaler im Euroraum<\/a> untersucht. Sie sehen darin bislang mehr Diversifizierung als Verdr\u00e4ngung: Investoren aus dem Euroraum haben die Nachfrage nach heimischen Emittenten kaum reduziert, die Renditeaufschl\u00e4ge (Spreads) der Hyperscaler-Anleihen gegen\u00fcber risikofreien Zinsen (Swaps\u00e4tze oder Renditen bester Staatsanleihen) sind zwar leicht gestiegen, blieben aber moderat.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Einen klaren Beitrag zu steigenden Langfristzinsen im Euroraum k\u00f6nnen die Autoren \u2013 anders als in den USA \u2013 jedoch nicht belegen. In den USA soll die KI-Finanzierungswelle bereits zum Anstieg der langfristigen Realrenditen beigetragen haben. Im Euroraum sei das Emissionsvolumen der Hyperscaler daf\u00fcr schlicht noch zu klein, zudem st\u00fctzten robuste Staatsanleihenm\u00e4rkte die Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"astro-gkn4pfbc articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-bqhs6jcx\">Die Fachleute warnen jedoch: Bei weiter wachsendem Angebot, zunehmender Konzentration in Anleihenindizes und begrenzten Investorenbilanzen k\u00f6nnten Crowding-out-Effekte und steigende Risikopr\u00e4mien k\u00fcnftig auch auf breitere Zinsniveaus im Euroraum durchschlagen \u2013 ein Trend, der von Anlegern genau beobachtet werden sollte.<\/p>\n<p class=\"boxtitle astro-hwrdf5ss astro-bqhs6jcx\">Mehr zum Euroraum<\/p>\n<p>      Newsletter    <\/p>\n<p>FuW Daily<\/p>\n<p> Erhalten Sie die wichtigsten News und Geschichten der FuW. 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