{"id":372237,"date":"2026-09-03T06:10:17","date_gmt":"2026-09-03T06:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372237\/"},"modified":"2026-09-03T06:10:17","modified_gmt":"2026-09-03T06:10:17","slug":"frequency-2026-party-bei-wind-und-wetter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372237\/","title":{"rendered":"Frequency 2026: Party bei Wind und Wetter"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 20. bis 22. August wurde St. P\u00f6lten wieder Schauplatz f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Mainstream-Festival \u00d6sterreichs. Neben Auftritten von Megastars wie Lorde, Twenty One Pilots oder Zara Larsson lief beim Frequency 2026 nicht alles so ab wie erhofft. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Frequency ist seit Jahren das wohl gefragteste Event in \u00d6sterreich: gro\u00dfe Namen, vielf\u00e4ltiges Programm und eine gute Location. F\u00fcr alle Festival-, Party- und Camping-Liebhaber:innen ein Traum. Grunds\u00e4tzlich aber nur, solange auch das Wetter mitspielt. Was das betrifft, hatten wir dieses Jahr nicht unbedingt Gl\u00fcck, aber es wurde trotzdem das Beste aus drei Tagen an der Traisen rausgeholt.<\/p>\n<p>Donnerstag \u2013 Party im Regen<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am ersten offiziellen Festivaltag wurden wir noch von Sonnenstrahlen begr\u00fc\u00dft. Dass sich das Wetter fr\u00fcher oder sp\u00e4ter drastisch \u00e4ndern w\u00fcrde, hatten die wenigsten auf dem Schirm. Viel mehr lag der Fokus auf dem erstaunlich guten Line-up:<\/p>\n<p>Lovehead<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er\u00f6ffnet wurde die MainStage von der \u00f6sterreichischen Indie-Rock-Band Lovehead, die auch schon beim Szene Openair mit ihrer Show \u00fcberzeugten. Ihre \u201eFreibier-Aktion\u201c zog bereits eine gro\u00dfe Menge am fr\u00fchen Nachmittag aufs Festivalgel\u00e4nde. Gemeinsam wurde gesungen, getanzt und es gab die ersten riesigen Kreise sowie extra FLINTA*-Moshpits. Das Set war zwar vergleichsweise eher kurz, hat aber die Crowd perfekt in Stimmung gebracht.<\/p>\n<p>Ravyn Lenae<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit mehr als 30 Millionen monatlichen H\u00f6rer:innen auf Spotify z\u00e4hlt Songwriterin Ravyn Lenae aktuell zu den beliebtesten Artists weltweit. Ihr Hit \u201eLove Me Not\u201c ist auch bei uns sehr gut angekommen. Das alleine reicht aber nicht ganz aus, um ein Festival-Publikum bei Laune zu halten. W\u00e4hrend ihre Performance zwar gut war, ging sie im Vergleich zu den anderen Acts an diesem Tag etwas unter.<\/p>\n<p>Zara Larsson<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pop-Queen Zara Larsson war ein Pflichttermin f\u00fcr das gesamte Festival. Kurz vor ihrem Auftritt begann es aber genau zu regnen, was zu ihrer \u00c4sthetik am allerwenigsten passt. Nicht einmal ihr Song \u201eMidnight Sun\u201c konnte die Sonne zur\u00fcckbringen. Das st\u00f6rte das Publikum nicht weiter und so wurden einfach die Ponchos ausgepackt und im Regen getanzt: ein Anblick, der Zara sehr gefiel. Generell zeigte sie wieder viel von ihrer sympathischen Seite und der \u201eLush Life Dance\u201c ging dieses Mal an einen Fan, der extra aus S\u00fcdamerika angereist ist. Obwohl ihr Auftritt schlussendlich etwas k\u00fcrzer als gewohnt war, hat sie die Stimmung klar verbessert.<\/p>\n<p>Fontaines D.C.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt danach gab es einen kleinen Genre-Wechsel auf der MainStage, als es an der Zeit f\u00fcr die irische Post-Punk-Band Fontaines D.C. war. Entweder man hatte noch nie von ihnen geh\u00f6rt oder ist extra f\u00fcr sie gekommen. Ich schloss mich klar der zweiten Gruppe an und so hatte ich auch ziemlich hohe Erwartungen. Diese wurden, um ehrlich zu sein, dieses Mal nicht ganz erf\u00fcllt. Musikalisch zwar stark wie immer, aber es fehlte jegliche Kommunikation zum Publikum. Nicht einmal ihr bevorstehendes Album oder die neuen Songs, die teilweise sogar gespielt wurden, haben eine Ank\u00fcndigung bekommen. Vielleicht ist diese \u201enonchalante Art\u201c Teil ihrer neuen \u00c4ra.<\/p>\n<p>Lorde<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jegliche Entt\u00e4uschung oder Ersch\u00f6pfung war sofort weg, als auf einmal Lorde auf der B\u00fchne stand. Es ist kaum zu glauben, dass es ihre allererste Show in \u00d6sterreich war. Sie k\u00fcndigte gro\u00df an, wie gerne sie die \u00f6sterreichische Kultur mag, und best\u00e4tigte somit, dass es nicht nur f\u00fcr uns besonders war. Au\u00dferdem zeigte sie auf einem ganz neuen Level, was man aus einer Festival-Performance alles rausholen kann. W\u00e4hrend Songs wie \u201eRibs\u201c oder \u201eGreen Light\u201c live sofort abholten, war die Kombination aus ihren Bewegungen, dem B\u00fchnenbild und kleinen Extras wahre Kunst. F\u00fcr mich der bestm\u00f6gliche Abschluss meines ersten Tages beim Frequency.<\/p>\n<p>Freitag \u2013 Es geht bergab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem sehr verregneten Vortag hofften alle, dieses Mal verschont zu bleiben. Der Wetterbericht und eine offizielle Wetterwarnung vom Frequency k\u00fcndigten aber schon vorsichtig an, dass das wahrscheinlich nicht der Fall sein wird. Trotzdem starteten wir positiv in den zweiten Tag, ohne zu wissen, welche Konsequenzen uns noch bevorstehen werden.<\/p>\n<p>ABor &amp; Tynna<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ehemalige Eurovision-Duo Abor &amp; Tynna bekam f\u00fcr ihren Auftritt mitunter die letzten Sonnenstrahlen des Tages ab. Obwohl viele um die Uhrzeit noch am Campingplatz waren, versammelten sich ihre wahren Fans bereits in den ersten Reihen und hatten sogar selbstgemachte Schilder f\u00fcr sie dabei. Live brachten sie eine Mischung aus guten Beats, Gesang und Tanzeinlagen auf die B\u00fchne. Die beiden Geschwister sind auf jeden Fall weit mehr als ihr Hit \u201eBaller\u201c.<\/p>\n<p>OG Keemo<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der deutsche Rapper OG Keemo etwas sp\u00e4ter die Mainstage betrat, war das Publikum auf einmal prall gef\u00fcllt und bereit daf\u00fcr, komplett zu eskalieren. All die Energie, die nach mehr als 24 Stunden Festival noch vorhanden war, wurde in Form von Springen und Moshpits ausgelassen. Zu dem Zeitpunkt dachte aber noch keine:r daran, dass das die letzten an diesem Tag sein werden.<\/p>\n<p>Natasha Bedingfield<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ordentlich Nostalgie sorgte danach die Ikone Natasha Bedingfield. Ihr Sound bewegt Generationen und entfaltete live sein volles Potenzial. Passend zu \u201eUnwritten\u201c mit den Lyrics \u201eFeel the rain on your skin\u201c begann es tats\u00e4chlich auch in St. P\u00f6lten zu regnen. Ein letztes Mal wurde dieser Moment in Gemeinschaft genossen, bevor es die ersten schlechten Nachrichten gab.<\/p>\n<p>Tom Odell, Sido, usw.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorfreude auf die Headliner war riesig, doch als sich der Himmel immer weiter zuzog, breitete sich bereits ein ungutes Gef\u00fchl aus. Bald gab es neben der normalen Wetterwarnung schon die ersten Sicherheitsma\u00dfnahmen: Die Auftritte von mehreren Acts, inklusive Tom Odell, werden nicht stattfinden. F\u00fcr viele war der Tag somit gelaufen und auch ich machte mich langsam auf den R\u00fcckweg. Trotzdem blieb im Hinterkopf etwas Hoffnung, dass vielleicht Sido und SSIO sp\u00e4ter noch auftreten k\u00f6nnen. Aufgrund der starken Winde und der Unsicherheit war auch das nicht m\u00f6glich und der Tag wurde vorzeitig beendet bzw. das komplette Gel\u00e4nde ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Samstag \u2013 Ende gut, alles gut<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl der Vortag ein Fail war, muss man sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Das Wetter war nicht zu untersch\u00e4tzen und so konnte Schlimmeres verhindert werden. Au\u00dferdem brachten die Umst\u00e4nde die Festivalgeher:innen umso mehr zusammen: egal ob am Campingplatz oder \u00fcber Social Media. Als kleine Entsch\u00e4digung durften die Tagesticket-Besitzer:innen vom Freitag den letzten Tag gratis besuchen und die ersten 5000 Getr\u00e4nke gingen aufs Haus. Ideale Voraussetzungen f\u00fcr einen w\u00fcrdigen Abschluss.<\/p>\n<p>Baran Kok<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Samstag startete wetter- und line-up-technisch optimal, vor allem f\u00fcr alle Deutschrap-Fans. Baran Kok zog als erster Act bereits eine gro\u00dfe Menge zur Green Stage, die nicht nur textsicher, sondern auch motiviert war. Gemeinsam wurde zu Songs wie \u201eHOLA PAPI\u201c oder \u201e#FREEBARANKOK\u201c getanzt und gefeiert. Im Publikum konnte man unz\u00e4hlige Fans mit Schildern f\u00fcr den deutschen Musiker erkennen. Seine Performance machte ganz klar Lust auf mehr, was wir nur etwas sp\u00e4ter auch bekommen haben.<\/p>\n<p>Ikkimel<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Live-Performance von der Berliner Rapperin Ikkimel ist immer ein Highlight. Genau dieses Erlebnis wollte das bisher gr\u00f6\u00dfte Publikum auch haben und es wurde keine:r entt\u00e4uscht. Dieses Mal war sogar Ikkis beste Freundin Pintendari am Start, um mit ihr zu performen. Neben ihren bekannten Hits und Show-Elementen gab es ein paar \u00dcberraschungen. So kam f\u00fcr den gemeinsamen Song \u201eEIER LEGEN\u201c Baran Kok nochmal zum Vorschein. Zus\u00e4tzlich zu dem altbekannten Hundek\u00e4fig wurde dieses Mal auch ein M\u00e4dchen auf die B\u00fchne geholt, welches im Rahmen eines Geburt-Rollenspiels eine Mini-Ikkimel-Puppe auf die Welt brachte und diese dann auch behalten durfte. Egal wie oft man Ikkimel schon live gesehen hat, es wird nie langweilig und gute Stimmung ist garantiert.<\/p>\n<p>Ski Aggu<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen besseren nachfolgenden Act als Ski Aggu gibt es in diesem Fall schlechthin nicht. Bis auf einige Twenty-One-Pilots-Fans in der ersten Reihe waren die meisten f\u00fcr das beliebte deutsche Duo Ikki &amp; Aggu da. Wie erw\u00fcnscht gab es sogar eine gemeinsame Performance des Songs \u201eDEUTSCHLAND\u201c. Das war aber nicht der einzige Special Guest bei Ski Aggus Auftritt. Bei dem bekannten Song-Duell st\u00fcrmte Rapper bbno$ v\u00f6llig \u00fcberraschend auf die B\u00fchne, um kurz einen seiner Songs anzustimmen. Das Gleiche dann \u00fcbrigens umgekehrt bei seinem sp\u00e4teren Set auf der Green Stage. Wie gewohnt wird Ski Aggu bei jedem Festival zum Highlight.<\/p>\n<p>Twenty One Pilots<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den offiziellen Festivalabschluss gab es dann mit Twenty One Pilots, welche das als gro\u00dfe Ehre sahen und die Aufgabe perfekt erf\u00fcllten. Ihre gr\u00f6\u00dften Fans standen schon seit den fr\u00fchen Morgenstunden an, um einen Platz in der ersten Reihe zu haben und ihnen ganz nahe zu sein. Das wurde aber auch vielen anderen erm\u00f6glicht, da Tyler und Josh wieder viel neben der B\u00fchne unterwegs waren. Egal ob T\u00d8P-Fan oder nicht, ihre Show kommt immer gut an und hat am Ende des Frequency 2026 nochmal alles rausgeholt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum zu glauben, aber dieses Jahr war mein allererstes Frequency. Mal abgesehen von den Top-Acts hab ich mir im Nachhinein nicht das beste Jahr ausgesucht, um einen neutralen ersten Eindruck zu bekommen. Trotzdem l\u00e4sst sich klar sagen, dass es hier etwas mehr ums Feiern als um die Acts geht, was nicht immer schlecht sein muss. Rein von der Atmosph\u00e4re und dem Line-up her ist man aus Erfahrung in anderen L\u00e4ndern etwas besser aufgehoben. Sollten aber noch ein paar spannende internationale Namen n\u00e4chstes Jahr am Start sein, bin ich sehr gerne nochmal dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von 20. bis 22. August wurde St. P\u00f6lten wieder Schauplatz f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Mainstream-Festival \u00d6sterreichs. 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