{"id":372405,"date":"2026-09-03T08:09:12","date_gmt":"2026-09-03T08:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372405\/"},"modified":"2026-09-03T08:09:12","modified_gmt":"2026-09-03T08:09:12","slug":"tarif-wirrwarr-beim-laden-von-e-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/372405\/","title":{"rendered":"Tarif-Wirrwarr beim Laden von E-Autos"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6AMTC kritisiert gro\u00dfe Preisunterschiede. Im Extremfall fast das Zweieinhalbfache des g\u00fcnstigsten Preises.<\/p>\n<p>Der \u00d6AMTC fordert dringend Verbesserungen bei der Tarifgestaltung an den E-Lades\u00e4ulen. So k\u00f6nne beim Laden an einer Lades\u00e4ule, je nachdem welche Ladekarte verwendet wird, im Extremfall fast das Zweieinhalbfache des g\u00fcnstigsten Preises verrechnet werden. Obwohl die Preise laut der EU Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) einfach, transparent und vergleichbar sein m\u00fcssten. \u201eDie Praxis sieht allerdings anders aus\u201c, stellt dazu \u00d6AMTC-Direktor Ernst Kloboucnik fest.<\/p>\n<p>Anders als f\u00fcr Benzin und Diesel gebe es zumeist keine oder keine klare Preisauszeichnung an der Station. Und je nach verwendeter Ladekarte w\u00fcrden am selben Ladepunkt oftmals sehr unterschiedliche Tarife verrechnet, was mitunter an hohen Fremdkarten-Tarifen liegt. Auch die Wahl der Zahlungsmethode spiele eine Rolle.<\/p>\n<p>Der \u00d6AMTC beruft sich auf eine Studie von Arthur D. Little im Auftrag des Klubs, die Ladepreise von 18 der gr\u00f6\u00dften \u00f6sterreichischen Anbieter untersucht hat. Analysiert wurden jeweils die Preise je Kilowattstunde ohne Grundgeb\u00fchr beim Laden mit der Ladekarte des Ladestellenbetreibers, mit einer Kreditkarte und das Standardangebot f\u00fcr konkurrierende Ladeanbieter. Das Ganze f\u00fcr Standard-, Schnell- und Ultraschnell-Lades\u00e4ulen.<\/p>\n<p>Teure Fremdnetze<\/p>\n<p>Ergebnis demnach: In zwei Dritteln aller untersuchten F\u00e4lle haben Endkunden, die per Kreditkarte bezahlen, einen besseren Preis bekommen als konkurrierende Ladekarten-Betreiber per Standardangebot (\u201eOffer-to-All\u201c). Gegen\u00fcber den Ladepreisen, die Ladestellen-Betreiber ihren eigenen Kundinnen und Kunden verrechnen, zahlten Fremdnetze in 90 Prozent aller F\u00e4lle mehr. Maximal betrug dieser Aufschlag 118 Prozent.<\/p>\n<p>Laut \u00d6AMTC Ladekompass differieren die Preise f\u00fcr Konsumenten maximal um beinahe 70 Cent pro kWh &#8211; was Mehrkosten von 142 Prozent gegen\u00fcber dem g\u00fcnstigsten Ladetarif entspricht. \u201eDas w\u00e4re, als w\u00fcrde man an einer Tankstelle f\u00fcr einen Liter Diesel anstatt 2 Euro sogar 4,80 Euro bezahlen\u201c, rechnet der Klub vor.<\/p>\n<p>Verweis auf Mobilfunk<\/p>\n<p>Der \u00d6AMTC Direktor fordert \u201ewirksame Regeln, die national auch durchsetzbar sind\u201c. \u201eTechnisch funktioniert das Laden \u00fcber verschiedene Anbieter l\u00e4ngst. Jetzt braucht es klare Spielregeln f\u00fcr transparente Preise und faire Bedingungen. Gelingt das mit der \u00dcberarbeitung der AFIR nicht, k\u00f6nnte es notwendig werden &#8211; angelehnt an die Roaming-Regulierung im Mobilfunk &#8211; massiv in den Markt einzugreifen und etwa konkrete Grenzen f\u00fcr Aufschl\u00e4ge oder H\u00f6chstpreise f\u00fcr Endkund:innen vorzuschreiben\u201c, so Kloboucnik.<\/p>\n<p>Einer aktuellen Studie von Forschern der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen zufolge haben Elektro-Autos inklusive der Emissionen bei der Herstellung sowie durch den Stromverbrauch durchschnittlich eine um 41 Prozent bessere CO2-Bilanz als Verbrenner. Die Studienautoren fordern, dass f\u00fcr die Klimabilanz von Autos k\u00fcnftig ein \u201elebenszyklusbasierter Standard\u201c zum Tragen kommt, \u201eder jeden nachweisbaren Beitrag zur Senkung fossiler Emissionen anrechnet\u201c. CO2-Emissionen ausschlie\u00dflich in den Abgasen und damit am Auspuff zu messen, sei wissenschaftlich nicht haltbar, erkl\u00e4ren die Forscher.<\/p>\n<p>Energieunternehmen gegen Preis-Obergrenzen<\/p>\n<p>Der Bundesverband Elektromobilit\u00e4t \u00d6sterreich (BE\u00d6), der die Interessen von 13 \u00f6sterreichischen Energieunternehmen vertritt, unterst\u00fctzt zwar das Ziel, Ladepreise transparent und einfach vergleichbar zu machen, lehnt aber pauschale Preisobergrenzen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings ab. Da \u00f6ffentliche Ladeinfrastruktur eine physische Energieinfrastruktur sei, w\u00fcrden sich die Kosten je nach Ladeleistung, Netzanschluss, Standort, Auslastung und Betrieb erheblich unterscheiden.<\/p>\n<p>Preisobergrenzen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass insbesondere weniger stark ausgelastete Standorte im l\u00e4ndlichen Raum oder in Wohngebieten wirtschaftlich schwerer zu betreiben seien und der Ausbau dadurch gebremst werde, warnte BE\u00d6-Vorsitzender Andreas Reinhardt am Mittwoch. F\u00fcr den Tarifvergleich verwies der BE\u00d6 auf den unabh\u00e4ngigen Lade-Tarifkalkulator der E-Control (<a href=\"http:\/\/ladetarif.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ladetarif.at<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6AMTC kritisiert gro\u00dfe Preisunterschiede. Im Extremfall fast das Zweieinhalbfache des g\u00fcnstigsten Preises. 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