{"id":373875,"date":"2026-09-03T23:50:53","date_gmt":"2026-09-03T23:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/373875\/"},"modified":"2026-09-03T23:50:53","modified_gmt":"2026-09-03T23:50:53","slug":"mpox-uebertragung-frankfurter-studie-erklaert-virusaufnahme-in-zellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/373875\/","title":{"rendered":"Mpox-\u00dcbertragung: Frankfurter Studie erkl\u00e4rt Virusaufnahme in Zellen"},"content":{"rendered":"<p>Eine Studie der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und der Universit\u00e4tsmedizin Frankfurt liefert neue Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen, die Mpox-Infektionen bei sexuellen Kontakten beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in der Fachzeitschrift Emerging Microbes &amp; Infections, zeigt die Arbeit, dass Samenfl\u00fcssigkeit die Aufnahme des Virus in menschliche Zellen erleichtert \u2013 ein Befund, der das erh\u00f6hte \u00dcbertragungsrisiko bei sexuellen Kontakten wissenschaftlich untermauert.<\/p>\n<p>Amyloide als molekularer T\u00fcr\u00f6ffner<\/p>\n<p>Im Zentrum der Untersuchung stehen Eiwei\u00dfbruchst\u00fccke, sogenannte Peptidfragmente, die in der Samenfl\u00fcssigkeit vorkommen. Diese Fragmente lagern sich zu Amyloiden beziehungsweise Fasern zusammen, die dem Mpox-Virus offenbar das Andocken an Zellen erleichtern.<\/p>\n<p>In Laborversuchen zeigte sich, dass mit Samenfl\u00fcssigkeit vermischte Viren deutlich st\u00e4rker in Zellen aufgenommen wurden als Viren ohne diesen Kontakt. Die Frankfurter Forschungsgruppe interpretiert dies als m\u00f6glichen Erkl\u00e4rungsansatz daf\u00fcr, warum sexuelle Kontakte ein besonders effektiver \u00dcbertragungsweg f\u00fcr das Virus sind.<\/p>\n<p>Studienleiterin Denisa Bojkova und Doktorandin Emma Torbica ordnen die Ergebnisse in den gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang der Mpox-\u00dcbertragung ein. Torbica erl\u00e4uterte, warum das Risiko bei sexuellen Kontakten besonders hoch ausf\u00e4llt \u2013 ein Aspekt, der angesichts der anhaltenden Fallzahlen praktische Relevanz besitzt.<\/p>\n<p>Ein m\u00f6glicher Ansatzpunkt f\u00fcr neue Therapien<\/p>\n<p>\u00dcber die Beschreibung des Mechanismus hinaus liefert die Studie auch einen therapeutischen Anhaltspunkt: Der experimentelle Wirkstoff CLR01 st\u00f6rte im Labor gezielt die amyloiden Strukturen in der Samenfl\u00fcssigkeit und hemmte dadurch die Virusaufnahme.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die neue Frankfurter Studie zeigt, warum sexuelle Kontakte ein besonders effektiver \u00dcbertragungsweg f\u00fcr Mpox sind \u2013 und welche Schutzm\u00f6glichkeiten es gibt. Verst\u00e4ndlich aufbereitet, mit den wichtigsten Fakten zu \u00dcbertragung und Therapie. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/frankfurter-studie-erklaert-mpox-uebertragung-bei-sexuellen-19558?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1119641:Topic_senior_health_aging:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=19558\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern<\/a><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich best\u00e4tigten die Forschenden, dass bereits verf\u00fcgbare antivirale Medikamente gegen das Mpox-Virus wirksam sind. Beide Befunde zusammen deuten darauf hin, dass sich neben klassischen antiviralen Ans\u00e4tzen k\u00fcnftig auch Wirkstoffe entwickeln lie\u00dfen, die gezielt an der Wechselwirkung zwischen Virus und Samenfl\u00fcssigkeit ansetzen.<\/p>\n<p>Epidemiologischer Hintergrund<\/p>\n<p>Die Studie erscheint vor dem Hintergrund einer angespannten globalen Lage: Die Weltgesundheitsorganisation hatte bereits 2024 eine gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite ausgerufen. Im Zusammenhang mit einer 2023 identifizierten Virusvariante wurden laut WHO im ersten Halbjahr 2024 in Afrika rund 100.000 Infektionen und mehr als 200 Todesf\u00e4lle verzeichnet.<\/p>\n<p>Auch in Deutschland bleibt Mpox pr\u00e4sent. Das Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales Berlin beobachtet, dass sich das Virus zunehmend auch bei sexuellen Kontakten zwischen M\u00e4nnern und Frauen ausbreitet, unter anderem im Rahmen sexpositiver Veranstaltungen. Die Epidemiologin Claudia Ruscher \u00e4u\u00dferte sich besorgt \u00fcber diese Entwicklung. Insgesamt registrieren Beh\u00f6rden hierzulande weiterhin kontinuierlich neue F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Einordnung f\u00fcr die Praxis<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts anhaltender Fallzahlen in Deutschland fragen sich viele: Wie hoch ist mein Risiko wirklich? Der Leitfaden erkl\u00e4rt die neuen Erkenntnisse zur \u00dcbertragung und was Sie wissen sollten, um sich zu sch\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/frankfurter-studie-erklaert-mpox-uebertragung-bei-sexuellen-19558?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1119641:Topic_senior_health_aging:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=19558\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Leitfaden jetzt kostenlos sichern<\/a><\/p>\n<p>Die Frankfurter Ergebnisse liefern damit nicht nur eine biologische Erkl\u00e4rung f\u00fcr ein bereits bekanntes epidemiologisches Muster, sondern auch einen konkreten Ansatzpunkt f\u00fcr die Wirkstoffentwicklung.<\/p>\n<p>Angesichts der anhaltenden Fallzahlen in Deutschland und der internationalen Dimension des Ausbruchsgeschehens d\u00fcrfte die Frage, wie sich die \u00dcbertragung \u00fcber sexuelle Kontakte gezielt unterbrechen l\u00e4sst, in der Forschung weiter an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t    Disclaimer&#8230;&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Studie der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und der Universit\u00e4tsmedizin Frankfurt liefert neue Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen, die Mpox-Infektionen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":373876,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,15540,42,11189,124,123,93623,93625,44,198,92490,1490,93624,25847,12565],"class_list":["post-373875","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-aufnahme","tag-austria","tag-forschende","tag-gesundheit","tag-health","tag-mpox-uebertragung","tag-mpox-viren","tag-oesterreich","tag-prozess","tag-samenfluessigkeit","tag-studie","tag-virusaufnahme","tag-wirkstoff","tag-zellen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117209798182712129","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=373875"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/373875\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/373876"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=373875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=373875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=373875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}