{"id":373945,"date":"2026-09-04T00:34:21","date_gmt":"2026-09-04T00:34:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/373945\/"},"modified":"2026-09-04T00:34:21","modified_gmt":"2026-09-04T00:34:21","slug":"west-nil-virus-auf-dem-vormarsch-290-faelle-24-tote-in-griechenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/373945\/","title":{"rendered":"West-Nil-Virus auf dem Vormarsch: 290 F\u00e4lle, 24 Tote in Griechenland"},"content":{"rendered":"<p>In Griechenland ist das Westnilvirus in diesem Jahr besonders stark verbreitet. Besonders betroffen ist Attika, wo mit Abstand die meisten F\u00e4lle gemeldet wurden. Auch in Thessalien und Zentralmakedonien gibt es deutlich mehr Infektionen. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die griechische Gesundheitsbeh\u00f6rde EODY geht davon aus, dass in den kommenden Wochen weitere Menschen erkranken werden. Nach dem aktuellen Wochenbericht von EODY, der auf dem Stand vom 2. September 2026 um 11 Uhr ist, wurden seit Beginn der diesj\u00e4hrigen \u00dcbertragungssaison 290 Infektionen erfasst, die innerhalb Griechenlands entstanden sind. Allein in der vergangenen Woche kamen 58 neue F\u00e4lle dazu. Die Zahl der Infektionen bleibt damit weiterhin hoch. <\/p>\n<p>Bei 199 der 290 Erkrankten kam es zu neurologischen Komplikationen wie einer Entz\u00fcndung des Gehirns oder der Hirnh\u00e4ute oder zu einer akuten schlaffen L\u00e4hmung. Bei 91 Betroffenen verlief die Erkrankung milder oder es traten keine Beschwerden des zentralen Nervensystems auf. Bislang sind 24 Menschen an der Infektion gestorben. Alle waren \u00e4lter als 65 Jahre, das mittlere Alter der Verstorbenen lag bei 83 Jahren. <\/p>\n<p>Auch die Krankenh\u00e4user sind weiterhin stark belastet. 63 Menschen werden derzeit behandelt, davon 32 auf Intensivstationen und 31 auf normalen Stationen. 182 Betroffene konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Das mittlere Alter der Patienten mit Beschwerden des zentralen Nervensystems liegt bei 74 Jahren.<\/p>\n<p>Wo die meisten F\u00e4lle auftreten<\/p>\n<p>Attika steht in diesem Jahr klar im Mittelpunkt des Ausbruchs. Rund 166 der insgesamt 290 F\u00e4lle wurden dort registriert \u2013 also mehr als die H\u00e4lfte aller Infektionen in Griechenland. Dahinter folgen Thessalien und Zentralmakedonien mit jeweils 52 F\u00e4llen. Auf Kreta wurden drei F\u00e4lle gemeldet, in Mittelgriechenland zwei und auf dem Peloponnes einer. Bei weiteren 14 F\u00e4llen ist noch unklar, wo sich die Betroffenen angesteckt haben. EODY beschreibt die Verbreitung des Virus in Attika als &#8222;besonders intensiv&#8220;. <\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde weist au\u00dferdem darauf hin, dass die Fallzahlen dort deutlich h\u00f6her sind als in den vergangenen Jahren. Insgesamt wurden bisher Infektionen in 69 Gemeinden, 20 Regionalbezirken und sechs Regionen festgestellt: Attika, Thessalien, Zentralmakedonien, Peloponnes, Mittelgriechenland und Kreta. Die meisten F\u00e4lle gibt es in der Stadt Larisa. <\/p>\n<p>Dort wurden 27 Infektionen registriert. Bei 13 Betroffenen war das zentrale Nervensystem betroffen, bei 14 nicht. Es folgen Spata\u2013Artemida mit 19 F\u00e4llen, Markopoulo Mesogaias und Agia Paraskevi mit jeweils 14 F\u00e4llen, die Gemeinde Pella mit 13 sowie Vari\u2013Voula\u2013Vouliagmeni und Chalandri mit jeweils 12 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Besonders betroffen ist der Osten von Attika. In Spata\u2013Artemida wurden 17 Patienten mit neurologischen Beschwerden registriert, in Markopoulo Mesogaias elf und in Vari\u2013Voula\u2013Vouliagmeni ebenfalls elf. Auch in Pallini, Marathon und Acharnes gibt es eine auff\u00e4llige Zahl schwerer Verl\u00e4ufe. Im Norden von Athen wurden in Agia Paraskevi und Chalandri jeweils zehn F\u00e4lle mit neurologischen Symptomen gemeldet. Gleichzeitig hat EODY weitere Gemeinden als &#8222;hohes Risiko&#8220; eingestuft, obwohl dort bis zum 2. September noch keine F\u00e4lle bei Menschen bekannt waren. <\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren mehrere Gemeinden in Attika, darunter Iraklio, Nea Smyrni, Palaio Faliro, Nea Filadelfia\u2013Nea Chalkidona, Dafni\u2013Ymittos und Ilion. Auch Gebiete in Trikala, Serres, Thessaloniki, Pieria, Kilkis, Korinthia, Heraklion auf Kreta, Thasos und Tinos gelten als Hochrisikogebiete. F\u00fcr die Einstufung ber\u00fccksichtigt EODY verschiedene epidemiologische, geografische und weitere Risikofaktoren. <\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde rechnet damit, dass in den kommenden Wochen weitere F\u00e4lle auftreten werden \u2013 sowohl in bereits betroffenen Gebieten als auch m\u00f6glicherweise in neuen Regionen. Wo sich das Virus als N\u00e4chstes ausbreiten wird, l\u00e4sst sich laut EODY allerdings nicht zuverl\u00e4ssig vorhersagen. Deshalb empfiehlt die Beh\u00f6rde landesweit, sich w\u00e4hrend der gesamten M\u00fcckenzeit vor M\u00fcckenstichen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Vier best\u00e4tigte F\u00e4lle in Zypern<\/p>\n<p>Auf Zypern raten die Gesundheitsdienste zu Ruhe und gleichzeitig zu Wachsamkeit. Nach aktuellem Stand gibt es keinen Grund f\u00fcr besondere Sorge wegen des Westnilvirus. Der stellvertretende Leiter der Gesundheitsdienste, Herodotos Herodotou, sagte im Sender SIGMA, die Menschen m\u00fcssten sich derzeit keine Sorgen machen. Gleichzeitig sei es wichtig, aufmerksam zu bleiben, damit die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden schnell auf m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen reagieren k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Menschen k\u00f6nnen sich \u00fcber den Stich einer infizierten M\u00fccke mit dem Virus anstecken. Die Gesundheitsdienste f\u00fchren auf Zypern bereits seit vielen Jahren Ma\u00dfnahmen durch, um die M\u00fcckenpopulation zu kontrollieren und das Infektionsrisiko zu begrenzen. Herodotou betonte au\u00dferdem, dass die M\u00fcckenart, die das Virus \u00fcbertragen kann, nicht neu auf Zypern ist, sondern dort schon seit vielen Jahren vorkommt. <\/p>\n<p>Auf der Insel gibt es derzeit vier best\u00e4tigte F\u00e4lle des Westnilvirus. Zwei weitere Verdachtsf\u00e4lle werden noch untersucht. Rund um die betroffenen Gebiete laufen die vorgesehenen Ma\u00dfnahmen weiter. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Spr\u00fchaktionen rund um die Wohnh\u00e4user der Erkrankten. Au\u00dferdem kontrollieren die Gesundheitsdienste die Umgebung vor Ort und gehen von T\u00fcr zu T\u00fcr, um m\u00f6gliche weitere F\u00e4lle zu erfassen.<\/p>\n<p>M\u00fcckenschutz und stehendes Wasser vermeiden<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt steht der Schutz vor M\u00fccken. Wichtig ist vor allem, stehendes Wasser zu entfernen \u2013 zum Beispiel aus Blument\u00f6pfen, Brunnen, Regenrinnen oder anderen Beh\u00e4ltern, in denen sich Wasser sammelt. <\/p>\n<p>Dort k\u00f6nnen sich M\u00fccken vermehren. Auch zu Hause k\u00f6nnen sich Menschen sch\u00fctzen. Fliegengitter an den Fenstern helfen dabei, M\u00fccken drau\u00dfen zu halten, besonders in R\u00e4umen, in denen \u00e4ltere Menschen leben. Auch Ventilatoren k\u00f6nnen M\u00fccken fernhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Griechenland ist das Westnilvirus in diesem Jahr besonders stark verbreitet. 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