{"id":376887,"date":"2026-09-05T10:25:07","date_gmt":"2026-09-05T10:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/376887\/"},"modified":"2026-09-05T10:25:07","modified_gmt":"2026-09-05T10:25:07","slug":"erni-mangold-ist-tot-oe1-orf-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/376887\/","title":{"rendered":"Erni Mangold ist tot &#8211; oe1.ORF.at"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleDate\"> 5. September 2026, 10:48<\/p>\n<p>    \u00d61 Programm\u00e4nderung<\/p>\n<p>Zur Erinnung an Erni Mangold \u00e4ndert \u00d61 sein Programm und sendet in der Reihe &#8222;Menschenbilder&#8220; am Sonntag, 6. September 2026, um 14:05 Uhr ein Portr\u00e4t der Schauspielerin.<\/p>\n<p>Am Samstag, 12. September, um 14.00 Uhr sendet \u00d61 das H\u00f6rspiel &#8222;Hornissenged\u00e4chtnis&#8220; &#8211; ein St\u00fcck \u00fcber Erinnerung, Flucht, Schuld und die langen Schatten der Vergangenheit. Mangold verleiht ihrer Figur darin durch ihre unverwechselbare Stimme gro\u00dfe Intensit\u00e4t und Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>1956 ging sie f\u00fcr acht Jahre ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg unter Gustaf Gr\u00fcndgens, danach ans D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus unter Karlheinz Stroux. Zwischen 1965 und 1972 folgten weitere Engagements in Deutschland, der Schweiz und \u00d6sterreich. Parallel dazu entdeckte Mangold ihre Liebe zum &#8222;alternativen&#8220; Theater. So trat sie etwa in der Wiener &#8222;Kulisse&#8220; auf, ehe sie 1981 von Hans Gratzer an das Wiener Schauspielhaus geholt wurde, sp\u00e4ter war sie die Entdeckerin des Dramatikers Werner Schwab.<\/p>\n<p>Als &#8222;spezieller rarer Frauentyp&#8220; wurde die facettenreiche K\u00fcnstlerin, die bereits 1972 mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet wurde, 1999 bei ihrer Ernennung zur Kammerschauspielerin gew\u00fcrdigt. Neben eher klassischen Rollen wie der Marthe Schwerdtlein im &#8222;Faust&#8220;, der Lady Macbeth oder der Frau Muskat im &#8222;Liliom&#8220;, empfahl sich Mangold auch als grandiose Spezialistin f\u00fcrs Skurrile wie in &#8222;Arsen und alte Spitzen&#8220; oder f\u00fcr eigenwillige Kunstfiguren wie das alterslose &#8222;Schneewittchen&#8220; in Elfriede Jelineks &#8222;Prinzessinnendramen&#8220;, das sie am Volkstheater mit schneidender Sch\u00e4rfe ausstattete. Daf\u00fcr gab es 2005 den Skraup-Preis und den &#8222;Nestroy&#8220; als beste Nebendarstellerin.<\/p>\n<p>\u00dcber 100 Film- und Fernsehproduktionen<\/p>\n<p>Neben ihrer B\u00fchnenlaufbahn hat Mangold in weit \u00fcber 100 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt, darunter Karl Hartls &#8222;Der Engel mit der Posaune&#8220; (1948), O.W. Fischers &#8222;Hanussen&#8220; (1955), Peter Patzaks &#8222;Kassbach&#8220; (1979) oder Richard Linklaters &#8222;Before Sunrise&#8220; (1995). Eine Institution wurde die Schauspielerin, die mit Heinz Reincke verheiratet war, auch als Lehrerin. Sie unterrichtete am Salzburger Mozarteum (wo etwa Michael Schottenberg ihr Sch\u00fcler war), der Wiener Schauspielschule Krauss und am Wiener Max Reinhardt Seminar, wo sie ab 1974 &#8211; zwischen 1983 und 1995 als ordentliche Hochschulprofessorin &#8211; den Nachwuchs ausbildete.<\/p>\n<p>Aktiv bis ins hohe Alter<\/p>\n<p>In Michael Schottenbergs Abschlussinszenierung am Volkstheater gab sie in Shakespeares &#8222;Sommernachtstraum&#8220; einen eigenwilligen Puck, gemeinsam mit Daniel Str\u00e4\u00dfer spielte sie in Houchang Allahyaris Film &#8222;Der letzte Tanz&#8220; im Jahr 2014, in dem sie sich als Geriatriepatientin einer z\u00e4rtlichen Ann\u00e4herung mit einem Zivildiener hingibt. Auf der B\u00fchne war sie in ihren sp\u00e4ten 80ern etwa in den &#8222;Kalender Girls&#8220; bei der Sommernachtskom\u00f6die Rosenburg oder in Anna Polonis &#8222;La Pasada&#8220; im Thahof Reichenau zu erleben. An Preisen h\u00e4ufte sie u.a. den Gro\u00dfen Schauspielpreis der Diagonale (2016), den \u00d6sterreichischen Filmpreis f\u00fcr ihre Rolle in Houchang Allahyaris &#8222;Der letzte Tanz&#8220; (2015), den Nestroy-Ring der Stadt Bad Ischl (2015) oder das \u00d6sterreichische Ehrenkreuz f\u00fcr Wissenschaft und Kunst (2012) an. Als liebste Auszeichnung bezeichnete sie jedoch die Errichtung des &#8222;Prof. Erni Mangold-Weg&#8220; in ihrer Wahlheimat Sankt Leonhard am Hornerwald.<\/p>\n<p>Noch zum 90er bekannte sie in einem Interview:  &#8222;Ich staune manchmal selbst, wie ich das alles schaffe. Schonen muss ich mich nicht f\u00fcr die paar Jahre, die da noch bleiben. Solange es mir gut geht, mach ich, was ich kann und will.&#8220;<\/p>\n<p>Mehr zu Erni Mangold in <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3178891\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ORF.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"5. 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