{"id":37691,"date":"2026-03-11T02:36:11","date_gmt":"2026-03-11T02:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/37691\/"},"modified":"2026-03-11T02:36:11","modified_gmt":"2026-03-11T02:36:11","slug":"kommentar-zur-geplanten-eu-foerderung-mini-atomreaktoren-sind-keine-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/37691\/","title":{"rendered":"Kommentar zur geplanten EU-F\u00f6rderung: Mini-Atomreaktoren sind keine L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/radioaktiv-symbol-100.jpg\" alt=\"Das Zeichen f\u00fcr Radioaktivit\u00e4t ist auf gelbe F\u00e4ssern gedruckt.\" title=\"Das Zeichen f\u00fcr Radioaktivit\u00e4t ist auf gelbe F\u00e4ssern gedruckt. | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    kommentar<\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.03.2026 \u2022 19:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        EU-Kommissionschefin von der Leyen will die Entwicklung von Mini-Atomreaktoren f\u00f6rdern. Ein Fehler &#8211; denn die teure Technologie existiert nur auf dem Rei\u00dfbrett und verschreckt Investoren.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/helga-schmidt-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Helga Schmidt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/schmidt-328.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen macht eine Rolle r\u00fcckw\u00e4rts. Sie will wieder auf Atomenergie setzen und diese Kehrtwende sogar mit EU-Mitteln f\u00f6rdern. Da fragt man sich nat\u00fcrlich: Warum ist das \u00fcberhaupt n\u00f6tig, wenn die Atomenergie nun wieder ein Erfolgsmodell sein soll?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Wirklichkeit sieht anders aus. Neben Sicherheitsproblemen und der immer noch ungel\u00f6sten Entsorgungsfrage sind es vor allem die hohen Kosten, die private Investoren abschrecken. Atomkraft rechnet sich nicht, deshalb machen Investoren einen gro\u00dfen Bogen um neue Kraftwerke. Dort, wo sie laufen, h\u00e4ngt die Atomkraft am Tropf staatlicher Subventionen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nirgends in Europa ist das so offensichtlich wie in Frankreich. Der letzte Neubau in der Normandie ging erst k\u00fcrzlich ans Netz &#8211; nach sage und schreibe 17 Jahren Bauzeit und mit einer beispiellosen Kostenexplosion. Am Ende war das Kraftwerk mehr als sechs Mal so teuer wie geplant. So etwas kann sich eigentlich kein Staat leisten, schon gar nicht das hoch verschuldete Frankreich.<\/p>\n<p>    Frankreich will auf Mini-Reaktoren setzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dann m\u00fcssen die alten Reaktoren eben l\u00e4nger laufen &#8211; das war zuerst die Antwort von Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron. Die Laufzeit liegt inzwischen bei einer Lebensdauer, die man sich vor einigen Jahren noch nicht vorstellen konnte. Weil aber auch 60 Jahre mal zu Ende gehen, setzt der franz\u00f6sische Staat nun auf den Neubau von sogenannten Mini-Atomreaktoren. Sie sollen die Rettung bringen, sind aber auch teurer als gedacht. Und das ist der Grund, weshalb Frankreich zusammen mit einigen anderen EU-L\u00e4ndern seit Monaten enormen Druck in Br\u00fcssel macht und Unterst\u00fctzung einfordert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen dem Druck jetzt nachgibt, ist ein Fehler. Die Mini-Atomreaktoren sind n\u00e4mlich nicht nur klein und teuer, sie existieren bisher nur auf dem Rei\u00dfbrett. In der westlichen Welt jedenfalls ist noch kein Mini-Atomreaktor im kommerziellen Betrieb, in den USA sind private Investoren reihenweise abgesprungen.<\/p>\n<p>    Mini-Atomreaktoren als Investitionsgrab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kein einziger Zulieferer weltweit kann im Moment eine Bauzeit zusagen und zu vereinbarten Kosten anbieten &#8211; darauf wies k\u00fcrzlich der Chef von Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Stromerzeuger RWE, Markus Krebber, hin. Sein Fazit: Null Bereitschaft, ein solches Investitionsrisiko zu \u00fcbernehmen. Wenn die ganz Gro\u00dfen der Energiewirtschaft in den Mini-Atomreaktoren ein Investitionsgrab sehen, sollte die EU nicht noch \u00f6ffentliches Geld hinterherwerfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Gelder, die von der Leyen in Paris versprochen hat, sind besser eingesetzt f\u00fcr erneuerbare Energien. Und vor allem f\u00fcr die Entwicklung von Speichertechnologie. Das ist weniger riskant, bringt g\u00fcnstigeren Strom f\u00fcr Verbraucher und Industrie. Und, auch nicht unwichtig: Es hinterl\u00e4sst unseren Kindern und Enkelkindern keine M\u00fcllhalden mit Atomabfall.<\/p>\n<p>Redaktioneller Hinweis<\/p>\n<p>        Kommentare geben grunds\u00e4tzlich die Meinung des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin wieder und nicht die der Redaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"kommentar Stand: 10.03.2026 \u2022 19:05 Uhr EU-Kommissionschefin von der Leyen will die Entwicklung von Mini-Atomreaktoren f\u00f6rdern. 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