{"id":378019,"date":"2026-09-06T02:50:11","date_gmt":"2026-09-06T02:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/378019\/"},"modified":"2026-09-06T02:50:11","modified_gmt":"2026-09-06T02:50:11","slug":"kreml-spricht-von-konstruktiven-gespraechen-mit-us-gesandten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/378019\/","title":{"rendered":"Kreml spricht von konstruktiven Gespr\u00e4chen mit US-Gesandten"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau reisen die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals zu Gespr\u00e4chen \u00fcber eine m\u00f6gliche Beendigung des Ukraine-Kriegs nach Kiew. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj will die Gesandten von US-Pr\u00e4sident Donald Trump heute in der ukrainischen Hauptstadt empfangen. Der Besuch soll im Schutz einer von Selenskyj und Putin erkl\u00e4rten \u00f6rtlich und auf drei Tage begrenzten Waffenruhe stattfinden. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Moskau hat zugesichert, zur Sicherheit f\u00fcr die US-Gesandten auf Luftangriffe gegen die Stadt Kiew zu verzichten. Witkoff und Trumps Schwiegersohn hatten den Kreml in der Nacht nach einem gut dreist\u00fcndigen Gespr\u00e4ch mit Putin verlassen. Dem Vernehmen nach brachte die Unterredung zun\u00e4chst keine greifbaren Ergebnisse. Putins au\u00dfenpolitischer Berater Juri Uschakow sprach im Anschluss von konstruktiven, inhaltsreichen und vertrauensvollen Gespr\u00e4chen. Die US-Seite \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst nicht \u00f6ffentlich zu der Unterredung mit dem russischen Staatschef.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Uschakow zufolge zeigte sich Putin einmal mehr \u00fcberzeugt, dass er die Ziele seines Krieges &#8211; den Russland milit\u00e4rische Spezialoperation nennt &#8211; erreichen werde. Putin habe seine Einsch\u00e4tzung der Lage abgegeben. &#8222;Insbesondere wurden die tats\u00e4chlichen Erfolge der russischen Armee beim Vormarsch im Einsatzgebiet hervorgehoben&#8220;, sagte Uschakow.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Allerdings geben Experten \u00fcber die vermeintlichen und realen Fortschritte der Kriegsparteien im Frontgebiet unterschiedliche Einsch\u00e4tzungen ab. Seit Monaten kann Russland kaum Gebietsgewinne vermelden. Immer wieder gibt es auch Zweifel, ob Putin von seinem Generalstab \u00fcber die Lage wahrheitsgem\u00e4\u00df informiert wird.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wichtig f\u00fcr Russland sei vor allem die Beseitigung der Grundursachen des Konflikts, sagte Uschakow. Dazu z\u00e4hlt Moskau etwa das Vorgehen Kiews gegen die in Teilen der Ukraine verbreitete russische Sprache.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Uschakow sagte nichts zu neuen Vorschl\u00e4gen f\u00fcr eine Beendigung des Kriegs, die laut Trump und Kreml bei dem Treffen pr\u00e4sentiert werden sollten. Putin setze darauf, dass Witkoff und Kushner die russische Sicht nun in Kiew \u00fcbermittelten, betonte er. Das lie\u00df zun\u00e4chst nicht darauf schlie\u00dfen, dass es bei der L\u00f6sung des Konflikts Bewegung geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im August war \u00fcberraschend auch CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau zu Gespr\u00e4chen auf Geheimdienstebene. US-Medienberichten zufolge soll der Geheimdienstchef Russlands wirtschaftliche und milit\u00e4rische Position als geschw\u00e4cht dargestellt und Moskau gedr\u00e4ngt haben, sich auf eine Verhandlungsl\u00f6sung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs einzulassen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">&#8222;Die Visite Witkoffs und Kushners hat erwartungsgem\u00e4\u00df zu nichts gef\u00fchrt &#8211; au\u00dfer einer formellen Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses, der seit dem Fr\u00fchjahr pausierte &#8211; mit dem Beginn der amerikanischen Aggression gegen Iran&#8220;, sagte der Moskauer Amerikanist Dmitri Nowikow. Witkoff werde in Moskau gesch\u00e4tzt, weil er weniger harte T\u00f6ne anschlage als andere US-Vertreter. Die Lage in dem Konflikt sei so verfahren, dass blo\u00dfe diplomatische Mittel den Prozess nicht vom &#8222;toten Punkt&#8220; wegbek\u00e4men.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Eine US-Regierungsmaschine, die Witkoff und Kushner zu transportieren schien, flog in der Nacht von Moskau nach Rzesz\u00f3w im S\u00fcdosten Polens. Von dort d\u00fcrften die US-Gesandten mit dem Zug weiter nach Kiew reisen. Offiziell gab es keine Informationen zum genauen Reiseverlauf der Vermittler.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die bisherigen Gespr\u00e4che zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten auch zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern gef\u00fchrt. In Kiew d\u00fcrften Witkoff und Kushner den Prozess wieder in Gang bringen wollen, damit sich Vertreter der Kriegsparteien erneut an einen Tisch setzen. Russland f\u00fchrt seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren. Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Milit\u00e4rexperten sprechen seit Wochen von einer gezielten Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten des Konflikts. F\u00fcr Putin bleibt die vollst\u00e4ndige Eroberung des Industriereviers Donbass in der Ostukraine erkl\u00e4rtes Ziel. Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte wollen diesen Rest des Gebietes Donezk nicht r\u00e4umen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Putin hat als Reaktion auf die ukrainischen Angriffe im russischen Hinterland auf \u00d6lraffinerien und Logistikzentren von Online-Versandh\u00e4ndlern Vergeltung angedroht. Er gab Befehle, vor allem die ukrainische Energieinfrastruktur gezielt angreifen zu lassen. Dabei kommen auch die besonders schnellen ballistischen Raketen zum Einsatz, die die Ukraine wegen fehlender Flugabwehrraketen kaum zerst\u00f6ren kann.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Pr\u00e4sident Selenskyj drohte im Gegenzug, die Zahl der ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland von durchschnittlich 300 auf 1.000 am Tag erh\u00f6hen. Er hat dazu internationale Fluggesellschaften gewarnt, dass der Luftraum in Russland nicht mehr sicher sei. Putin wirft ihm &#8222;Staatsterrorismus&#8220; gegen die zivile Luftfahrt vor.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Kurz vor der Anreise der US-Vertreter hatte Selenskyj dem russischen Milit\u00e4r vorgeworfen, demonstrativ die Kiewer Flugh\u00e4fen Schuljany und Boryspil beschossen zu haben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Ukraine und ihre westlichen Verb\u00fcndeten wollen bei einer neuen Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe in der n\u00e4chsten Woche \u00fcber weitere milit\u00e4rische Hilfe f\u00fcr das von Russland angegriffene Land beraten. Das teilte der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara nach einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius mit. Ein Datum f\u00fcr das Treffen im sogenannten Ramstein-Format nannte Chmara nicht.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Minister informierte Pistorius nach eigenen Angaben \u00fcber die verst\u00e4rkten Luftangriffe durch Russland mit Drohnen und ballistischen Raketen &#8211; und den Mangel an Abwehrraketen f\u00fcr Kiew. Die Ukraine fordert seit Monaten mehr Hilfe der westlichen Verb\u00fcndeten bei der Luftabwehr. Der Schutz vor den russischen Angriffen habe Vorrang, sagte der Minister. Zudem bleibe auch die finanzielle Unterst\u00fctzung durch die Partner f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Ukraine von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau reisen die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":378020,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[732,75,679,2741,40,41,1434,1963,39,38,81,1785],"class_list":["post-378019","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-ukraine","tag-europa","tag-konflikte","tag-moskau","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsticker","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen","tag-ukraine-krieg","tag-wirtschaftssanktionen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117221826756048288","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=378019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/378019\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/378020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=378019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=378019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=378019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}