{"id":379241,"date":"2026-09-06T19:04:08","date_gmt":"2026-09-06T19:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379241\/"},"modified":"2026-09-06T19:04:08","modified_gmt":"2026-09-06T19:04:08","slug":"rheinmetall-aktie-projekt-arminius-vor-124-milliarden-deal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379241\/","title":{"rendered":"Rheinmetall Aktie: Projekt Arminius vor 12,4-Milliarden-Deal"},"content":{"rendered":"<p>Rheinmetall steigert Umsatz und operatives Ergebnis deutlich, k\u00e4mpft jedoch mit negativem Cashflow und einer gesenkten Jahresprognose f\u00fcr 2026.<\/p>\n<p>Rheinmetall kommt nicht zur Ruhe. Am Freitag schloss die Aktie bei 1.036,00 Euro und verlor 3,2 Prozent \u2013 der n\u00e4chste R\u00fcckschlag in einer Verkaufswelle, die den Titel binnen sieben Tagen fast zehn Prozent gekostet hat.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Talfahrt bleibt die gesenkte Jahresprognose vom 6. August, als der R\u00fcstungskonzern nach dem Aus f\u00fcr das Fregattenprogramm F126 seine Umsatzerwartung f\u00fcr 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro zur\u00fccknahm, nachdem zuvor 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro in Aussicht standen.<\/p>\n<p>Solide Zahlen, aber schwacher Cashflow<\/p>\n<p>Dabei zeigte das erste Halbjahr 2026 operativ St\u00e4rke: Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um 74 Prozent auf 786 Millionen Euro zu. Die operative Marge stieg von 12,1 auf 15,0 Prozent, und f\u00fcr das Gesamtjahr h\u00e4lt Rheinmetall an einer operativen Marge von rund 19 Prozent fest.<\/p>\n<p>Getr\u00fcbt wird das Bild jedoch vom freien Cashflow, der im ersten Halbjahr mit minus 1,6 Milliarden Euro tief in den roten Zahlen steckte \u2013 belastet durch verschobene Kundenanzahlungen, Vorratsaufbau und massive Kapazit\u00e4tsinvestitionen. Zus\u00e4tzlich strich das Unternehmen sein Investitionsziel von 16 Prozent auf 8 bis 9 Prozent des Umsatzes.<\/p>\n<p>Die Analysten von mwb research reagierten Anfang August mit einer Herabstufung: Am 8. August senkten sie das Rating von \u201eHold\u201c auf \u201eSell\u201c und das Kursziel von 1.150 auf 1.050 Euro. Begr\u00fcndet wurde der Schritt mit einem ung\u00fcnstigeren Chance-Risiko-Verh\u00e4ltnis sowie Kritik an der halbierten Investitionsquote und dem gesenkten Backlog-Ziel.<\/p>\n<p>Goldman Sachs-Analyst Sam Burgess best\u00e4tigte am selben Tag der Prognosesenkung sein \u201eBuy\u201c-Rating mit Kursziel 2.300 Euro \u2013 die beiden Einsch\u00e4tzungen markieren die Spannweite, in der sich der Markt derzeit bewegt.<\/p>\n<p>Auftragsbestand bleibt Fundament<\/p>\n<p>Operativ liefert Rheinmetall weiter Substanz. Der Auftragsbestand lag Ende Juli bei \u00fcber 80 Milliarden Euro, der Auftragseingang im zweiten Quartal bei 11,371 Milliarden Euro. Neue Vertr\u00e4ge kamen hinzu, darunter ein Loitering-Munitions-Auftrag der Bundeswehr und ein Auftragspaket mit Rum\u00e4nien im Rahmen des EU-Programms SAFE.<\/p>\n<p>Auch der Ausbau der Kapazit\u00e4ten schreitet voran: In Nordhessen entsteht ein neuer Defence Hub mit Investitionen von \u00fcber 260 Millionen Euro, unterst\u00fctzt vom Land Hessen mit 25 Millionen Euro. Am Standort Kassel sollen rund 1.000 neue Arbeitspl\u00e4tze zu den bestehenden 2.200 hinzukommen, und konzernweit sucht Rheinmetall derzeit 2.300 neue Mitarbeiter in Deutschland.<\/p>\n<p>Technologisch demonstrierte Rheinmetall Air Defence Anfang September gemeinsam mit Hensoldt w\u00e4hrend der Luftwaffen\u00fcbung Timber Express die erfolgreiche Integration von Passiv-Sensortechnik \u2013 ein Signal, dass das Unternehmen trotz der Kursschw\u00e4che an seiner Innovationsfront arbeitet.<\/p>\n<p>Boxer-Gro\u00dfauftrag als m\u00f6glicher Kurstreiber<\/p>\n<p>Der Markt blickt gespannt auf den geplanten Gro\u00dfauftrag f\u00fcr Boxer-Radfahrzeuge der Bundeswehr, bekannt als Projekt Arminius. Medienberichten zufolge sollen die finalen Verhandlungen in der zweiten Septemberwoche stattfinden, die parlamentarische Behandlung ist f\u00fcr den 9. Dezember angesetzt.<\/p>\n<p>Der Fixvertrag soll rund 12,4 Milliarden Euro f\u00fcr Fahrzeuge sowie einen Servicevertrag \u00fcber 4 Milliarden Euro umfassen, wovon 2 Milliarden Euro auf Rheinmetall entfallen. Zwei Optionen k\u00f6nnten den Gesamtrahmen laut Medienberichten auf bis zu 26 Milliarden Euro heben.<\/p>\n<p>Eine Anzahlung von rund 30 Prozent soll demnach Ende Dezember oder im Januar flie\u00dfen \u2013 ein Termin, der angesichts der schwachen Cashflow-Lage im ersten Halbjahr besondere Bedeutung f\u00fcr Anleger gewinnt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 06. September liefert die Antwort:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf f\u00fcr Rheinmetall-Aktion\u00e4re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. 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F\u00fcr individuelle Finanzberatung wenden Sie sich an einen qualifizierten Finanzberater. B\u00f6rse Express schlie\u00dft jegliche Regressanspr\u00fcche aus.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rheinmetall steigert Umsatz und operatives Ergebnis deutlich, k\u00e4mpft jedoch mit negativem Cashflow und einer gesenkten Jahresprognose f\u00fcr 2026.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379242,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,91,94,44,93,92],"class_list":["post-379241","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-at","tag-austria","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-markets","tag-maerkte","tag-oesterreich","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117225656426020781","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379241"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379241\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}