{"id":379287,"date":"2026-09-06T19:42:11","date_gmt":"2026-09-06T19:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379287\/"},"modified":"2026-09-06T19:42:11","modified_gmt":"2026-09-06T19:42:11","slug":"tkms-aktie-prognose-auf-zweistelliges-wachstum-angehoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379287\/","title":{"rendered":"TKMS Aktie: Prognose auf zweistelliges Wachstum angehoben"},"content":{"rendered":"<p>TKMS steigert Umsatz und EBIT, erh\u00f6ht die Jahresziele und h\u00e4lt einen hohen Auftragsbestand. Dennoch belasten Kursverluste und die F127-Kostendebatte.<\/p>\n<p>TKMS hat mit den Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr die ersten neun Monate des Gesch\u00e4ftsjahres 2025\/26 deutlich zugelegt \u2013 und dennoch notiert die Aktie am Freitag mit 83,30 Euro sp\u00fcrbar unter ihrem Hoch. Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Kursverlauf wirft die Frage auf, was den Markt derzeit belastet.<\/p>\n<p>Zahlen \u00fcbertreffen die Erwartungen<\/p>\n<p>Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten auf 1.890 Millionen Euro, ein Plus von 19 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreswert von 1.587 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT kletterte um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro. Besonders das Segment Submarines lieferte einen Wachstumsschub: Dort verdreifachte sich das bereinigte EBIT nahezu. Der Auftragsbestand liegt bei 20,1 Milliarden Euro und bildet damit ein solides Polster f\u00fcr die kommenden Jahre.<\/p>\n<p>Auf Basis dieser Entwicklung hob TKMS die Jahresprognose an. Statt eines zuvor erwarteten Umsatzr\u00fcckgangs von 1 bis 2 Prozent rechnet das Unternehmen nun mit einem Wachstum von 10 bis 12 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll bis zu 6,5 Prozent erreichen. F\u00fcr ein R\u00fcstungsunternehmen mit derart langen Auftragslaufzeiten ist das eine deutliche Aufw\u00e4rtsrevision, die auf eine beschleunigte Abarbeitung des prallen Orderbuchs schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Kurs bleibt trotz guter Nachrichten unter Druck<\/p>\n<p>Trotz der positiven operativen Entwicklung hat die Aktie in den vergangenen sieben Handelstagen 7,6 Prozent verloren, auf Sicht von 30 Tagen sind es 5,7 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 108,80 Euro, erreicht im August, trennen das Papier mittlerweile 23 Prozent.<\/p>\n<p>Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 26 Prozent zu Buche \u2013 die j\u00fcngste Schw\u00e4che relativiert sich also im l\u00e4ngeren Vergleich, auch wenn der RSI von 39,6 auf eine angeschlagene kurzfristige Verfassung hindeutet.<\/p>\n<p>Ein Belastungsfaktor d\u00fcrfte die Berichterstattung \u00fcber das F127-Fregattenprogramm sein: Der Spiegel berichtete Ende August, die Kostensch\u00e4tzung f\u00fcr die acht geplanten Fregatten sei auf \u00fcber 40 Milliarden Euro gestiegen, gegen\u00fcber zuvor rund 26 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>TKMS wies die Zahl zur\u00fcck und erkl\u00e4rte, sie sei nicht nachvollziehbar und entspreche nicht der vereinbarten Kostenaufteilung mit Partner Rheinmetall. Solche Diskrepanzen zwischen medialer Kostendarstellung und Unternehmensdarstellung sorgen bei Anlegern erfahrungsgem\u00e4\u00df f\u00fcr Verunsicherung, selbst wenn die operative Basis intakt bleibt.<\/p>\n<p>R\u00fcckzug bei German Naval Yards Kiel<\/p>\n<p>Ein weiterer Baustein im Bild ist die im Juli getroffene Entscheidung, das unverbindliche \u00dcbernahmeangebot f\u00fcr German Naval Yards Kiel zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p>TKMS begr\u00fcndete den Schritt damit, dass mit dem Eigent\u00fcmer CMN Naval keine Einigung \u00fcber die wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden konnte, und erkl\u00e4rte zugleich, die bestehenden Standorte Kiel und Wismar reichten f\u00fcr das aktuelle und k\u00fcnftige Auftragsvolumen aus. Der Verzicht auf die \u00dcbernahme signalisiert eine gewisse Zur\u00fcckhaltung bei der Kapitalallokation, obwohl das Unternehmen operativ expandiert.<\/p>\n<p>Die Partnerschaft mit Fincantieri, deren Absichtserkl\u00e4rung am vergangenen Donnerstag vertieft wurde, zielt auf ein strukturiertes Kooperationsrahmenwerk im U-Boot- und Unterwasserbereich bis zum Jahresende. Zusammen mit dem hohen Auftragsbestand und der angehobenen Prognose liefert sie das fundamentale Gegengewicht zu den kurzfristigen Kursrisiken, w\u00e4hrend der Markt die F127-Kostenfrage und die Zur\u00fcckhaltung bei Kiel weiter verarbeitet.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 06. September liefert die Antwort:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf f\u00fcr TKMS-Aktion\u00e4re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. 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