{"id":379415,"date":"2026-09-06T21:39:17","date_gmt":"2026-09-06T21:39:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379415\/"},"modified":"2026-09-06T21:39:17","modified_gmt":"2026-09-06T21:39:17","slug":"altabt-bei-jugendfestival-jesus-als-vorbild-fuer-gelebte-liebe-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379415\/","title":{"rendered":"Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild f\u00fcr gelebte Liebe nehmen"},"content":{"rendered":"<p>                                                                                                Graz, 06.09.2026 (KAP) Mit einem Gottesdienst ist am Sonntag das christliche Jugendfestival &#8222;U-Turn 2026&#8220; in der Grazer Herz-Jesu-Kirche zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der dreit\u00e4gigen Veranstaltung standen Fragen nach Gl\u00fcck, Liebe und dem Verh\u00e4ltnis von pers\u00f6nlicher Sehnsucht und selbstloser Hingabe. In den Predigten von den Alt\u00e4bten Raimund Schreier (Stift Wilten) und Ambros Ebhart (Stift Kremsm\u00fcnster) sowie einem Vortrag der Philosophin und Theologin Maria Wolters ging es um die Frage, was christliche Liebe konkret bedeutet.<\/p>\n<p>Ebhart stellte den Abschlussgottesdienst unter das Wort des heiligen Augustinus &#8222;Liebe und tu, was du willst&#8220;, das zugleich Motto des Treffens war. Dies sei keineswegs ein Aufruf zur Beliebigkeit. Vielmehr m\u00fcsse das eigene Handeln aus der Liebe kommen, &#8222;die Gott selbst ist&#8220;. Die Quelle dieser Liebe sei Jesus Christus. Deshalb m\u00fcsse sich auch die pers\u00f6nliche Liebe an ihm messen: &#8222;Jesus, wie h\u00e4ttest du an meiner Stelle reagiert? Was h\u00e4ttest du gesagt, wie h\u00e4ttest du gehandelt?&#8220;<\/p>\n<p>Liebe d\u00fcrfe nicht einfach &#8222;versanden&#8220;, sondern m\u00fcsse immer wieder an Gott zur\u00fcckgebunden, gepr\u00fcft und erneuert werden, sagte der Kremsm\u00fcnsterer Benediktiner. Das gelte auch f\u00fcr das Miteinander in christlichen Gemeinschaften. Religi\u00f6se Jugendtreffen k\u00f6nnten dabei ein wichtiges &#8222;Korrektiv&#8220; f\u00fcr die Kirche sein. Sie machten sichtbar, wie Glaube, Gebet und Gemeinschaft gelebt werden k\u00f6nnten. Die Jugendlichen h\u00e4tten zudem einen &#8222;prophetischen Dienst&#8220;: Sie k\u00f6nnten einander im Glauben st\u00e4rken, ermutigen und zu Zeugen f\u00fcr Gott werden. Letztlich gehe es darum, sich &#8222;in einen Menschen mit mehr Liebe&#8220; verwandeln zu lassen.<\/p>\n<p>Konkret und als erster lieben<\/p>\n<p>Bereits am Samstag hatte Altabt Schreier vom Stift Wilten die Frage &#8222;Was macht mich wirklich happy?&#8220; in den Mittelpunkt seiner Predigt gestellt. Als Beispiel erz\u00e4hlte er von der Italienerin Chiara Luce Badano, die trotz einer schweren Krebserkrankung bis zu ihrem Tod im Alter von 18 Jahren eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Freude ausgestrahlt habe. Ihre Haltung habe auf dem Bewusstsein beruht, von ihren Eltern, ihren Freunden und vor allem von Gott bedingungslos geliebt zu sein. &#8222;Gott liebt mich ohne Bedingungen, das macht mich gl\u00fccklich&#8220;, fasste Schreier ihre Haltung zusammen.<\/p>\n<p>Die christliche Antwort auf die Frage nach dem Gl\u00fcck liege deshalb wesentlich in Beziehungen und in der Bereitschaft, selbst zu lieben. Jesus habe seinen J\u00fcngern aufgetragen: &#8222;Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.&#8220; Liebe zeige sich dabei nicht nur in Gef\u00fchlen, sondern in konkreten Taten: einem anderen Zeit zu schenken, zu helfen oder selbst den ersten Schritt zu machen. Zum Wesen christlicher Liebe geh\u00f6re zudem, dass sie alle einschlie\u00dfe, sogar den Feind &#8211; &#8222;ich soll ihn zumindest respektieren, ihm wohlwollend sein, versuchen mich ihn ihn hineinzudenken um zu verstehen, warum er mir B\u00f6ses w\u00fcnscht&#8220;, so Schreier.<\/p>\n<p>Begehren und Hingabe<\/p>\n<p>Mit dem Verh\u00e4ltnis von Eros und Agape befasste sich die Philosophin und Theologin Maria Wolters. Eros stehe f\u00fcr Begehren, Sehnsucht, Intimit\u00e4t und k\u00f6rperliche Anziehung, Agape f\u00fcr Hingabe und das selbstlose Schenken. Beides d\u00fcrfe nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eine christliche Sicht auf die Liebe m\u00fcsse vielmehr beide Dimensionen zusammenf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wolters warnte vor einem Verst\u00e4ndnis von Freiheit, das unmittelbare Bed\u00fcrfnisbefriedigung zum Ma\u00dfstab mache. Eros sei etwas Gutes, m\u00fcsse aber geordnet und auf ein gr\u00f6\u00dferes Ziel ausgerichtet werden. Wahre Freiheit bedeute nicht, jedem Verlangen nachzugeben, sondern sich f\u00fcr das Gute entscheiden zu k\u00f6nnen. Die tiefste Sehnsucht des Menschen k\u00f6nne letztlich nur Gott erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Zugleich bedeute Agape nicht die Ausl\u00f6schung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit. Selbstlosigkeit setze vielmehr ein eigenes, starkes Selbst voraus. Wer keine eigenen W\u00fcnsche und keine eigene Identit\u00e4t habe, k\u00f6nne sich auch nicht wirklich frei verschenken. Christliche Liebe bedeute daher, das eigene Leben anzunehmen, zu ordnen und aus Freiheit dem anderen zu schenken. In der Verbindung von Eros und Agape k\u00f6nne so eine Liebe entstehen, die zugleich pers\u00f6nliche Sehnsucht ernst nehme und \u00fcber die blo\u00dfe Bed\u00fcrfnisbefriedigung hinausweise, so Wolters.<\/p>\n<p>Das christliche Jugendfestival U-Turn findet seit 2019 jeweils im Sommer statt, organisiert vom &#8222;Verein zur F\u00f6rderung der Christlichen Familie&#8220;. Zum Programm geh\u00f6ren Gottesdienste, Vortr\u00e4ge, Lobpreis und Musik, Anbetung sowie Zeiten der Begegnung und Gemeinschaft. Musikalisch begleitet wurde das auch via Livestream \u00fcbertragene Treffen, an dem rund 400 Personen teilnahmen, von der christlichen Band Connected.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Graz, 06.09.2026 (KAP) Mit einem Gottesdienst ist am Sonntag das christliche Jugendfestival &#8222;U-Turn 2026&#8220; in der Grazer Herz-Jesu-Kirche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":379416,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[46,42,44,43,45],"class_list":["post-379415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-at","tag-austria","tag-oesterreich","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117226266104925418","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=379415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/379415\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/379416"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=379415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=379415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=379415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}