{"id":379986,"date":"2026-09-07T07:11:11","date_gmt":"2026-09-07T07:11:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379986\/"},"modified":"2026-09-07T07:11:11","modified_gmt":"2026-09-07T07:11:11","slug":"inland-caritas-fordert-zu-schulstart-mehr-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/379986\/","title":{"rendered":"Inland: Caritas fordert zu Schulstart mehr Inklusion"},"content":{"rendered":"<p>Das kritisierte Schwertner am Freitag in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Bluesky. Die zus\u00e4tzlichen Mittel f\u00fcr Bildung im neuen Bundesbudget seien zwar \u201eeine gute Nachricht\u201c. Nun komme es aber darauf an, diese auch gezielt f\u00fcr Inklusion einzusetzen.<\/p>\n<p>Besonders deutlich zeige sich der Handlungsbedarf bei der sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderung (SPF), so Schwertner. Die Ressourcen orientierten sich noch immer an einer Quote aus den 1990er-Jahren, obwohl der tats\u00e4chliche Unterst\u00fctzungsbedarf inzwischen h\u00f6her sei. Die angek\u00fcndigte Anhebung der entsprechenden Deckelung m\u00fcsse daher \u201everl\u00e4sslich umgesetzt werden\u201c.<\/p>\n<p>Planungssicherheit<\/p>\n<p>Auch beim Rechtsanspruch auf ein 11. und 12. Schuljahr f\u00fcr Kinder mit Behinderung brauche es endlich Planungssicherheit. Die f\u00fcr 2027\/28 angek\u00fcndigte Umsetzung d\u00fcrfe \u201enicht erneut verschoben werden\u201c, forderte der Caritas-Direktor.<\/p>\n<p>Schwertner sprach sich zugleich gegen eine st\u00e4rkere Trennung von Kindern mit und ohne Behinderung aus. \u201eEine moderne Bildungspolitik trennt nicht, sondern schafft die Voraussetzungen daf\u00fcr, dass alle Kinder gemeinsam lernen k\u00f6nnen\u201c, schrieb er. Statt neue Sonderschulen zu bauen, sollten jene Modelle gest\u00e4rkt werden, in denen Kinder gemeinsam lernen und aufwachsen.<\/p>\n<p>Inklusion funktioniere, \u201eaber sie braucht die richtigen Rahmenbedingungen\u201c, so Schwertner. Als Beispiel verwies er auf die Caritas-Einrichtung \u201eSchule am Himmel\u201c. Dort lernten auch im neuen Schuljahr 135 Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Das Angebot k\u00f6nne allerdings nur mit zus\u00e4tzlicher Unterst\u00fctzung durch Spenden aufrechterhalten werden. \u201eWas in unserer Schule am Himmel gelingt, sollte \u00fcberall m\u00f6glich sein\u201c, so Schwertner. Daf\u00fcr brauche es ausreichende Ressourcen, mehr p\u00e4dagogisches Personal und multiprofessionelle Teams.<\/p>\n<p>Bedarf schon vor der Schule<\/p>\n<p>Der Bedarf beginne allerdings bereits vor der Schule, betonte Schwertner. F\u00fcr viele Kinder mit Behinderung sei es schwierig, einen passenden Kindergartenplatz zu bekommen. Allein in Wien warteten rund 1.500 betroffene Kinder auf einen Platz, der ihren Bed\u00fcrfnissen entspreche. Wenn ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr mehr Chancengleichheit schaffen solle, m\u00fcsse es daher allen Kindern offenstehen. \u201eVerpflichtend gilt hier nicht nur f\u00fcr Familien, sondern auch f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand\u201c, schrieb der Caritas-Direktor.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus forderte Schwertner mehr Freizeit- und Ferienangebote f\u00fcr Kinder mit Behinderung. Im Caritas-Kinderhotel am Himmel zeige sich jeden Sommer, wie gro\u00df der Bedarf sei und wie sehr Familien von solchen Angeboten profitierten. \u201eJedes Kind hat das Recht auf Bildung, Betreuung und Teilhabe\u201c, so Schwertner. Zwischen diesem Anspruch und der Realit\u00e4t liege allerdings noch immer eine gro\u00dfe L\u00fccke. \u201eDie Frage ist nicht, ob wir uns Inklusion leisten k\u00f6nnen. Die Frage ist, warum wir es uns noch immer leisten, Kinder auszuschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das kritisierte Schwertner am Freitag in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Bluesky. 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