{"id":381327,"date":"2026-09-07T20:52:14","date_gmt":"2026-09-07T20:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/381327\/"},"modified":"2026-09-07T20:52:14","modified_gmt":"2026-09-07T20:52:14","slug":"mueller-will-neuer-cdu-chef-in-sachsen-anhalt-werden-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/381327\/","title":{"rendered":"M\u00fcller will neuer CDU-Chef in Sachsen-Anhalt werden &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Landtagswahl_in_Sachsen-Anhalt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alle Nachrichten, Analysen und Hintergr\u00fcnde zur Wahl in Sachsen-Anhalt finden Sie zudem auf unserer Themenseite.<\/a><\/p>\n<p>Wichtige Updates<\/p>\n<p>Schulze: Neuwahl des CDU-Landesvorstands im Herbst\u00a0<\/p>\n<p>Protest in Berlin und anderen St\u00e4dten gegen AfD-Erfolg<\/p>\n<p>S\u00f6der fordert von der SPD nach &#8222;Denkzettelwahl&#8220; Umsetzung der Reformen\u00a0<\/p>\n<p>Merz: Aufgeben ist f\u00fcr mich keine Option<\/p>\n<p>Nach Wahl-Debakel der CDU: Merz spricht von \u201eschwerster Niederlage seit Jahrzehnten\u201c<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Sepp M\u00fcller will neuer CDU-Chef in Sachsen-Anhalt werden\u00a0<\/p>\n<p>Der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Sepp M\u00fcller, will neuer Landeschef der CDU in Sachsen-Anhalt werden. \u201eIch kandidiere als Landesvorsitzender\u201c, sagte der 37-J\u00e4hrige nach einer Sitzung des Landesvorstands. Zuvor hatte Ministerpr\u00e4sident und Noch-Landeschef Sven Schulze angek\u00fcndigt, dass es nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Herbst eine Neuwahl des Landesvorstands geben wird und er nicht erneut antreten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Kanzler Friedrich Merz und Unionsfraktionschef Thorsten Frei hatten M\u00fcller f\u00fcr dessen Verhalten im Wahlkampf Vorw\u00fcrfe gemacht. M\u00fcller hatte am 4. September im Politico-Podcast \u201eBerlin Playbook\u201c gesagt, sollten die Umfrageergebnisse Wahlergebnisse werden, dann habe AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen Regierungsbildungsauftrag. \u00a0<\/p>\n<p>Ohne M\u00fcller beim Namen zu nennen, r\u00fcgte CDU-Chef Merz dessen Agieren nach Sitzungen der Parteispitze \u00f6ffentlich. Er habe in den Parteigremien darauf hingewiesen, \u201edass es niemand von uns verstanden hat, dass wenige Tage vor dem Wahltermin ein stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion dem eigenen Spitzenkandidaten so in den R\u00fccken f\u00e4llt, wie das drei Tage vor der Wahl bis zum gestrigen Tag anhaltend geschehen ist\u201c, sagte Merz vor Journalisten.<\/p>\n<p>Unionsfraktionschef Frei sagte vor einer Sitzung der CDU\/CSU-Abgeordneten im Bundestag auf die Journalistenfrage, ob die R\u00fcge von Merz Konsequenzen f\u00fcr M\u00fcller in der Fraktion haben werde, man k\u00f6nne \u201eimmer \u00fcber alles reden, man kann auch Gedankenspiele haben, die ich nicht teile\u201c. Insbesondere dann, wenn man so etwas allerdings zwei Tage vor einer Landtagswahl tue, \u201edann ist es in h\u00f6chstem Ma\u00dfe problematisch\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>M\u00fcller und Schulze gelten in der CDU nicht als besonders gute Parteifreunde. Er geh\u00f6rt dem Bundestag seit 2017 an. Auch vier Jahre sp\u00e4ter hatte er das Direktmandat im Wahlkreis Dessau-Wittenberg geholt. Ihn treibt die Sorge um, was mit der CDU geschieht, wenn sie weiter nach links r\u00fcckt. Auch wenn der 37-J\u00e4hrige die DDR nicht mehr bewusst erlebt hat, blickt sehr kritisch auf das SED-Regime und Die Linke. Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags 2025, die Alterspr\u00e4sident Gregor Gysi von der Linken leitete, hielt er demonstrativ das Buch \u201eDie T\u00e4ter sind unter uns\u201c w\u00e4hrend dessen Rede nach oben.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Schulze: Neuwahl des CDU-Landesvorstands im Herbst\u00a0Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze angek\u00fcndigt, dass es im Herbst eine Neuwahl des Landesvorstands geben wird. Dieser solle Ende November oder Anfang Dezember stattfinden, sagte Schulze nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg.<\/p>\n<p>Bereits wenige Stunden zuvor hatte Schulze in Berlin Konsequenzen angek\u00fcndigt. \u201eIch bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus nat\u00fcrlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen\u201c, sagte der 47-J\u00e4hrige nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei. \u201eWir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD.\u201c\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Protest in Berlin und anderen St\u00e4dten gegen AfD-ErfolgAm Brandenburger Tor haben mehrere Tausend Menschen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gegen die AfD protestiert. Es seien etwa 5000 Demonstranten gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten sprachen von einer \u201est\u00f6rungsfreien\u201c Demo. Die Veranstalter sch\u00e4tzten die Teilnehmerzahl auf rund 14 000 Menschen. Unter den Teilnehmern waren auch Klima- und Politikaktivistin Luisa Neubauer und die Spitzenkandidaten der Gr\u00fcnen und der Linken bei der Berlin-Wahl am 20. September.<\/p>\n<p>\u201eAfD + BSW Demokratie ad\u00e9\u201c oder \u201eFaschismus ist keine Alternative\u201c, hie\u00df es auf den Transparenten \u2013 und auch \u201eDumm D\u00fcmmer NSDAfD\u201c sowie \u201eAfD Nazis stoppen! Schluss mit Rassismus und Sozialabbau\u201c. Die Demonstranten riefen: \u201eAlle zusammen gegen den Faschismus.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Im Essen im Ruhrgebiet haben sich am Abend nach Polizeiangaben rund 1200 Menschen an einer Kundgebung gegen den Rechtsruck beteiligt. Dem Aufruf des B\u00fcndnisses \u201eEssen stellt sich quer\u201c waren damit mehr als doppelt so viele Menschen gefolgt, wie bei der Anmeldung erwartet. <\/p>\n<p>Auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo in zwei Wochen ebenfalls gew\u00e4hlt wird, gab es an mehreren Orten Proteste, so in Schwerin.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>S\u00f6der fordert von der SPD nach &#8222;Denkzettelwahl&#8220; Umsetzung der Reformen\u00a0CSU-Chef Markus S\u00f6der hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als &#8222;wahrscheinlich die gr\u00f6\u00dfte Denkzettelwahl in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland&#8220; bezeichnet und den Koalitionspartner SPD scharf kritisiert. &#8222;Die Konsequenz hei\u00dft, dass Berliner Politik anders werden muss, verst\u00e4ndlicher werden muss und dass Reformen auch gemacht werden&#8220;, sagte er der ARD.<\/p>\n<p>\u00a0&#8222;Ich finde es heute schon sehr bedenklich, dass einzelne SPD-Vertreter pl\u00f6tzlich sagen, man muss zur\u00fcckrudern, denn mit neun Prozent der SPD in Sachsen-Anhalt gibt es kein Votum f\u00fcr eine grunds\u00e4tzliche \u00c4nderung an der Reformpolitik&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. Er habe die ersten Reaktionen der SPD &#8222;ehrlich gesagt sehr schlecht&#8220; gefunden. Man k\u00f6nne wie im Fu\u00dfball nicht in Minute 90 vom Platz gehen, wenn das Spiel 95 Minuten dauere. Man k\u00f6nne aber bei der Rente nach 45 Beitragsjahren nochmals \u00fcber \u00dcbergangsfristen reden.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Korrektur: Doch keine Pressekonferenz von Schulze<\/p>\n<p>Die SZ hatte an dieser Stelle eine Pressekonferenz des CDU-Ministerpr\u00e4sidenten Sven Schulze angek\u00fcndigt sowie auch deren \u00dcbertragung. Die Konferenz fand jedoch nicht statt.\u00a0<\/p>\n<p>AfD an den Urnen deutlich st\u00e4rker als bei Briefw\u00e4hlernDie AfD hat in Sachsen-Anhalt bei der Urnenwahl deutlich besser abgeschnitten als bei der Briefwahl. Aus dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis geht hervor, dass die Partei rechnerisch ohne Briefw\u00e4hler eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag geholt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Bei W\u00e4hlern, die in den Wahllokalen ihre Stimme abgaben, kommt die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestufte Partei auf 51,2 Prozent der Stimmen. Bei der Briefwahl entfielen nur 24,3 Prozent der g\u00fcltigen Stimmen auf die AfD. Sie liegt dort gleichauf mit der CDU, f\u00fcr die sich ebenfalls 24,3 Prozent der Briefw\u00e4hler entschieden. In den Wahllokalen w\u00e4hlten hingegen nur 14,5 Prozent die Partei von Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze. Insgesamt kommt die AfD laut dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis auf 43,8 Prozent und 39 Sitze im neuen Landtag. F\u00fcr eine eigene Mehrheit sind 42 Sitze n\u00f6tig. Die CDU st\u00fcrzte von 37,1 Prozent bei der Landtagswahl 2021 auf nur noch 17,2 Prozent ab.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr diese Diskrepanz k\u00f6nnte Wahlforschern zufolge daran liegen, dass AfD-Politiker vor der Wahl und in den vergangenen Jahren wiederholt und meist ohne Belege Zweifel an der Sicherheit und Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Briefwahl ge\u00e4u\u00dfert und dazu aufgerufen haben, nur vor Ort zu w\u00e4hlen. In Sachsen-Anhalt stimmten diesmal 27,4 Prozent der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler per Brief ab. 2021 waren es 29,1 Prozent gewesen.\u00a0<\/p>\n<p>SPD schlie\u00dft \u00fcberparteilichen Ministerpr\u00e4sidenten nicht aus\u00a0Die SPD ist offen daf\u00fcr, notfalls auch einen \u00fcberparteilichen Kandidaten zum Ministerpr\u00e4sidenten in Sachsen-Anhalt zu w\u00e4hlen. Er halte das nicht f\u00fcr das allererste Mittel der Wahl, sagte Spitzenkandidat Armin Willingmann in Berlin, aber:\u00a0<\/p>\n<p>\u201eWenn es zur Aufl\u00f6sung einer Blockade f\u00fchren k\u00f6nnte, sollte man es auch nicht a priori ablehnen.\u00a0\u201c<\/p>\n<p>Armin Willingmann (SPD)Die Idee eines \u00fcberparteilichen Ministerpr\u00e4sidenten f\u00fcr Sachsen-Anhalt hatte das BSW ins Spiel gebracht. Dieser Ministerpr\u00e4sident solle mit wechselnden Mehrheiten regieren, unter Einbeziehung der AfD, so der Vorschlag. Bisher ist aber unklar, wer diese \u201e\u00fcberparteiliche\u201c Pers\u00f6nlichkeit sein k\u00f6nnte.\u00a0<\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:<\/p>\n<p>Merz: Aufgeben ist f\u00fcr mich keine OptionCDU-Chef Friedrich Merz sieht keinen Grund f\u00fcr pers\u00f6nliche Konsequenzen aus den massiven Verlusten seiner Partei und dem Erfolg der AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt. \u201eAufgeben ist f\u00fcr mich keine Option\u201c, sagte er nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin.<\/p>\n<p>Es sei die Verantwortung der Bundesregierung und von ihm pers\u00f6nlich, \u201edass wir jetzt Chancen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation er\u00f6ffnen\u201c, so Merz. Die Kinder und Enkelkinder sollten die gleiche Chance wie seine Generation haben, in Freiheit, in Frieden und im Wohlstand zu leben. \u201eDas ist die Verantwortung, und vor dieser Verantwortung laufe ich nicht davon.\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, inwieweit das Ergebnis der Wahl in Sachsen-Anhalt in seine Entscheidung einflie\u00dfe, bei der n\u00e4chsten Bundestagswahl erneut anzutreten, antwortete Merz: \u201eIch mache mir im Augenblick \u00fcber vieles Gedanken, aber nicht \u00fcber die Bundestagswahl 2029.\u201c Er denke vielmehr \u201eintensiv dar\u00fcber nach, wie wir zur\u00fcckfinden k\u00f6nnen zu einem gemeinsamen politischen Erfolg\u201c. Er wisse, \u201edass wir alle zusammen besser werden m\u00fcssen, und ich suche nach Wegen, wie wir das hinbekommen\u201c.<\/p>\n<p>Dies sei nicht nur eine Frage von rationalem Politikverst\u00e4ndnis, sondern auch eine Frage der Zuwendung, der Empathie, der Emotionen. \u201eIch geh\u00f6re nun zu denen, die nicht jeden Tag Emotionen vor sich hertragen. Aber die Bev\u00f6lkerung will da auch andere Antworten haben.\u201c<\/p>\n<p>Der Sturz des Bundeskanzlers w\u00e4re der ultimative Triumph der AfD, kommentiert Henrike Ro\u00dfbach, Leiterin der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin<\/p>\n<p>Merz k\u00fcndigt Gespr\u00e4che mit SPD-Spitze anKanzler Friedrich Merz sucht nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt das Gespr\u00e4ch mit dem Koalitionspartner SPD. Der CDU-Vorsitzende sagte in Berlin, er werde versuchen, in den n\u00e4chsten Tagen mit der Parteif\u00fchrung der SPD dar\u00fcber zu sprechen. \u201eWir m\u00fcssen reden \u00fcber die Frage, wie wir in der Bundesregierung jetzt den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzen.\u201c<\/p>\n<p>Er h\u00f6re die Wortmeldungen aus der SPD. Nat\u00fcrlich m\u00fcsse man \u00fcber die Frage sprechen, wie man mit der Lebensbiografie langj\u00e4hrig Versicherter umgehe, die nun berechtigte Sorge um die Frage h\u00e4tten, ob sie nach 45 Jahren in die Rente gehen d\u00fcrften oder nicht. \u201eDas sind Fragen, die wir immer ernst genommen haben\u201c, sagte Merz. \u201eDas ist vielleicht nicht hinreichend deutlich genug zum Ausdruck gekommen.\u201c Der Kanzler betonte zugleich die grunds\u00e4tzliche Richtigkeit der notwendigen Reformen.<\/p>\n<p>Merz sagte weiter, auch das Thema Haushalt und Steuerreform werde noch einmal auf der Tagesordnung stehen. In der CDU\/CSU-Fraktion gebe es den gro\u00dfen Wunsch, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger noch etwas umfangreicher zu entlasten. \u201eIch verschlie\u00dfe mich diesem Wunsch \u00fcberhaupt nicht. Wir m\u00fcssen nur gleichzeitig schauen, dass die Staatsfinanzen in Deutschland einigerma\u00dfen solide bleiben.\u201c Konkret geht es um eine geplante Reform der Einkommensteuer.<\/p>\n<p>CDU-Spitzenkandidat Schulze k\u00fcndigt Konsequenzen anNach der Niederlage seiner Partei hat Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze (CDU) Konsequenzen angek\u00fcndigt. \u201eIch bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus nat\u00fcrlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen\u201c, sagte Schulze nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Er k\u00fcndigte an, dem CDU-Landesvorstand am Abend einen Vorschlag f\u00fcr das weitere Verfahren zu unterbreiten.<\/p>\n<p>Schulze sprach von einer schweren Niederlage. \u201eWir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD.\u201c<\/p>\n<p>Nach Wahl-Debakel der CDU: Merz spricht von \u201eschwerster Niederlage seit Jahrzehnten\u201cBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Wahl in Sachsen-Anhalt als Schock f\u00fcr die Partei und ihn selbst bezeichnet. \u201eMit dem gestrigen Tag hat sich nicht nur in Sachsen-Anhalt etwas ver\u00e4ndert, sondern in ganz Deutschland\u201c, sagte Merz in Berlin. Das Ergebnis seiner Partei vom Sonntag bezeichnet er als \u201eschwerste Niederlage seit Jahrzehnten\u201c. Das Ganze werde \u201enat\u00fcrlich Konsequenzen haben m\u00fcssen\u201c.\u00a0Man habe dieses Ergebnis so nicht erwartet. \u201eDas macht etwas mit uns, auch mit mir pers\u00f6nlich\u201c, f\u00fcgte Merz hinzu. Daher k\u00f6nne die Partei nicht einfach zur Tagesordnung \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Zugleich bekr\u00e4ftigte Merz, dass er an seinem Reformkurs festhalten werde. Diese Reformen seien n\u00f6tig. Er wolle versuchen, die Menschen mehr und besser anzusprechen und die Reformen besser zu erkl\u00e4ren. Viele Menschen machten sich Sorgen, seit der Landtagswahl noch mehr.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Institutionen sind wehrhaft und stabil\u201c, sagte Merz. Das Grundgesetz sch\u00fctze dies und das Grundgesetz werde durchgesetzt. Deutschland werde seine feste Verankerung in Europa immer aufrechterhalten.\u00a0<\/p>\n<p>Vor Merz&#8216; Stellungnahme traf sich die Bundespartei zu Beratungen. Mit dabei im Berliner Konrad-Adenauer-Haus: Spitzenkandidat Sven Schulze, der am Sonntag mit der CDU von 37,1 auf 17,2 Prozent abgest\u00fcrzt ist. Merz wird die Niederlage mit angelastet.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Dobrindt dr\u00e4ngt nach AfD-Wahlsieg auf mehr Reformen im BundDie Union muss nach Ansicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt mit einem konsequenten Reformkurs im Bund auf den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reagieren. \u201eEs kommt jetzt entscheidend auf die Union an\u201c, sagte der CSU-Politiker auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Man d\u00fcrfe das Land nicht denen \u00fcberlassen, die \u201eaus der Vergangenheit nichts gelernt haben aber f\u00fcr die Zukunft das Blaue vom Himmel versprechen\u201c.<\/p>\n<p>Dobrindt nannte den Ausgang der Wahl in Sachsen-Anhalt ein \u201epolitisches Beben\u201c, weil \u201eSystemgegner und Systemkritiker\u201c gegen\u00fcber der politischen Mitte in der Mehrheit seien. Entschieden h\u00e4tten die Wahl die \u201e\u00c4ngste, Sorgen und Frustrationen\u201c der Menschen. Und darauf m\u00fcsse jetzt mit Reformen reagiert werde. \u201eUnser Land braucht Ver\u00e4nderungen\u201c, betonte Dobrindt. \u201eDie Menschen wollen Entscheidungen, die Leistungen wieder belohnen.\u201c Leistungsverweigerung m\u00fcsse wieder Konsequenzen haben.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Siegmund will bei stabiler Mehrheit zur Ministerpr\u00e4sidentenwahl antretenAfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will nach dem Wahlsieg seiner Partei in Sachsen-Anhalt bei den anderen Fraktionen und einzelnen Abgeordneten des neuen Landtags eine Mehrheit suchen. Sein \u201eerkl\u00e4rtes Ziel\u201c sei es, \u201edass wir schnellstm\u00f6glich eine stabile Mehrheit, auf die wir uns verlassen k\u00f6nnen, im Landtag von Sachsen-Anhalt auf den Weg bringen\u201c, sagte Siegmund in Berlin. Dies solle \u201eunter der Ma\u00dfgabe\u201c geschehen, dass Kernpositionen etwa bei Migration und innerer Sicherheit \u201ezu 100 Prozent umgesetzt\u201c w\u00fcrden. Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit gro\u00dfem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit aber verpasst.<\/p>\n<p>\u201eSelbstverst\u00e4ndlich trete ich als Ministerpr\u00e4sidentenkandidat in Sachsen-Anhalt an, wenn es sich abzeichnet, dass ich eine stabile Mehrheit auf den Weg gebracht habe\u201c, sagt er. \u201eDas ist heute \u00fcberhaupt nicht absehbar. Deswegen ist es jetzt unser Anspruch, genau diese stabile Mehrheit in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen zu organisieren.\u201c<\/p>\n<p>Siegmund k\u00fcndigte ausdr\u00fccklich an, Gespr\u00e4che mit den einzelnen Fraktionen sowie mit einzelnen Abgeordneten f\u00fchren zu wollen. Entsprechende Gespr\u00e4che w\u00fcrden bereits \u201eheute angesto\u00dfen\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen sei kein Widerspruch zu seinen Ank\u00fcndigungen vor der Wahl, nur allein regieren zu wollen, sagte Siegmund auf eine entsprechende Nachfrage. \u201eDer Plan war ganz klar eine Alleinregierung.\u201c Bei den anstehenden Gespr\u00e4chen m\u00fcsse geguckt werden: \u201eWer sind diese Menschen, kann man das so machen, dass wir politisch unseren Werten treu bleiben.\u201c So k\u00f6nne es auch sein, dass es beim BSW Stimmen geben werde, die einen Wechsel wollten. Er wolle aber \u201ekeine Spielchen\u201c, sodass man sich dann sp\u00e4ter nicht darauf verlassen k\u00f6nne.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Verdi fordert klare Haltung gegen AfD-Zusammenarbeit\u00a0Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, die demokratischen Parteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. \u201eKein Demokrat darf den Faschisten zur Regierungsmacht verhelfen\u201c, sagte Werneke laut einer Mitteilung. Der AfD-Wahlsieg sei \u201ef\u00fcr alle demokratischen Kr\u00e4fte in Deutschland ein bitteres und alarmierendes Ergebnis\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Insbesondere das B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) stehe dabei in der Verantwortung, sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD zu stellen, sagte Werneke. Das BSW d\u00fcrfe nicht zum \u201eSteigb\u00fcgelhalter\u201c der AfD werden. Auch m\u00f6gliche Unterst\u00fctzer aus der CDU-Landtagsfraktion d\u00fcrften sich nicht an einer solchen Zusammenarbeit beteiligen. F\u00fcr das schlechte Wahlergebnis von Union und SPD machte Werneke die Politik der Bundesregierung verantwortlich. Er forderte deshalb einen Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Weidel: Streben 40 Prozent bei Bundestagswahl anAfD-Co-Chefin Alice Weidel hat die Ambitionen ihrer Partei f\u00fcr die n\u00e4chste Bundestagswahl nach oben geschraubt. \u201eMein erkl\u00e4rtes Ziel ist, den Abstand deutlich in k\u00fcrzester Zeit auszubauen und auf mindestens 40 Prozent anzuwachsen f\u00fcr die n\u00e4chste Bundestagswahl\u201c, sagte Weidel. \u201eDie CDU\/CSU wird nie mehr wieder eine Bundestagswahl gewinnen k\u00f6nnen. Das ist Fakt.\u201c Die Menschen w\u00fcnschten sich einen Politikwechsel. <\/p>\n<p>AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sagte, dass seine Partei in Sachsen-Anhalt auch mit den Christdemokraten reden m\u00f6chte. \u201eWir sind gespr\u00e4chsbereit auch in Richtung CDU.\u201c Allerdings wolle man keinen Zustand wie in Th\u00fcringen, wo ein Ministerpr\u00e4sident von der Unterst\u00fctzung mehrerer Parteien abh\u00e4ngig sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Alle&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":381328,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[5120,2840,257,7398,5125,94477,4877,40,41,715,269,1712,39,4892,1076,81000,66,65,64],"class_list":["post-381327","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-afd","tag-cdu","tag-deutschland","tag-die-gruenen","tag-die-linke","tag-landtagswahl-in-sachsen-anhalt","tag-leserdiskussion","tag-nachrichten","tag-news","tag-ostdeutschland","tag-politik","tag-sachsen-anhalt","tag-schlagzeilen","tag-spd","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-ulrich-siegmund","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117231744114048543","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=381327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/381327\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/381328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=381327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=381327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=381327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}