{"id":38184,"date":"2026-03-11T09:21:06","date_gmt":"2026-03-11T09:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/38184\/"},"modified":"2026-03-11T09:21:06","modified_gmt":"2026-03-11T09:21:06","slug":"als-der-15-jaehrige-mozart-maria-theresia-huldigte-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/38184\/","title":{"rendered":"Als der 15-j\u00e4hrige Mozart Maria Theresia huldigte \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>\u201eAscanio in Alba\u201c ist \u00e4u\u00dferlich eine Verbeugung vor der Kaiserin, f\u00e4chert aber bereits viele Tugenden des Genies h\u00f6rbar auf. Im MusikTheater an der Wien begeisterten einmal mehr Les Talens Lyriques \u2013 und ein Faun.\u00a0<\/p>\n<p>M\u00fctter k\u00f6nnen ganz sch\u00f6n anstrengend sein. G\u00f6ttinnen bilden da keine Ausnahme. Ascanio kann ein Lied davon singen. Er, der Sohn von Venus und Aeneas, soll die Nymphe Silvia, ebenfalls aus g\u00f6ttlichem Geschlecht, heiraten. Das zuk\u00fcnftige Paar hat sich allerdings noch nie gesehen. Mutter hat jedoch vorgesorgt und Gott Amor in Gestalt von Ascanio seit l\u00e4ngerem in Silvias Tr\u00e4ume eingeschleust. Diese, vollkommen ahnungslos, ist entsetzt, als sie erf\u00e4hrt, dass sie bald heiraten wird. Ihr Herz geh\u00f6rt doch dem unbekannten stets nachts getroffenen J\u00fcngling! Der wiederum darf sich nicht zu erkennen geben. Venus hat sich noch eine weitere Pr\u00fcfung ausgedacht. Am Ende l\u00f6st sich nat\u00fcrlich alles in Wohlgefallen auf, Ascanio f\u00e4llt Silvia in die Arme und die Menge huldigt Venus.<\/p>\n<p>Das Publikum im Jahr 1771 verstand sofort: mit der weisen, umsichtigen Mutterfigur war Maria Theresia gemeint. Der 15-j\u00e4hrige Wolfgang Amad\u00e9 Mozart, gerade aus Italien zur\u00fcckgekehrt, hatte den ehrenvollen Auftrag erhalten, f\u00fcr die Hochzeit ihres Sohnes Erzherzog Ferdinand mit Prinzessin Maria Beatrice d\u2019Este die Serenata teatrale \u201eAscanio in Alba\u201c zu komponieren. In wenigen Wochen war die Arbeit fertig und wurde am 17. Oktober 1771 in Mailand uraufgef\u00fchrt. Am Tag zuvor hatte Johann Adolf Hasse seine Festoper \u201eIl Ruggiero\u201c pr\u00e4sentiert. Laut Vater Mozart hat die Serenata des Sohnes Hasses Oper\u00a0\u201eniedergeschlagen\u201c.\u00a0<\/p>\n<p> Zum Dr\u00fcberstreuen boten Les Talens Lyriques und Christophe Rousset am Rande der sensationellen Produktion von Gassmanns \u201eL\u2019opera seria\u201c im MusikTheater an der Wien eine konzertante Auff\u00fchrung von Mozarts Fr\u00fchwerk. Immer wieder ist es lohnend, die Anf\u00e4nge zu erkunden. Sich das Ausprobieren und Experimentieren, vor allem die Instrumentierung betreffend, vor Ohren zu f\u00fchren. Das Dehnen, Weiten und \u00dcberschreiten der vorherrschenden Konventionen. Vieles l\u00e4sst sich ja bereits erahnen.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAscanio in Alba\u201c bietet idyllische Ch\u00f6re, Bravourarien und stimmungsvolle Szenerien. Die Besetzung der f\u00fcnf Solo-Partien war ausgezeichnet bis sehr gut: beginnend bei Anna El-Khashem als Silvia mit glockenhellem Sopran und anmutiger Erscheinung. Alisa Kolosova als Ascanio gefiel mit ihrem betont erdig-dunklen Mezzo. Liebling des Abends war eindeutig Eleonora Bellocci als r\u00fchriger Faun. Stimme und Ausdruck passten perfekt zur Figur. M\u00e9lissa Petit (der bekannteste Name in der Runde) punktete als edle Venus. Und Alasdair Kent als Priester Aceste sang sich zunehmend frei, um seine etwas trocken klingenden Koloraturen zu meistern. Dazu 14 Mitglieder des Arnold Schoenberg Chores. Die unterschiedlichen Positionen \u2013 vorne an der Rampe, seitlich, auf einem kleinen Podest, hinten an der Wand \u2013 reichten vollkommen aus, um den Abend r\u00e4umlich etwas zu strukturieren. Und in der Mitte das wie gewohnt mit Esprit spielende Orchester Les Talens Lyriques.\u00a0<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eAscanio in Alba\u201c ist \u00e4u\u00dferlich eine Verbeugung vor der Kaiserin, f\u00e4chert aber bereits viele Tugenden des Genies h\u00f6rbar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10339,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[46,42,147,4705,44,148],"class_list":{"0":"post-38184","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-entertainment","11":"tag-klassik","12":"tag-oesterreich","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116209810451829491","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38184\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}