{"id":382725,"date":"2026-09-08T13:39:09","date_gmt":"2026-09-08T13:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382725\/"},"modified":"2026-09-08T13:39:09","modified_gmt":"2026-09-08T13:39:09","slug":"raser-in-wels-wegen-mordversuchs-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382725\/","title":{"rendered":"Raser in Wels wegen Mordversuchs verurteilt"},"content":{"rendered":"<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/oekastatic.orf.at\/geolocator\/point\/115806\/region.svg\"\/><\/p>\n<p>Das Landesgericht Wels sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Februar auf der Welser Autobahn (A25) mit hohem Tempo direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren war. Der Mann konnte laut Anklage nur noch zur Seite springen. Die Geschworenen folgten damit der Argumentation der Staatsanwaltschaft, die von versuchtem Mord ausgegangen war.<\/p>\n<p>Die Strafe blieb unter dem gesetzlichen Mindestma\u00df. Das Gericht begr\u00fcndete das damit, dass die mildernden Umst\u00e4nde die erschwerenden \u00fcberwogen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Mit bis zu 150 km\/h in Baustelle gefahren<\/p>\n<p>Laut Anklage war der Deutsche am Abend des 9. Februar trotz Sperre in eine Baustelle auf der A25 eingefahren. Die Autobahn war wegen Markierungsarbeiten gesperrt, vor der Baustelle hatte sich ein Stau gebildet. Der Mann soll sich zwischen wartenden Autos und am Pannenstreifen vorbeigedr\u00e4ngt haben. Danach sei er trotz Stra\u00dfensperre und LED-Warnern in den Baustellenbereich gefahren.<\/p>\n<p>Dort soll der Angeklagte mit rund 150 km\/h direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren sein. Der Arbeiter k\u00e4mpfte laut Gericht bis zuletzt mit psychischen Folgen des Vorfalls.<\/p>\n<p>Danach folgte laut Staatsanwaltschaft eine rund 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Der Angeklagte soll dabei mit bis zu 240 km\/h gefahren sein und mehrfach versucht haben, Polizeiautos zu rammen. Gestoppt werden konnte er erst, als sein Fahrzeug nur noch auf der Felge unterwegs war.<\/p>\n<p>Verteidigung bestritt T\u00f6tungsvorsatz<\/p>\n<p>Der Angeklagte bekannte sich im Prozess nur teilweise schuldig. Den Vorwurf des versuchten Mordes wies er zur\u00fcck. Er habe den Bauarbeiter nicht gesehen.<\/p>\n<p>Auch sein Verteidiger rechnete zwar mit einer Verurteilung, bestritt aber einen T\u00f6tungsvorsatz. \u201eEs gibt gewisse Delikte, die lassen sich nicht wegdiskutieren\u201c, sagte der Anwalt in seinem Schlusspl\u00e4doyer. Gleichzeitig zeigte er sich \u00fcberzeugt, dass sein Mandant niemanden habe t\u00f6ten wollen.<\/p>\n<p>Psychiaterin sah keine Erkrankung<\/p>\n<p>Der Angeklagte hatte als Motiv \u201efinanziellen Stress\u201c genannt. Seine Schwester sprach hingegen von m\u00f6glichen Wahnvorstellungen und Halluzinationen.<\/p>\n<p>Die psychiatrische Sachverst\u00e4ndige Adelheid Kastner erkl\u00e4rte vor Gericht jedoch, beim Angeklagten liege keine psychische oder geistige Erkrankung vor. Er folge aber sehr zwanghaft inneren Regeln. Dazu geh\u00f6re etwa, die Eltern stolz machen zu m\u00fcssen und der Ehefrau einen bestimmten Lebensstandard zu bieten. Gleichzeitig lehne er es aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden ab, Kredite aufzunehmen. Dadurch habe sich seine finanzielle Situation versch\u00e4rft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Landesgericht Wels sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Februar auf der Welser Autobahn (A25)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382726,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[46,42,44,43,45],"class_list":["post-382725","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-at","tag-austria","tag-oesterreich","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117235703752366690","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382725"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382725\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382726"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}