{"id":382791,"date":"2026-09-08T14:17:15","date_gmt":"2026-09-08T14:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382791\/"},"modified":"2026-09-08T14:17:15","modified_gmt":"2026-09-08T14:17:15","slug":"autoraser-nach-mordversuch-in-wels-zu-fuenf-jahren-haft-verurteilt-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382791\/","title":{"rendered":"Autoraser nach Mordversuch in Wels zu f\u00fcnf Jahren Haft verurteilt \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Der geb\u00fcrtige Deutsche soll mit seinem Auto direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren sein. Das Urteil ist nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/31326a002 1.jpg\" alt=\"Symbolbild.\" width=\"588\" height=\"392\"\/><\/p>\n<p>Symbolbild.\u2003Clemens Fabry<\/p>\n<p>                    08.09.2026 um 15:38<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/google.com\/preferences\/source?q=diepresse.com\" class=\"cta cta--google\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" onclick=\"pushDatalayer({&#010;            &#039;eventCategory&#039;: &#039;menu&#039;,&#010;            &#039;event&#039;: &#039;google_pref_choice&#039;,&#010;            &#039;eventAction&#039;: &#039;choice&#039;,&#010;            &#039;eventLabel&#039;: &#039;Google Prefered Source&#039;&#010;            }, true)\"><\/p>\n<p>        Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzuf\u00fcgen.<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Ein Autoraser, der auf der Welser Autobahn (A25) eine Polizeisperre missachtet und mit 150 km\/h auf einen Bauarbeiter zugefahren sein soll, ist am Dienstag im Landesgericht Wels u.a. wegen Mordversuchs zu f\u00fcnf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskr\u00e4ftig. Das Strafma\u00df w\u00fcrde in diesem Fall eigentlich mindestens zehn Jahre betragen, es lag f\u00fcr das Gericht aber eine au\u00dferordentliche Strafmilderung vor.<\/p>\n<p>Die A25 war am Abend des 9. Februar wegen Markierungsarbeiten gesperrt, es gab mehrere hundert Meter Stau. Laut Staatsanwaltschaft habe sich der 30-j\u00e4hrige Deutsche zwischen den wartenden Autos bzw. am Pannenstreifen durchgeschl\u00e4ngelt und sei &#8211; eine Stra\u00dfensperre und LED-Warner ignorierend &#8211; in den Baustellenbereich eingefahren. Dort sei er mit 150 km\/h auf einen Arbeiter zugefahren, der in letzter Sekunde auf die Seite springen konnte. Der Vorfall zog eine 160 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei nach sich, bei der der Angeklagte mit 200 bis 240 km\/h gefahren und mehrfach versucht haben soll, Polizeiautos zu rammen. Erst als er schlie\u00dflich nur mehr auf der Felge fuhr, gelang es der Exekutive, ihn einzukesseln.<\/p>\n<p>Der Angeklagte war am Tattag aus Deutschland weggefahren. Er selbst f\u00fchrt \u201efinanziellen Stress\u201c ins Treffen. Seine Schwester stellte hingegen in den Raum, dass er Wahnvorstellungen und Halluzinationen habe. Laut der psychiatrischen Sachverst\u00e4ndigen Adelheid Kastner liegt jedoch keine psychische oder geistige Erkrankung vor. Der Angeklagte folge aber extrem zwanghaft inneren Regeln. Zu diesen z\u00e4hle etwa, dass man seine Eltern stolz machen m\u00fcsse, seiner Frau einen gewissen Lebensstandard bieten m\u00fcsse, gleichzeitig aber Vertr\u00e4ge nicht vorzeitig k\u00fcndige und aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden keinen Kredit aufnehmen d\u00fcrfe, schilderte sie. Deshalb sei er aus seinen finanziellen Problemen auch nicht herausgekommen.<\/p>\n<p>In dem Vorfall mit dem Bauarbeiter sieht die Staatsanwaltschaft einen Mordversuch. Dar\u00fcber hinaus legt sie dem Mann Widerstand gegen die Staatsgewalt, mehrfache versuchte schwere K\u00f6rperverletzung, mehrfache schwere N\u00f6tigung und Sachbesch\u00e4digung zur Last. Der Angeklagte bekannte sich nur teilweise schuldig. Einen Mordversuch stritt er ab, den Bauarbeiter, der bis heute mit den psychischen Folgen zu k\u00e4mpfen hat, habe er nicht bemerkt.<\/p>\n<p>Der Angeklagte hatte sich zum Mordversuchs nicht schuldig bekannt, war aber sonst weitgehend gest\u00e4ndig. Die Geschworenen sprachen ihn allerdings im Sinne der Anklage &#8211; also auch wegen versuchten Mordes &#8211; schuldig (6:2). Wegen des Gest\u00e4ndnisses, seiner Unbescholtenheit, weil es beim schwersten angeklagten Delikt beim Versuch geblieben ist und wegen seiner eingeschr\u00e4nkten Zurechnungsf\u00e4higkeit lagen f\u00fcr das Gericht au\u00dferordentliche Milderungsgr\u00fcnde vor, sodass der Mann f\u00fcnf Jahre ausfasste. Weder Anklage noch Verteidigung gaben eine Erkl\u00e4rung ab, das Urteil ist damit nicht rechtskr\u00e4ftig. (APA) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der geb\u00fcrtige Deutsche soll mit seinem Auto direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren sein. 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