{"id":382879,"date":"2026-09-08T15:16:13","date_gmt":"2026-09-08T15:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382879\/"},"modified":"2026-09-08T15:16:13","modified_gmt":"2026-09-08T15:16:13","slug":"baby-misshandelt-eltern-in-wien-trotzdem-freigesprochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/382879\/","title":{"rendered":"Baby misshandelt, Eltern in Wien trotzdem freigesprochen"},"content":{"rendered":"<p>\n        Obwohl die Richterin keinen Zweifel hatte, dass ein im Oktober 2024 geborenes Baby zumindest von einem Elternteil mehrfach schwer misshandelt wurde, sind der Vater und die Mutter des M\u00e4dchens am Dienstag in einer fortgesetzten Verhandlung am Wiener Landesgericht rechtskr\u00e4ftig vom Vorwurf der schweren K\u00f6rperverletzung freigesprochen worden. &#8222;Einer von ihnen beiden war&#8217;s&#8220;, sagte die Richterin am Ende der Verhandlung. Die T\u00e4terschaft lie\u00dfe sich aber nicht feststellen.\n      <\/p>\n<p>\n        08. 09. 2026,  13:46\u00a0Uhr<br \/>\n        Lesedauer:         1 Minute<\/p>\n<p>Die Anklage hatte im 39-j\u00e4hrigen Vater den unmittelbaren T\u00e4ter und in der 30-j\u00e4hrigen Mutter die Beitragst\u00e4terin vermutet, die nichts gegen die \u00dcbergriffe ihres Partners unternommen habe. Dem wenige Monate alten Baby waren zumindest zweimal die Beine verdreht worden, was multiple Knochenbr\u00fcche zur Folge hatte. Der Gerichtsmediziner sprach in der heutigen Verhandlung von &#8222;Rotier- und Schleuderbewegungen&#8220;. Die &#8222;gewaltsame Fremdeinwirkung&#8220; h\u00e4tte ohne Zweifel die schmerzhaften Frakturen bewirkt.<\/p>\n<p>Wie schon beim Verhandlungsauftakt Ende Mai beteuerten beide Elternteile, ihrem Kind nichts angetan zu haben, und sie die Verletzungen nicht erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Er sei &#8222;definitiv unschuldig&#8220;, bekr\u00e4ftigte der Vater: &#8222;Der Vorwurf allein ist schon skandal\u00f6s.&#8220; Die Mutter gab an, sie habe &#8222;daf\u00fcr gesorgt, dass es meinem Kind gut geht.&#8220;<\/p>\n<p>Eltern lernten sich w\u00e4hrend Freigang kennen<\/p>\n<p>Die beiden hatten sich w\u00e4hrend eines Freigangs des Mannes kennengelernt, dessen Strafregister insgesamt vier Verurteilungen wegen verschiedener Gewaltdelikte aufweist. Er sa\u00df zuletzt bis M\u00e4rz 2025 in einer Justizanstalt eine l\u00e4ngere Freiheitsstrafe ab. Das Kind zeugte er w\u00e4hrend eines Hafturlaubs bzw. Freigangs, bei der Geburt durfte er mit Genehmigung der Justizanstalt dabei sein. Ab Herbst 2024 verbrachte er monatlich drei von vier Wochenenden bei seiner Partnerin, an den Sonntagabenden r\u00fcckte er dann wieder im Gef\u00e4ngnis ein.<\/p>\n<p>Die Anklage ging davon aus, dass es jeweils an Wochenenden zu den gegen das Baby gerichteten Gewaltt\u00e4tigkeiten gekommen war. Mitte Februar 2025 begab sich die Mutter mit dem Kleinkind zu einem Kinderarzt, der das Baby sofort in ein Spital \u00fcberstellte. Dort wurden eine frische Verletzung am Schienbein, Striemen an den Innenseiten beider Beine und eine vom Sprunggelenk bis zum gro\u00dfen Zeh reichende Blutunterlaufung am rechten Fu\u00df festgestellt. Daneben konnten die \u00c4rzte \u00e4ltere Verletzungen nachweisen: einen Bruch am linken Schienbeinschaft, Eckfrakturen an beiden Schienbeinen und Schaftbr\u00fcche an der rechten Elle und Speiche.<\/p>\n<p>Ganz ungeschoren kam der 39-J\u00e4hrige doch nicht davon. Wegen einer gegen seine damalige Partnerin gerichteten Gewaltt\u00e4tigkeit &#8211; er hatte ihr eine kr\u00e4ftige Ohrfeige versetzt &#8211; kassierte er neun Monate unbedingt. Diese Entscheidung ist ebenfalls rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>Kind lebt jetzt bei Pflegeeltern<\/p>\n<p>Das Paar hat sich mittlerweile getrennt. Das mittlerweile fast zweij\u00e4hrige M\u00e4dchen lebt bei Pflegeeltern. Wie Gerichtsmediziner Christoph Reisinger darlegte, hat sich das Kind von den erlittenen Verletzungen zumindest in physischer Hinsicht den Umst\u00e4nden entsprechend erholt: &#8222;Schwere Dauerfolgen liegen nicht vor und sind auch in Zukunft nicht zu erwarten.&#8220;<\/p>\n<p>(Quelle: APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Obwohl die Richterin keinen Zweifel hatte, dass ein im Oktober 2024 geborenes Baby zumindest von einem Elternteil mehrfach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":382880,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[46,42,44,43,45],"class_list":["post-382879","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-at","tag-austria","tag-oesterreich","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117236084512400930","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=382879"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/382879\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/382880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=382879"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=382879"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=382879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}