{"id":383661,"date":"2026-09-09T00:07:32","date_gmt":"2026-09-09T00:07:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/383661\/"},"modified":"2026-09-09T00:07:32","modified_gmt":"2026-09-09T00:07:32","slug":"25-jahre-jung-das-leopold-museum-laedt-am-20-september-zum-tag-der-offenen-tuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/383661\/","title":{"rendered":"25 Jahre jung: Das Leopold Museum l\u00e4dt am 20. September zum Tag der offenen T\u00fcr"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. September 2001, einem Donnerstag vor 25 Jahren, fand in Wien die mit gro\u00dfer Spannung erwartete Er\u00f6ffnung des Leopold Museum statt, in dem seither die au\u00dfergew\u00f6hnliche Sammlung Leopold der \u00d6ffentlichkeit dauerhaft pr\u00e4sentiert wird. Ein Vierteljahrhundert und neun Millionen Besucher*innen sp\u00e4ter l\u00e4dt Hans-Peter Wipplinger, seit 11 Jahren Direktor der besucherst\u00e4rksten Institution im Wiener MuseumsQuartier (MQ), gemeinsam mit dem kaufm\u00e4nnischen Direktor Moritz Stipsicz, am Sonntag, dem 20. September 2026, zum Tag der offenen T\u00fcr. Das Museum ist an diesem \u201eTag f\u00fcr alle\u201c bei freiem Eintritt f\u00fcr Besucher*innen von 10 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet! Zwischen 11 und 16 Uhr finden st\u00fcndlich kostenlose Highlight-F\u00fchrungen zur permanenten Pr\u00e4sentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne statt. Unter dem Motto Lebensgeschichten &amp; Lieblingswerke beleuchten die Touren Episoden aus dem Leben des Kunstsammlers Rudolf Leopold (1925-2010) und geben Einblicke in die Sammlung, ihre Geschichten und deren Meisterwerke von Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka u.v.a.<\/p>\n<p>Das Leopold Museum und die Sammlung Leopold<\/p>\n<p>Im Jahr 1994 wurde mit der Gr\u00fcndung der Leopold Museum-Privatstiftung der Fortbestand der bedeutendsten \u00f6sterreichischen Privatsammlung zur Wiener Moderne gesichert. In diesem besonderen Augenblick der \u00f6sterreichischen Kunst- und Kulturgeschichte einigte sich das Sammlerpaar Rudolf und Elisabeth Leopold mit der Republik \u00d6sterreich, die Kollektion zu erhalten und ein eigenes Museumsgeb\u00e4ude daf\u00fcr zu errichten. Der durch den Bund finanzierte Neubau, ein beeindruckender Kubus aus wei\u00dfem Muschelkalk, wurde an prominenter Stelle \u2013 im Innenhof der ehemaligen Hofstallungen Johann Bernhard Fischer von Erlachs \u2013 als zentraler Anziehungspunkt des MQ von den Architekten Laurids und Manfred Ortner realisiert. Der leidenschaftliche Sammler Rudolf Leopold hatte seit den 1950er-Jahren, in nur vier Jahrzehnten, mehr als 5.200 Werke zusammengetragen und den qualitativ besten und quantitativ gr\u00f6\u00dften Bestand zur Kunst der Wiener Moderne in Privatbesitz in einer einzigartigen Zusammenstellung vereint.<\/p>\n<p>\u201eIn Zeiten fl\u00fcchtiger Informationen und verg\u00e4nglicher Bildreize m\u00f6chte das Leopold Museum mehr denn je ein Ort des Innehaltens und der konzentrierten Betrachtung sein. Die Lebensleistung des Vision\u00e4rs Rudolf Leopold als Sammler erm\u00f6glicht es beim Rundgang durch das Museum auf eine sinnliche und geistige Erkundungsreise zu gehen, historische, soziokulturelle oder auch philosophische Kontexte wahrzunehmen und im pers\u00f6nlichen Erleben Kunst als facettenreichen Zugang zur Welt zu erfahren. Darin liegt das gro\u00dfe Potenzial musealen Arbeitens f\u00fcr das einzelne Individuum sowie f\u00fcr die Gesellschaft.\u201c<br \/>Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museum<\/p>\n<p>Den Kern der Kollektion bildet die Kunst der \u00f6sterreichischen Moderne. Schwerpunkte der Sammlungst\u00e4tigkeit Rudolf Leopolds waren das Kunstschaffen in Wien um 1900 und die Kunst des \u00f6sterreichischen Expressionismus. Im Rahmen der Dauerausstellung Wien 1900. Aufbruch in die Moderne werden die weltweit umfangreichsten K\u00fcnstlerpr\u00e4sentationen zu Gustav Klimt und Oskar Kokoschka gezeigt. Von Secessionsmitbegr\u00fcnder Klimt beherbergt das Leopold Museum 387 Werke, darunter 25 Gem\u00e4lde. Zu den herausragenden Werken z\u00e4hlen die Allegorie Tod und Leben (1910\/11, umgearbeitet 1912\/13 und 1915\/16) und zahlreiche Attersee-Landschaften, so etwa das, 1900 entstandene, ikonische Gem\u00e4lde Am Attersee. Auch die weltweit umfassendste museale Dauerpr\u00e4sentation mit Werken Kokoschkas befindet sich mittlerweile im Leopold Museum. Weltgeltung besitzt das Museum vor allem auch aufgrund seiner \u2013 mit rund 300 Werken, darunter 48 Gem\u00e4lde \u2013 gr\u00f6\u00dften und bedeutendsten Egon Schiele-Sammlung sowie der gr\u00f6\u00dften Sammlung an Werken des Expressionisten Richard Gerstl.<\/p>\n<p>\u201eMit unserer permanenten Pr\u00e4sentation Wien 1900 ist es uns gelungen, eine einzigartige Erlebniswelt zu schaffen, die die Besucher*innen in die Atmosph\u00e4re dieser pulsierenden Zeit eintauchen l\u00e4sst. In Wien um 1900 entfaltete sich ein Pluralismus der Gegens\u00e4tze aus Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Symbolismus und Selbstbefragung. Wien war das Ideenlaboratorium des beginnenden 20. Jahrhunderts und zentraler Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung.\u201c <br \/>Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Eine besondere St\u00e4rke der Wien 1900-Pr\u00e4sentation liegt darin, dass sie, \u00fcber Gem\u00e4lde und Grafik hinaus, auch erlesene kunstgewerbliche Objekte \u2013 u.a. der Wiener Werkst\u00e4tte \u2013, Fotografien, Autografen, Musikbeitr\u00e4ge, Archivmaterial und vieles mehr umfasst. Auch die Kunst des 19. Jahrhunderts \u2013 vom Biedermeier bis zum Stimmungsimpressionismus \u2013 mit Werken von Ferdinand Georg Waldm\u00fcller bis Emil Jakob Schindler, fand Eingang in die Kollektion Rudolf Leopolds und wird regelm\u00e4\u00dfig in Sonderausstellungen vorgestellt.<\/p>\n<p>Erweiterung der Sammlung<\/p>\n<p>Heute umfasst die Sammlung des Leopold Museum bereits rund 9000 Objekte, dazu kommen zahlreiche Dauerleihgaben. Die Erweiterung der Sammlung ist eine der wesentlichen Aufgaben des Museums. Der Ausbau des Bestandes zielt darauf ab, die Sammlungsschwerpunkte \u00fcber den Kernbestand hinaus zu vertiefen, wobei das Konzept des Leopold Museum den Intentionen des Sammlungsgr\u00fcnders Rudolf Leopold folgt und ein Vertiefen des Verst\u00e4ndnisses der Kollektion anstrebt. Der Ausbau der eigenen Sammlung konnte in den letzten Jahren auf mehrfache Weise vorangetrieben werden: durch m\u00e4zenatische Schenkungen einzelner Werke, etwa von Gustav Klimt, Hans Makart, Paula Modersohn-Becker oder Max Oppenheimer, durch den Erwerb ganzer Sammlungskonvolute sowie durch punktuelle Ank\u00e4ufe. Neu erworbene Sammlungsobjekte und Dauerleihgaben bereichern die Dauerpr\u00e4sentation, so u.a. in Form internationaler Beispiele der Avantgarde der Moderne, besonders aus dem Bereich des Symbolismus, des Jugendstils und des Expressionismus, welche die Werke der \u00f6sterreichischen Kunst in einen internationalen Kontext setzen.<\/p>\n<p>Ausstellungen von Klimt bis Schiele, von Hodler bis Hundertwasser<\/p>\n<p>Mit bisher mehr als 140 Ausstellungen kontextualisiert das Leopold Museum die Inhalte der Sammlung und bringt die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts einem breiten Publikum nahe. Monographische Ausstellungen \u2013 u.a. Klimt pers\u00f6nlich (2012), Ferdinand Hodler. Wahlverwandschaften von Klimt bis Schiele (2017), Egon Schiele. Die Jubil\u00e4umsschau (2018), Gustav Klimt. Jahrhundertk\u00fcnstler (2018), Oskar Kokoschka. Expressionist, Migrant, Europ\u00e4er (2019), Richard Gerstl. Inspiration \u2013 Verm\u00e4chtnis (2019), Max Oppenheimer. Expressionist der ersten Stunde und Gabriele M\u00fcnter (2023\/24), Zeiten des Umbruchs. Egon Schieles letzte Jahre (2025) oder Gustave Courbet. Realist und Rebell (2026) finden sich ebenso wie Themenausstellungen, so etwa Die nackte Wahrheit. Klimt, Schiele, Kokoschka und andere Skandale (2005), nackte m\u00e4nner. von 1800 bis heute (2012), Fremde G\u00f6tter. Faszination Afrika und Ozeanien (2016), Hagenbund. Von der gem\u00e4\u00dfigten zur radikalen Moderne (2023), Biedermeier. Eine Epoche im Aufbruch (2024), Glanz und Elend. Neue Sachlichkeit in Deutschland (2024) oder Verborgene Moderne. Faszination des Okkulten um 1900 (2025). Ein weiterer Fokus liegt auf der Pr\u00e4sentation von Privat- und Unternehmenssammlungen. So wurden u.a. Meisterwerke der Fondation Beyeler in der Ausstellung C\u00e9zanne \u2013 Picasso \u2013 Giacometti (2010) gezeigt und mit WOW! (2019) die Heidi Horten Collection erstmals pr\u00e4sentiert. Gezeigt wurde Die Sammlung Schedlmayer. Eine Entdeckung! (2021), und mit AMAZING! (2023) ein Querschnitt durch die Sammlung W\u00fcrth. Ausstellungen widmeten sich dar\u00fcber hinaus den Sammlungen der Vienna Insurance Group (Unknown Familiars, 2024) oder aktuell die Schau Premiere! (2026) aus der Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank. Ein besonderes Augenmerk des Museums liegt auf der Skulptur. Pr\u00e4sentiert wurden bedeutende Bildhauer wie Alberto Giacometti in der Schau Pionier der Moderne (2014), Wilhelm Lehmbruck (2016) in einer gro\u00dfen Retrospektive, Joannis Avramidis oder Im Dialog mit C\u00e9zanne, Giacometti, Picasso, Rodin &#8230; der \u00f6sterreichische Bildhauer Josef Pillhofer (2021). Spannungsreiche Dialogausstellungen pr\u00e4sentierte das Museum mit K\u00f6stlich! K\u00f6stlich? zu Carl Spitzweg und Erwin Wurm (2017), mit Imagine Tomorrow zu Friedensreich Hundertwasser und Egon Schiele (2020) und aktuell mit Archetypen des Figuralen zu Herbert Boeckl und Hans Josephsohn. Auch der Fotografie wird Raum geboten: Ausstellungen widmeten sich Madame d\u2019Ora und Moriz N\u00e4hr (2018), dem Thema Gesch\u00e4fte mit Kopien (2022) und heuer im Sp\u00e4therbst mit \u2013 Neu. Sachlich \u2013 der Fotografie der 1920er- und 1930er-Jahre in Deutschland und \u00d6sterreich. Arbeiten zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler*innen werden punktuell in eigenen Ausstellungen oder als kontextuelle Erg\u00e4nzungen von Ausstellungen pr\u00e4sentiert (Tracey Emin \u2013 Egon Schiele, Berlinde de Bruyckere. Suture, Schiele \u2013 Brus \u2013 Palme, Yan Pei-Ming u.v.m.). Umfassende Sammlungspr\u00e4sentationen im Ausland fanden in Europa u.a. in Athen, Mailand und Budapest und zuletzt in Ostasien, in Japan und Korea statt. Im kommenden Jahr reisen rund 100 Exponate der Sammlung erstmals in Italiens Hauptstadt Rom.<\/p>\n<p>Publikation zu 25 Jahre Leopold Museum<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 25-Jahre-Jubil\u00e4ums ist eine zweisprachige Publikation (DE\/EN) erschienen: Leopold Museum. 2001\u20132026, herausgegeben von Hans-Peter Wipplinger, mit Beitr\u00e4gen u.a. von Stefan Kutzenberger, Alexandra Matzner, Lena Scholz und Hans-Peter Wipplinger, erh\u00e4ltlich um EUR 19,90 im Shop des Leopold Museum.<\/p>\n<p>25 JAHRE. EIN TAG F\u00dcR ALLE<br \/>TAG DER OFFENEN T\u00dcR IM LEOPOLD MUSEUM<br \/>20. SEPTEMBER 2026, 10 \u2013 18 Uhr<\/p>\n<p>Entdecken. Staunen. Gestalten<br \/>Ein Tag f\u00fcr die ganze Familie<br \/>Freier Eintritt, kostenlose F\u00fchrungen &amp; LEO Kinderatelier<\/p>\n<p>Ornamentwerkstatt<br \/>Workshops im LEO-Kinderatelier<br \/>F\u00fcr Kinder von 6 bis 12 Jahren und ihre Begleiter*innen<br \/>13 bis 17 Uhr<br \/>Anmeldung vor Ort. Atelierbesuch ohne F\u00fchrung<\/p>\n<p>Lebensgeschichten &amp; Lieblingswerke<br \/>Highlight-F\u00fchrungen zur permanenten Pr\u00e4sentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne<br \/>Beginn: St\u00fcndlich von 11 bis 16 Uhr<br \/>Anmeldung vor Ort. Dauer: jeweils 50 Min.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.leopoldmuseum.org\/25-jahre\/de\">Link zur 25 Jahre Leopold Museum Webpage<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.leopoldmuseum.org\/de\/besuch\/programm\/1191\/7635\">Das vollst\u00e4ndige Programm zu \u201e25 Jahre Leopold Museum. Ein Tag f\u00fcr alle\u201c<\/a><\/p>\n<p>Aktuelle Ausstellungen im Leopold Museum:<\/p>\n<p>Wien 1900. Aufbruch in die Moderne (permanente Pr\u00e4sentation)<br \/>Ein Sommer mit Klimt (im Rahmen von Wien 1900)<br \/>Meisterwerke der Wiener Moderne von Gustav Klimt, Egon Schiele und Richard Gerstl aus der Stiftung Sammlung Kamm in Zug, Schweiz.<br \/>Herbert Boeckl \/ Hans Josephsohn. Archetypen des Figuralen (bis 10.01.27)<br \/>Premiere! Die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank (bis 11.10.26)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 20. 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