{"id":384367,"date":"2026-09-09T08:50:08","date_gmt":"2026-09-09T08:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/384367\/"},"modified":"2026-09-09T08:50:08","modified_gmt":"2026-09-09T08:50:08","slug":"google-suche-in-europa-echtzeit-preise-fuer-hotels-und-fluege-fallen-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/384367\/","title":{"rendered":"Google-Suche in Europa: Echtzeit-Preise f\u00fcr Hotels und Fl\u00fcge fallen weg"},"content":{"rendered":"<p>  <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns=\" http:=\"\" width=\"696px\" height=\"391px\" viewbox=\"0 0 696 391\" x=\"0\" y=\"0\" fill=\"%23f2f2f2\" alt=\"Google-Schriftzug an einer Glasfassade eines B\u00fcrogeb\u00e4udes.\" style=\"aspect-ratio: 16 \/ 9; object-fit: cover;\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Tada Images\/Shutterstock.com)\n    <\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Wegen des Digital Markets Act baut Google die Reisesuche in der EU massiv um. Direkt-Preise verschwinden, Vermittler r\u00fccken nach oben.<\/p>\n<p>Google ist in Europa die Suchmaschine mit dem gr\u00f6\u00dften Marktanteil. Wer hier nach einem Hotel oder Flug sucht, wurde bislang mit Echtzeitpreisen und anderen Funktionen von Google begl\u00fcckt. Doch das \u00e4ndert der Konzern jetzt f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Anlass ist <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/en\/news\/commission-fines-google-eu890-million-breaches-digital-markets-act\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">zwei Strafen von insgesamt 890 Millionen Euro<\/a> (460 Mio. Euro f\u00fcr Google Search, 430 Mio. Euro f\u00fcr Google Play), welche die EU-Kommission am 23. Juli 2026 wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen den Digital Markets Act (DMA) verh\u00e4ngt hatte, wie Reuters <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/google-warns-lower-quality-it-revamps-europe-search-results-avoid-eu-fines-2026-09-08\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>. Jetzt verschwinden also Funktionen wie Echtzeit-Preise und Sofort-Verf\u00fcgbarkeiten f\u00fcr Hotels oder Fl\u00fcge aus der Google-Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Der Konzern selbst spricht von der gr\u00f6\u00dften Verschlechterung der Servicequalit\u00e4t in der 28-j\u00e4hrigen Geschichte der Suchmaschine.<\/p>\n<p>Nick Fox, Senior Vice President f\u00fcr &#8222;Knowledge &amp; Information&#8220;, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber Reuters, die \u00c4nderungen w\u00fcrden &#8222;das Nutzererlebnis f\u00fcr Europ\u00e4er&#8220; verschlechtern und &#8222;Online-Vermittler auf Kosten lokaler Unternehmen&#8220; beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Vermittler oben, lokale Betriebe unten<\/p>\n<p>Wer jetzt eine Reise plant und daf\u00fcr mit Google recherchiert, bekommt an erster Stelle spezialisierte Onlinedienste angezeigt, etwa ein Online-Reiseb\u00fcro wie Expedia oder ein Portal wie Booking.com.<\/p>\n<p>Darunter folgen zwei weitere Vergleichsanbieter mit weniger Details. Das bisherige Karussell mit Hotels, Airlines oder Restaurants rutscht weiter nach unten und zeigt keine Live-Preise mehr an. Die Rangfolge bestimmt weiterhin Googles Suchalgorithmus, wie der Konzern <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Groesste-Verschlechterung-seit-29-Jahren-Google-passt-fuer-Europa-die-Suche-an-11446040.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in einer Dokumentation der \u00c4nderungen<\/a> erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>F\u00fcr Nutzer bedeutet das: Statt direkt aus den Suchergebnissen heraus Preise zu vergleichen und zu buchen, m\u00fcssen sie sich erst durch Vermittlerseiten klicken. Aus Sicht von Google schm\u00e4lert das die Zufriedenheit der europ\u00e4ischen Nutzer, unter anderem, weil Suchanfragen h\u00e4ufiger neu formuliert werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Googles Zahlen ohne unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfung<\/p>\n<p>Der Konzern untermauert seine Kritik an den EU-Vorgaben mit eigenen Erhebungen. Fr\u00fchere DMA-Anpassungen h\u00e4tten bereits zu einem R\u00fcckgang des kostenlosen Direkt-Traffics bei europ\u00e4ischen Unternehmen um 30 Prozent gef\u00fchrt. Die neuen \u00c4nderungen d\u00fcrften diesen Trend verst\u00e4rken, so Google.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen lassen sich diese Angaben allerdings nicht \u2013 sie stammen ausschlie\u00dflich aus internen Daten des Konzerns, wie Ars Technica <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/gadgets\/2026\/09\/google-says-europe-is-making-it-roll-out-degraded-travel-search-results\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">anmerkte<\/a>.<\/p>\n<p>11,3 Milliarden Euro an EU-Kartellstrafen<\/p>\n<p>Google setzt die \u00c4nderungen unter erheblichem finanziellem Druck um. Die EU-Kommission hatte dem Unternehmen nach der Juli-Strafe 60 Tage zur Umsetzung einger\u00e4umt. Bei Nichteinhaltung drohen periodische Zwangsgelder von bis zu 5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.<\/p>\n<p>Insgesamt summieren sich Googles EU-Strafen aus Kartell- und DMA-Verfahren \u00fcber knapp zwei Jahrzehnte auf rund 11,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die harte Gangart der europ\u00e4ischen Wettbewerbsh\u00fcter sorgt auch f\u00fcr transatlantische Spannungen. US-Pr\u00e4sident Donald Trump drohte bereits mit einer Untersuchung gegen die EU wegen der Strafen gegen amerikanische Tech-Konzerne.<\/p>\n<p>Aus Br\u00fcssel hei\u00dft es dagegen, Suchmaschinen m\u00fcssten &#8222;transparente, faire und diskriminierungsfreie Bedingungen&#8220; beim Ranking anwenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Bild:\u00a0Tada Images\/Shutterstock.com) Wegen des Digital Markets Act baut Google die Reisesuche in der EU massiv um. 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