{"id":38496,"date":"2026-03-11T12:22:17","date_gmt":"2026-03-11T12:22:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/38496\/"},"modified":"2026-03-11T12:22:17","modified_gmt":"2026-03-11T12:22:17","slug":"europa-braucht-jaehrlich-650-000-neue-wohnungen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/38496\/","title":{"rendered":"Europa braucht j\u00e4hrlich 650.000 neue Wohnungen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem europ\u00e4ischen Immobilienmarkt stand 2024 und 2025 eine Assetklasse ganz oben auf der Einkaufsliste der Anleger: Wohnen. Nach 42 Milliarden Euro 2024, flossen im Vorjahr 53 Milliarden Euro in den Sektor. Auch im laufenden Jahr wird sich an dieser Tendenz voraussichtlich nichts \u00e4ndern, wie aktuelle Umfragen zeigen.<\/p>\n<p>\u201eHousing Matters!\u201c ist auch bei der Immobilienmesse Mipim 2026 ein Schwerpunkt \u2013 zum dritten Mal in Folge. Ziel sei es, Investoren, Entwickler, Planer, Beh\u00f6rden und Experten f\u00fcr urbane Entwicklung zusammenzubringen, betonen die Veranstalter. \u201eEs geht sowohl um kurzfristige Notlagen als auch um die langfristige Entwicklung urbaner R\u00e4ume\u201c, brachte es Nicolas Kozoubek, Mipim-Direktor 2025, bei seiner Er\u00f6ffnungsrede im Vorjahr auf den Punkt. Das betreffe Entscheidungen von heute, um Visionen f\u00fcr morgen zu entwickeln. <\/p>\n<p>Auch aus \u00d6sterreich sind zahlreiche Planer und Entwickler vor Ort, etwa das B\u00fcro Baumschlager Eberle. \u201eIm Wohnbau entscheidet sich, ob Architektur \u00fcber Jahrzehnte hinweg tr\u00e4gt\u201c, setzt CEO Elmar Hasler auf Dekarbonisierung, ressourcenschonende Bauweise und langfristige Nutzungsqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen sind dringend notwendig, denn die Zahlen sind ern\u00fcchternd: Laut EU-Kommission stiegen Wohnimmobilienpreise zwischen 2013 und 2024 EU-weit um 60 Prozent. Und damit st\u00e4rker als die Haushaltseinkommen. Gleichzeitig verteuerten sich die Mietpreise im Durchschnitt um 20 Prozent. Interessant: In Europa gibt es keine einheitliche gesetzliche Definition f\u00fcr den Begriff \u201eleistbares Wohnen\u201c. Laut einer Studie des Immobiliendienstleisters <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/jll\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" matters=\"\" europa=\"\" braucht=\"\" j=\"\" neue=\"\" wohnungen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jones Lang LaSalle<\/a> aus dem Jahr 2024 (European Affordable Housing Investment Potential) liegt Leistbarkeit dann vor, wenn die Wohnkosten nicht mehr als 30 bis 35 Prozent des Einkommens ausmachen.<\/p>\n<p>Europaweit kann das Angebot an leistbarem Wohnraum die Nachfrage nicht abdecken \u2013 vor allem in den St\u00e4dten. Laut EU-Kommission m\u00fcssten im kommenden Jahrzehnt j\u00e4hrlich rund 650.000 Wohnungen neu gebaut werden, um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen. Zus\u00e4tzlich zum Angebotsniveau von etwa 1,6 Millionen Einheiten pro Jahr, wohlgemerkt. <\/p>\n<p>In \u00d6sterreich haben gemeinn\u00fctzige Wohnbautr\u00e4ger 2025 laut Sch\u00e4tzungen 11.400 neue Wohnungen fertiggestellt (2024: 13.690). Das liegt ein Drittel unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (16.470), wie aus der Statistik 2025 des \u00d6sterreichischen Verbands gemeinn\u00fctziger Bauvereinigungen (GBV) hervorgeht.<\/p>\n<p>Prek\u00e4r ist die Lage in Wien: \u201eDie Zahl der Baubewilligungen ging seit 2019 um 60 Prozent zur\u00fcck, die Fertigungszahlen haben sich binnen vier Jahren halbiert\u201c, hielt Karina Schunker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der EHL Wohnen, k\u00fcrzlich bei einer Pressekonferenz fest. \u201e40.000 neue Wohnungen w\u00e4ren in Wien in den n\u00e4chsten drei Jahren erforderlich.\u201c Angesichts des europaweiten Investitionsbedarfs werden nur gemeinsame Anstrengungen von Staat und Privatinvestoren die Wohnkrise l\u00f6sen k\u00f6nnen. Hoffnung macht der \u201eAffordable Housing Plan\u201c, den die EU-Kommission im Dezember vorgestellt hat. <\/p>\n<p>Institutionelle Anleger spielen aktuell noch eine untergeordnete Rolle im Bereich \u201eleistbares Wohnen\u201c. Auch aufgrund von Vorbehalten gegen\u00fcber der \u201eFinanzialisierung\u201c von Wohnraum, also der Renditeorientierung bei einem sensiblen Thema. Laut JLL-Studie lag hier der Anteil von Pensionsfonds, Versicherungen und Immobilienfonds 2024 bei nicht mehr als 0,3 Prozent. Dennoch hat das Engagement dieser Anlegergruppe zugenommen \u2013 nicht zuletzt wegen des ESG-Kriteriums \u201eSoziales\u201c bei institutionellen Investitionen. Vergleichsweise stark sind in dem Bereich Institutionelle in Gro\u00dfbritannien und den Niederlanden engagiert.<\/p>\n<p>Zu den Fonds, in denen europaweit rund 14 Milliarden Euro geparkt sind, z\u00e4hlt auch der Patrizia Sustainable Communities Fund. Dieser verfolgt eine Impact-Investing-Strategie f\u00fcr erschwinglichen Wohnraum. Wie die Fondsmanagerin Marleen Bekkers erkl\u00e4rt, konzentriert man sich auf die gro\u00dfe Gruppe jener, die \u201ezwischen denjenigen steht, die Bedarf an einer Sozialwohnung haben und jenen, die sich Miete oder Hypothek f\u00fcr ein eigenes Zuhause leisten k\u00f6nnen\u201c. F\u00fcr genau diese Menschen schaffe man Wohnungen, mit einem Fokus auf \u201esystemrelevante Personen, die in der N\u00e4he ihres Jobs nichts Geeignetes finden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf dem europ\u00e4ischen Immobilienmarkt stand 2024 und 2025 eine Assetklasse ganz oben auf der Einkaufsliste der Anleger: Wohnen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38497,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,9178],"class_list":{"0":"post-38496","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-wohnbau"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116210522750446752","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38496"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38496\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}