{"id":384969,"date":"2026-09-09T14:44:07","date_gmt":"2026-09-09T14:44:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/384969\/"},"modified":"2026-09-09T14:44:07","modified_gmt":"2026-09-09T14:44:07","slug":"der-kitschigste-aller-impressionisten-monopol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/384969\/","title":{"rendered":"&#8222;Der kitschigste aller Impressionisten&#8220; | Monopol"},"content":{"rendered":"<p>Hass auf Renoir, Proteste zur Er\u00f6ffnung der Otto-M\u00fchl-Retrospektive in Wien und das Problem bei den Baupl\u00e4nen f\u00fcrs Br\u00fccke-Museum: Das ist unsere Medienschau am Mittwoch<\/p>\n<p>Ausstellungen<\/p>\n<p>Olga Kronsteiner berichtet <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000338981\/paedokrimineller-straftaeter-proteste-begleiten-muehl-retrospektive\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im &#8222;Standard&#8220;<\/a> \u00fcber Proteste zur Er\u00f6ffnung der Otto-M\u00fchl-Retrospektive &#8222;Kunst am Abgrund&#8220; im Wiener Aktionismus Museum. K\u00fcnstlerinnen, K\u00fcnstler und Kulturarbeiter warfen dem Museum vor, M\u00fchls Kunst nicht von seinem autorit\u00e4ren System und dem dokumentierten psychischen und sexuellen Missbrauch zu trennen. Museumsdirektor Klaus Albrecht Schr\u00f6der verteidigte die Ausstellung mit dem Argument, Kunst werde hier &#8222;nicht als Illustration&#8220; der Biografie oder als &#8222;Beweismittel seiner Straftaten&#8220; gezeigt. Zugleich wurde bekannt, dass Sammlungsleiterin Julia M\u00f6bus-Puck das Museum Ende November verl\u00e4sst. Kronsteiner beschreibt Schr\u00f6ders Umgang mit Fragen nach der fehlenden Kontextualisierung als zunehmend gereizt. Die Ausstellung umfasst 150 Werke und reicht von den fr\u00fchen 1960er-Jahren bis zu M\u00fchls Verhaftung und Verurteilung 1990.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article6a8ff85314f40f555e0a3403\/maurizio-cattelan-das-brandenburger-tor-ist-der-eingang-zur-hoelle.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">In der &#8222;Welt&#8220;<\/a> bespricht Marcus Woeller Maurizio Cattelans Einzelausstellung &#8222;Night&#8220; in der Neuen Nationalgalerie Berlin. Anders als erwartet, so Woeller, verzichten Direktor Klaus Biesenbach und Kuratorin Lisa Botti bewusst auf Cattelans bekannteste Skandalwerke wie die Banane. Stattdessen dominiere ein aus Lindenholz gefertigtes Brandenburger Tor im Ma\u00dfstab 1:5 mit dem Titel &#8222;Purgatory&#8220; den Eingang, gefolgt von der kniend-kindlichen Hitler-Figur &#8222;Him&#8220;. Woeller beschreibt zudem die makaberste Arbeit der Schau: einen unscheinbaren roten Feuerl\u00f6scher, der tats\u00e4chlich als Urne mit der Asche eines verstorbenen Freundes Cattelans dient. Die Schau sei unmittelbar zug\u00e4nglich und d\u00fcrfte ein Publikumserfolg werden, ihre &#8222;plakative Doppelb\u00f6digkeit&#8220; drohe sich allerdings schnell zu ersch\u00f6pfen. Der K\u00fcnstler ben\u00f6tige den Preis der Nationalgalerie nicht, an den die Ausstellung gekn\u00fcpft ist, aber &#8222;offensichtlich braucht ihn die Neue Nationalgalerie, um sichtbarer zu werden&#8220;.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Malerei<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/artanddesign\/2026\/sep\/08\/why-would-anyone-bother-stealing-a-renoir-boris-johnson\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Im &#8222;Guardian&#8220;<\/a> fragt sich Eddy Frankel nach dem <a href=\"https:\/\/www.monopol-magazin.de\/vier-gemaelde-aus-renoir-museum-entwendet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diebstahl zweier Werke aus dem Renoir-Museum<\/a> in Cagnes-sur-Mer, warum \u00fcberhaupt jemand Renoir-Gem\u00e4lde erbeuten wolle. Frankel beschreibt den Maler sp\u00f6ttisch als den &#8222;kitschigsten aller Impressionisten&#8220; und verweist darauf, dass bereits Zeitgenossen wie Manet dachten, er sei &#8222;wertlos&#8220;. W\u00e4hrend K\u00fcnstler wie Monet oder C\u00e9zanne als Revolution\u00e4re gefeiert w\u00fcrden, gelte Renoir vielen heute als der &#8222;am meisten gehasste&#8220; Maler der Gruppe. Die Einzigartigkeit des Vorfalls bringt Frankel gewohnt s\u00fcffisant auf den Punkt: Dass die Diebe auf der Flucht zwei der vier entwendeten Bilder einfach zur\u00fccklie\u00dfen, sei die pr\u00e4gnanteste Kunstkritik \u00fcberhaupt. <a href=\"https:\/\/news.artnet.com\/art-world\/renoir-sucks-expert-debat-2791737\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Artnet&#8220; fragte vor einigen Tagen<\/a> noch etwas vorsichtiger: &#8222;War Renoir tats\u00e4chlich ein schlechter Maler?&#8220;<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Museen<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/erweiterung-des-brucke-museums-bei-den-kalkulierten-kosten-wird-es-nicht-bleiben-16031216.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">einem &#8222;Tagesspiegel&#8220;-Kommentar<\/a> analysiert Nikolaus Bernau die Pl\u00e4ne zur Erweiterung und Sanierung des Berliner Br\u00fccke-Museums. Den Architekturwettbewerb gewann das B\u00fcro Barkow Leibinger. Bernau bezweifelt jedoch die veranschlagten Gesamtkosten von gut 26,8 Millionen Euro vehement: Das sei &#8222;angesichts der aktuellen Baukosten, pardon, schlichtweg absurd.&#8220; Er fragt, ob hier erst einmal ein Pflock eingeschlagen werden solle, nach dem k\u00fcnftige Senate wieder mehr zahlen m\u00fcssten, weil das Projekt einmal genehmigt worden sei. Zudem bem\u00e4ngelt der Autor die fehlende Einbindung des benachbarten Kunsthauses Dahlem. Dieses drohe nun &#8222;der Verlierer der Br\u00fccke-Museums-Erweiterung zu werden&#8220;, da Synergien ungenutzt blieben und eine unwirtschaftliche Doppelung bei den Caf\u00e9s drohe.&#8220; F\u00fcr Monopol hat Bernhard Schulz <a href=\"https:\/\/www.monopol-magazin.de\/das-bruecke-museum-bekommt-einen-erweiterungsbau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcber den Wettbewerb geschrieben<\/a>.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p>Kunstmarkt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/kunstmarkt\/bbc-sendung-the-big-deal-wie-man-leute-mit-kunst-fuer-dumm-verkauft-201192280.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">In der &#8222;FAZ&#8220;<\/a> verrei\u00dft Gina Thomas die neue BBC-Reality-Show &#8222;The Big Deal&#8220;. Die Sendung wolle beweisen, dass &#8222;jeder, der glaubt, ein gutes Auge und ein H\u00e4ndchen f\u00fcrs Gesch\u00e4ft zu haben&#8220;, sich als Kunsth\u00e4ndler versuchen k\u00f6nne. Thomas bem\u00e4ngelt jedoch, dass sich in der Show letztlich alles nur ums Geld drehe. Wenn die Moderatorin Steph McGovern die Teilnehmer mit den Worten &#8222;Lasst uns Geld machen!&#8220; anfeuere, offenbare dies das Konzept. Der Versuch, den Kunstmarkt zu demokratisieren, scheitere, da zur Unterhaltung &#8222;ein verf\u00e4lschend simplifiziertes Bild der Branche f\u00fcr ein unwissendes Publikum&#8220; gezeichnet werde. Zuschauer w\u00fcrden schlichtweg f\u00fcr dumm verkauft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hass auf Renoir, Proteste zur Er\u00f6ffnung der Otto-M\u00fchl-Retrospektive in Wien und das Problem bei den Baupl\u00e4nen f\u00fcrs Br\u00fccke-Museum:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":384970,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,159,147,161,160,44,148],"class_list":["post-384969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-art","tag-art-and-design","tag-at","tag-austria","tag-design","tag-entertainment","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-oesterreich","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117241621170806276","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/384969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=384969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/384969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/384970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=384969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=384969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=384969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}