{"id":385967,"date":"2026-09-10T02:26:12","date_gmt":"2026-09-10T02:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/385967\/"},"modified":"2026-09-10T02:26:12","modified_gmt":"2026-09-10T02:26:12","slug":"waldbrandgefahr-in-europa-koennen-weidetiere-als-helfer-dienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/385967\/","title":{"rendered":"Waldbrandgefahr in Europa: K\u00f6nnen Weidetiere als Helfer dienen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Waldbr\u00e4nde haben in diesem Sommer nicht mehr nur den Mittelmeerraum getroffen, auch in vielen anderen Teilen Europas kam es zu schweren Br\u00e4nden. Um solche Feuer k\u00fcnftig besser einzugrenzen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, k\u00f6nnte eine alte Form der Landbewirtschaftung helfen: gezielte Beweidung. Doch k\u00f6nnen Schafe, Ziegen und Rinder wirklich zur Brandpr\u00e4vention eingesetzt werden?<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Es sind Bilder, die lange vor allem mit S\u00fcdeuropa verbunden waren: brennende W\u00e4lder, dichte Rauchwolken, evakuierte D\u00f6rfer. Im Sommer 2026 erreichten die Feuer aber auch verst\u00e4rkt Regionen weiter n\u00f6rdlich. Mitte August brannte es im Hohen Venn im Osten <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/reise\/thema\/belgien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgiens<\/a> tagelang. Rund 3.000 Hektar standen in Flammen. Mehrere D\u00f6rfer mussten evakuiert werden. Laut Angaben der <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_2\" data-component-path=\"content.textlink_2\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/politik\/thema\/europaeische-union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Union<\/a> war es der gr\u00f6\u00dfte Waldbrand in der Geschichte des Landes.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Etwa zur selben Zeit registrierte Nordrhein-Westfalen in H\u00fcrtgenwald den gr\u00f6\u00dften <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_3\" data-component-path=\"content.textlink_3\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/panorama\/thema\/waldbrand\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waldbrand<\/a> in seiner Geschichte. Absolut betrachtet verbrannten in diesem Jahr in der EU die gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chen in <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_4\" data-component-path=\"content.textlink_4\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/reise\/thema\/spanien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a>, Italien und Frankreich. Doch insbesondere in der Slowakei, Belgien, Estland und den Niederlanden lagen die verbrannten Fl\u00e4chen deutlich \u00fcber dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Damit w\u00e4chst <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_5\" data-component-path=\"content.textlink_5\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/reise\/thema\/europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europas<\/a> Waldbrandproblem \u2013 und mit ihm die Suche nach Pr\u00e4ventionsmethoden. Eine ist keineswegs neu: Tiere, die systematisch Brennmaterial aus der Landschaft fressen. Die gezielte Beweidung k\u00f6nnte eine wichtige Rolle spielen, wie Untersuchungen zeigen.<\/p>\n<p>Weidetiere k\u00f6nnen Waldbr\u00e4nden entgegenwirken<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Kleine Wiederk\u00e4uer k\u00f6nnen durch Grasen, \u00c4sen und Zertreten die Biomasse reduzieren&#8220;, sagt Professorin Elsa Varela Redondo vom spanischen Nationalen Forschungsrat CSIC. Beweidung k\u00f6nne das Wachstum der Strauchschicht unter dem Kronendach kontrollieren und damit sogenannte Brandschutzleitern \u2013 Vegetationsschichten, \u00fcber die sich ein Bodenfeuer bis in die Baumkronen ausbreiten kann \u2013 reduzieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/wissen\/natur-umwelt\/experten-kampf-waldbraende-eichen-hoffen-42624358\" data-brain-zone=\".42696698.content.teaser_1.1\" data-component-path=\"content.teaser_1.1\" data-component-name=\"link.editorial\" class=\"teaser teaser--vertical\" data-block-name=\"content.teaser_1\" data-item-position=\"1\" data-item-source=\"cms\" data-article-id=\"cmd:42624358\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/waldbrand-hohen-venn.jpg\" alt=\"\" width=\"76\" height=\"76\" class=\"teaser__image\"\/><\/p>\n<p>\nFeuerschutz\n<\/p>\n<p>Warum Experten im Kampf gegen Waldbr\u00e4nde auf Eichen setzen<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auf aufgegebenen Weidefl\u00e4chen k\u00f6nne sie zudem dazu beitragen, dichte und leicht entz\u00fcndliche Strauchbest\u00e4nde wieder in weniger brennbares Weideland umzuwandeln und so als nat\u00fcrliche Brandschneisen zu wirken. &#8222;Dabei handelt es sich um breite, vegetationsfreie Streifen, die Feuerwehrleuten als sichere Ein- und Ausg\u00e4nge dienen&#8220;, erkl\u00e4rt Varela, die sich mit nachhaltigem l\u00e4ndlichem Management und der Forstwirtschaft besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Entscheidend sei allerdings, wie die Tiere eingesetzt werden. &#8222;Fachkundiges Management mit hoher Tierdichte pro Hektar \u00fcber kurze Zeitr\u00e4ume ist der Schl\u00fcssel zum gew\u00fcnschten Ergebnis.&#8220; Schafe oder Ziegen m\u00fcssen also gezielt dorthin gebracht werden, wo ihre Wirkung gebraucht wird. Varela betont: &#8222;Kleine Wiederk\u00e4uer sind nicht per se gut oder schlecht. Es kommt allein auf das Management an.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Waldbrandforscher Gavriil Xanthopoulos sieht in der Aufgabe der Landwirtschaft einen wesentlichen Risikofaktor. &#8222;Ein Gro\u00dfteil der Verschlimmerung der Waldbr\u00e4nde ist heute auf die Umstellung auf Stallhaltung in der Viehzucht zur\u00fcckzuf\u00fchren, die mit der Landflucht einhergeht&#8220;, sagt der ehemalige Forschungsdirektor f\u00fcr Waldbr\u00e4nde der griechischen Landwirtschaftsorganisation Dimitra. Schlie\u00dflich w\u00e4chst die Vegetation dort dichter und B\u00fcsche sowie Gr\u00e4ser bilden zus\u00e4tzliches Brennmaterial.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Wo fr\u00fcher mediterrane Buschlandschaften von bis zu 1,5 Metern H\u00f6he mit L\u00fccken zwischen den Str\u00e4uchern existierten, gebe es heute vielerorts dichte Best\u00e4nde von mehr als zwei Metern H\u00f6he. Sein Fazit: &#8222;Die Weidewirtschaft kann und muss eine wichtige Rolle bei der Eind\u00e4mmung der Brandgefahr spielen.&#8220;<\/p>\n<p>EU erkennt Beweidung als Pr\u00e4vention an<\/p>\n<p data-speakable=\"\"><a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_6\" data-component-path=\"content.textlink_6\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/EN\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:52026DC0330\">Die EU-Kommission f\u00fchrt<\/a> extensive Beweidung seit dem Fr\u00fchjahr ausdr\u00fccklich als Instrument des landbasierten Waldbrandschutzes an: &#8222;Durch aktives und nachhaltiges Land- und Waldmanagement reduzieren [Landwirte und Waldbesitzer] die Ansammlung von Brennmaterial, erhalten offene und mosaikartige Landschaften und tragen dazu bei, die Ausbreitung und Intensit\u00e4t von Br\u00e4nden einzud\u00e4mmen.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auch \u00fcber die sogenannte Gemeinsame Agrarpolitik k\u00f6nnen Ma\u00dfnahmen zur Verringerung von Brennmaterial in besonders gef\u00e4hrdeten Landschaften unterst\u00fctzt werden. Damit ist gezielte Beweidung nicht nur Gegenstand einzelner Forschungsprojekte, sondern offiziell als Bestandteil der europ\u00e4ischen Waldbrandpr\u00e4vention anerkannt.<\/p>\n<p>Spanien hat Weidetiere als Brandschutz etabliert<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Besonders popul\u00e4r ist der Ansatz in Spanien. In Andalusien setzt das <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_7\" data-component-path=\"content.textlink_7\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/ugent-dict-farmbook-prd.s3.ugent.be\/knowledge-object-prd\/05db707190004fb4e0f87fde38cdb7b8\">Programm Rapca<\/a> seit 2005 Schafe und Ziegen gezielt auf \u00f6ffentlichen Waldfl\u00e4chen ein. Die Tiere sollen dort die Vegetation reduzieren und nat\u00fcrliche Brandschneisen schaffen. Bevorzugt werden Fl\u00e4chen mit vorhandener Brandschutzinfrastruktur und traditioneller Viehhaltung beweidet \u2013 vor allem im Fr\u00fchjahr und Fr\u00fchsommer. Die Hirten erhalten daf\u00fcr eine finanzielle Entsch\u00e4digung.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Das Beispiel zeigt zugleich, dass die Tiere nicht einfach auf einer beliebigen Waldfl\u00e4che ausgesetzt werden. Die Beweidung wird r\u00e4umlich und zeitlich geplant und mit bestehender Brandschutzinfrastruktur verbunden. Ihre Wirkung entsteht dort, wo ausreichend Vegetation entfernt werden soll, bevor die eigentliche Waldbrandsaison beginnt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Ansatz kommt auch in anderen Regionen Spaniens zum Einsatz. In Madrid werden neben Schafen und Ziegen auch Rinder und Pferde eingesetzt; f\u00fcr dieses Jahr wurde die Fl\u00e4che auf 3.750 Hektar ausgeweitet. In Katalonien soll die <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_8\" data-component-path=\"content.textlink_8\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/blog.ctfc.cat\/ca\/silpas-una-eina-per-prioritzar-a-on-fer-silvopastoralisme-en-paisatges-forestals\/\">digitale Plattform &#8222;SilPas&#8220;<\/a> berechnen, wo Beweidung besonders sinnvoll sein k\u00f6nnte. Das Pilotgebiet im Prades-Gebirge umfasst rund 40.000 Hektar und ist einem hohen Brandrisiko ausgesetzt. Auf Gran Canaria beteiligen sich in diesem Jahr 40 Viehz\u00fcchterfamilien an einem Beweidungsprogramm.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Portugal kombiniert ebenfalls Beweidung mit kontrollierten Br\u00e4nden. Zwischen 2019 und 2024 wurden in mehreren Regionen gro\u00dfe Weidefl\u00e4chen einbezogen. 48 Betriebe in portugiesischen und spanischen Regionen, die \u00fcberwiegend Ziegen, Rinder und Schafe hielten, waren beteiligt. Nach Angaben der <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_9\" data-component-path=\"content.textlink_9\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/politik\/thema\/europaeische-union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a> konnten dadurch tats\u00e4chlich Brennstoffansammlungen reduziert werden.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In Deutschland ist die gezielte Waldbeweidung dagegen vielerorts rechtlich stark eingeschr\u00e4nkt. Gleichzeitig wird ihr Nutzen derzeit untersucht. Im brandenburgischen Beelitz werden Weidetiere gezielt auf Waldbrandschutzstreifen in forstlich genutzten W\u00e4ldern eingesetzt. Sie fressen Gras und junge Pflanzen. Das <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_10\" data-component-path=\"content.textlink_10\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/beelitz.de\/forschungsprojekt-pregraze-in-beelitz\/\">Forschungsprojekt &#8222;PreGraze&#8220;<\/a> untersucht, ob sich damit Waldbrandpr\u00e4vention und Biodiversit\u00e4t verbinden lassen. Die Region gilt wegen ihrer Kiefernw\u00e4lder und trockenen B\u00f6den als eine der brandgef\u00e4hrdetsten Regionen der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>Wenn Beweidung selbst zum Problem wird<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Weidetiere sind allerdings nicht automatisch gut f\u00fcr den Wald. Ist ihre Zahl zu gro\u00df, k\u00f6nnen sie Vegetation und B\u00f6den sch\u00e4digen. \u00dcberweidung kann nach Angaben der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen au\u00dferdem die nat\u00fcrliche Waldverj\u00fcngung behindern, B\u00e4ume schw\u00e4chen und langfristig sogar die Brandgefahr erh\u00f6hen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auch die Nationalversammlung in <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_11\" data-component-path=\"content.textlink_11\" href=\"https:\/\/www.gmx.at\/magazine\/reise\/thema\/frankreich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a>, wo Ziegen bereits in den 1980er-Jahren zur Pflege von Brandschutzfl\u00e4chen eingesetzt wurden, wies zu Jahresbeginn auf die m\u00f6glichen negativen Auswirkungen auf W\u00e4lder hin. W\u00fcrden sie unkontrolliert eingesetzt, w\u00fcrden sie auch Baumsetzlinge fressen, die Rinde ausgewachsener B\u00e4ume absch\u00e4len und die Waldverj\u00fcngung beeintr\u00e4chtigen. Besonders sinnvoll sei ihr Einsatz deshalb nahe Siedlungen, auf Brandschutzfl\u00e4chen und entlang von Wegen, aber nicht im Inneren geschlossener Waldgebiete.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Im Juli legte das franz\u00f6sische Landwirtschaftsministerium einen Verordnungsentwurf vor, der unter bestimmten Voraussetzungen landwirtschaftliche Ma\u00dfnahmen zur Schaffung von Schneisen vom Vorwurf der Entwaldung ausnimmt. In Griechenland erkennt ein im vergangenen Februar verabschiedetes Gesetz kontrollierte extensive und semi-extensive Beweidung ausdr\u00fccklich als Instrument der Waldbrandpr\u00e4vention an.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Waldbrandforscher Xanthopoulos h\u00e4lt solche Ans\u00e4tze grunds\u00e4tzlich f\u00fcr sinnvoll. Wo noch gen\u00fcgend extensive Viehhalter vorhanden seien, m\u00fcssten diese etwa durch Weidepl\u00e4ne, Beratung, Infrastruktur und Einkommenshilfen unterst\u00fctzt werden. Wo es zu wenige Tierhalter gibt, brauche es gezielte Programme, um neue Beweidung aufzubauen. Das hat dem Waldbrandforscher zufolge bedeutende Vorteile: &#8222;Viehhalter k\u00f6nnen auch an Pr\u00e4ventions- und Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen beteiligt werden und je nach Alter und F\u00e4higkeiten sogar als saisonale Feuerwehrleute mitwirken.&#8220;<\/p>\n<p>Waldbrandsituation in Europa versch\u00e4rft sich<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dass die Methode k\u00fcnftig wichtiger werden k\u00f6nnte, zeigen die aktuellen Zahlen. Nach <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_12\" data-component-path=\"content.textlink_12\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/joint-research-centre.ec.europa.eu\/scientific-activities\/natural-and-man-made-hazards\/forest-fires\/current-wildfire-situation-europe_en\">Angaben des Europ\u00e4ischen Waldbrandinformationssystems EFFIS<\/a> waren im laufenden Jahr mit Stand vom 2. September 647.375 Hektar EU-Fl\u00e4che verbrannt \u2013 unter dem Rekordjahr 2025, aber deutlich \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Waldbrandgefahr beschr\u00e4nkt sich nicht mehr auf S\u00fcdeuropa, sondern betrifft [&#8230;] zunehmend gr\u00f6\u00dfere Teile des Kontinents.&#8220;<\/p>\n<p>EU-Kommission in einer Pressemitteilung<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Besorgniserregend ist vor allem der steile Anstieg der durchschnittlichen Brandfl\u00e4che seit Juli, bei dem in den Spitzenwochen im August mehr als das Dreifache der w\u00f6chentlichen Brandfl\u00e4che aus den vergangenen zwei Jahrzehnten vernichtet wurde.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die EU-Kommission geht wegen steigender Temperaturen und anhaltender Trockenheit von einem zunehmenden Risiko in Europa aus. &#8222;Die Waldbrandgefahr beschr\u00e4nkt sich nicht mehr auf S\u00fcdeuropa, sondern betrifft unter anhaltenden hei\u00dfen und trockenen Bedingungen zunehmend gr\u00f6\u00dfere Teile des Kontinents&#8220;, konstatierte die EU-Kommission Mitte August in einer <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.textlink_13\" data-component-path=\"content.textlink_13\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/joint-research-centre.ec.europa.eu\/jrc-news-and-updates\/worsening-drought-and-record-heat-grip-europe-fuelling-extraordinary-wildfires-and-extremely-low-2026-08-12_en\">Pressemitteilung<\/a>.<\/p>\n<p>Weidetiere allein k\u00f6nnen Waldbr\u00e4nde nicht verhindern<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Unter allen EU-L\u00e4ndern trafen die diesj\u00e4hrigen Waldbr\u00e4nde Spanien am st\u00e4rksten. Nach Angaben von Forstwirtin Varela waren auch Weidefl\u00e4chen betroffen. Letztlich sei es schwierig zu messen, ob kontrollierte Beweidung die Zahl der Waldbr\u00e4nde senke, weil Feuer viele Ursachen habe. &#8222;Wir wissen jedoch, dass die Schwere und dadurch die potenziellen Sch\u00e4den aufgrund der Verringerung der Biomasse reduziert werden.&#8220;<\/p>\n<p>Empfohlenes Video<\/p>\n<p>Korallen-Bleiche: Riffe unter Druck<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/42670390,pd=1,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p>\u00a9 Buzzroom<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Das zeigte sich auch bei zwei gro\u00dfen Waldbr\u00e4nden in der Region Madrid in diesem Sommer. Nach Angaben der Regionalregierung beobachteten Einsatzkr\u00e4fte in mehreren zuvor beweideten Fl\u00e4chen eine geringere Brandintensit\u00e4t. &#8222;Tats\u00e4chlich blieb in vielen Gebieten die Geh\u00f6lzvegetation, vor allem B\u00e4ume, vom Feuer unber\u00fchrt. In einigen F\u00e4llen bildet die beweidete Fl\u00e4che eine klare Grenze des Brandherdes&#8220;, berichtet die \u00f6rtliche Katastrophenschutzbeh\u00f6rde in einer Mitteilung. Zudem h\u00e4tten Feuerwehrleute die Fl\u00e4chen als sichere Arbeitsbereiche f\u00fcr ihre L\u00f6scharbeiten nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auch Waldbrandexperte Xanthopoulos misst der Verringerung von Brennmaterial durch Beweidung eine hohe Bedeutung bei. Entscheidend sei zudem, ob die Feuerwehr die geschaffenen Fl\u00e4chen im Ernstfall tats\u00e4chlich nutzen k\u00f6nne. &#8222;Nat\u00fcrlich ist dies kein Allheilmittel, aber in Verbindung mit anderen Vorteilen, wie der Erleichterung des Zugangs und der Unterst\u00fctzung der lokalen Bev\u00f6lkerung, ist das Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis hoch.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber RiffReporterDieser Beitrag stammt vom Journalismusportal RiffReporter.Auf <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42696698.content.ui-infobox_1.textlink_1\" data-component-path=\"content.ui-infobox_1.textlink_1\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\">riffreporter.de<\/a> berichten rund 100 unabh\u00e4ngige JournalistInnen gemeinsam zu Aktuellem und Hintergr\u00fcnden. Die RiffReporter wurden f\u00fcr ihr Angebot mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.Verwendete Quellen<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n\u00a9 RiffReporter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Waldbr\u00e4nde haben in diesem Sommer nicht mehr nur den Mittelmeerraum getroffen, auch in vielen anderen Teilen Europas kam&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":385968,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[95968,95967,76,75,74,39535],"class_list":["post-385967","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-beweidung","tag-elsa-varela","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-waldbrand"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117244381899293928","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=385967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/385968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=385967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=385967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=385967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}