{"id":39025,"date":"2026-03-11T17:44:06","date_gmt":"2026-03-11T17:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39025\/"},"modified":"2026-03-11T17:44:06","modified_gmt":"2026-03-11T17:44:06","slug":"forscher-entdecken-spuren-einer-fernen-planetenkollision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39025\/","title":{"rendered":"Forscher entdecken Spuren einer fernen Planetenkollision"},"content":{"rendered":"<p> SEATTLE\/USA. Ein Forschungsteam der University of Washington hat Hinweise auf eine m\u00f6gliche Kollision zweier Planeten in rund 11.000 Lichtjahren Entfernung gefunden. Die Beobachtung betrifft den Stern Gaia20ehk und wurde am Mittwoch, 11. M\u00e4rz 2026, ver\u00f6ffentlicht. Nach Einsch\u00e4tzung der Astronomen k\u00f6nnte das Ereignis Parallelen zur fr\u00fchen Entstehung von Erde und Mond haben. Wie Wissenschaftler vermuten kollidierte vor 4,5 Mio. Jahren der Urplanet Theia mit der Erde wodurch der Mond entstand. <\/p>\n<p>Wie die University of Washington auf ihrer Website berichtet, sichteten die Wissenschaftler \u00e4ltere Teleskopdaten und stie\u00dfen auf einen Stern, der sich ungew\u00f6hnlich verhielt. Normalerweise leuchtet ein Stern wie unsere Sonne \u00fcber lange Zeit recht gleichm\u00e4\u00dfig. Bei Gaia20ehk zeigten sich jedoch schon ab 2016 kurze Einbr\u00fcche der Helligkeit, ehe das Signal rund um 2021 deutlich unruhiger wurde.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung des Teams rund um\u00a0Anastasios Tzanidakis lag die Ursache wohl nicht im Stern selbst. Stattdessen d\u00fcrften gro\u00dfe Mengen aus Staub und Gestein vor dem Stern vorbeigezogen sein und sein Licht teilweise verdeckt haben. Genau dieses Muster gilt als m\u00f6gliches Zeichen f\u00fcr eine heftige Kollision in dem fernen System.<\/p>\n<p>Staub und Hitze liefern die wichtigsten Hinweise<\/p>\n<p>Entscheidend war f\u00fcr die Auswertung auch das Infrarotlicht, also W\u00e4rmestrahlung. W\u00e4hrend das sichtbare Licht des Sterns schw\u00e4cher wurde, nahm diese W\u00e4rmestrahlung deutlich zu. Das spricht daf\u00fcr, dass das Material im Umfeld stark erhitzt wurde.<\/p>\n<p>Die Astronomen vermuten deshalb, dass sich zwei Planeten zun\u00e4chst mehrfach gestreift haben k\u00f6nnten. Sp\u00e4ter d\u00fcrfte es dann zu einem gro\u00dfen Zusammensto\u00df gekommen sein. Gesichert ist dieses Szenario noch nicht, doch die Messdaten passen nach Angaben des Teams auffallend gut dazu.<\/p>\n<p>Fund erinnert an fr\u00fche Phase unseres Sonnensystems<\/p>\n<p>Besonders interessant ist die Entfernung der Staubwolke zu ihrem Stern. Sie bewegt sich laut den Forschern in etwa in einer astronomischen Einheit um Gaia20ehk, also ungef\u00e4hr in der Distanz zwischen Erde und Sonne. Das macht den Fund f\u00fcr die Forschung zur Planetenentstehung besonders spannend.<\/p>\n<p>Solche Ereignisse direkt zu beobachten ist selten. Daf\u00fcr m\u00fcssen die Umlaufbahnen g\u00fcnstig stehen und die Helligkeit eines Sterns \u00fcber Jahre genau vermessen werden. Der neue Fund k\u00f6nnte deshalb helfen, besser zu verstehen, wie oft planetare Zusammenst\u00f6\u00dfe vorkommen und unter welchen Bedingungen sich lebensfreundliche Welten bilden.<\/p>\n<p>Die Analyse erschien am 11. M\u00e4rz in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters. F\u00fcr die Astronomie ist das auch ein Hinweis darauf, dass k\u00fcnftige gro\u00dfe Himmelsdurchmusterungen noch deutlich mehr solcher Kollisionen aufsp\u00fcren k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"SEATTLE\/USA. 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