{"id":3915,"date":"2026-02-20T23:47:11","date_gmt":"2026-02-20T23:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/3915\/"},"modified":"2026-02-20T23:47:11","modified_gmt":"2026-02-20T23:47:11","slug":"alle-babys-nach-vergiftung-durch-cereulid-wieder-gesund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/3915\/","title":{"rendered":"Alle Babys nach Vergiftung durch Cereulid wieder gesund"},"content":{"rendered":"<p>              20.02.2026 14:03<\/p>\n<p>              (Akt. 20.02.2026 19:41)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Verena-Bilder367-vodl-10004186-4-3-1440x1080.jpg\"   alt=\"Vier S\u00e4uglinge waren nach dem Verzehr von kontaminierter Babymilch erkrankt.\" title=\"Vier S\u00e4uglinge waren nach dem Verzehr von kontaminierter Babymilch erkrankt.\"\/><\/p>\n<p>                    Vier S\u00e4uglinge waren nach dem Verzehr von kontaminierter Babymilch erkrankt.<br \/>\n                     \u00a9Canva (Sujet)<\/p>\n<p>\n        Im Zusammenhang mit verunreinigter Babynahrung sind in \u00d6sterreich vier S\u00e4uglinge mit Symptomen einer Cereulid-Vergiftung gemeldet worden. Alle betroffenen Kinder im Alter von null bis elf Monaten sind aber inzwischen wieder genesen.\n      <\/p>\n<p>Der Skandal um verunreinigte Babynahrung betrifft \u00d6sterreich deutlich st\u00e4rker als bisher angenommen. So hat die Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit (AGES) vier Verdachtsf\u00e4lle mit Symptomen einer Cereulid-Intoxikation an das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr die Pr\u00e4vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gemeldet, betroffen waren Kinder mit null bis elf Monaten. Alle vier Babys sind inzwischen wieder genesen, best\u00e4tigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.<\/p>\n<p>\n            Vier Verdachtsf\u00e4lle zwischen J\u00e4nner und Februar\n          <\/p>\n<p>Demnach sind alle wieder &#8222;in gutem gesundheitlichem Zustand&#8220;. Am Donnerstag hatten ECDC und die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) den Bericht ver\u00f6ffentlicht, dadurch wurden die vier heimischen F\u00e4lle bekannt. Bei einem S\u00e4ugling wurde Cereulid in der zu sich genommenen Nahrung nachgewiesen. Zwei Kinder konsumierten nachweislich Produkte aus zur\u00fcckgerufenen Chargen. Das vierte Kind nahm Babynahrung aus einer nicht zur\u00fcckgerufenen Charge zu sich. Eines der Babys musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Symptome traten demnach zwischen dem 26. J\u00e4nner und dem 6. Februar auf.<\/p>\n<p>Florian Fellinger, zust\u00e4ndig f\u00fcr Verbrauchergesundheit im Gesundheitsministerium, sagte dazu im &#8222;\u00d61&#8220;-Mittagsjournal, dass die Verdachtsf\u00e4lle retrospektiv erhoben werden. Teilweise seien auch Proben der AGES \u00fcbermittelt worden. Fellinger betonte, dass in \u00d6sterreich nach dem Bekanntwerden der ersten R\u00fcckrufe sofort eine Schwerpunktaktion gestartet worden war. Demnach wurden &#8222;120 verschiedene Produkte&#8220;, die in \u00d6sterreich erh\u00e4ltlich sind, untersucht, &#8222;auch aus Haushalten&#8220;. Dabei sei \u00fcber die bisher bekannten R\u00fcckrufe hinaus kein weiteres Produkt festgestellt worden, das &#8222;zur\u00fcckgerufen werden muss&#8220;.<\/p>\n<p>\n            120 Produkte untersucht\n          <\/p>\n<p>Er gehe davon aus, dass die im Handel erh\u00e4ltlichen Produkte, die nicht von bisherigen R\u00fcckrufen betroffen sind, &#8222;sicher sind&#8220;. Dass in den Regalen noch mit dem Toxin Cereulid verunreinigtes Milchpulver erh\u00e4ltlich ist, k\u00f6nne er &#8222;nicht zu 1.000 Prozent ausschlie\u00dfen&#8220;, da noch Untersuchungen laufen, alle Chargen der &#8222;gro\u00dfen Hersteller sind schon untersucht worden&#8220;. &#8222;Die Mehrheit der jetzt untersuchten Produkte, die am Markt sind und untersucht wurden, sind hier nicht betroffen&#8220;, sagte Fellinger. Auch Eltern k\u00f6nnen, wenn sie einen Verdacht haben, dass ihr Baby wegen Milchpulvers krank wurde, Proben zur AGES schicken, betonte er.<\/p>\n<p>Foodwatch hatte das Vorgehen der heimischen Beh\u00f6rden bereits am Donnerstag kritisiert. &#8222;Die von der EFSA und ECDC ver\u00f6ffentlichte Auswertung zeigt einmal mehr, dass dieser Skandal auch kommunikativ eine Farce f\u00fcr die betroffenen Eltern ist&#8220;, hie\u00df es in einer Aussendung. W\u00e4hrend \u00f6ffentlich der Eindruck vermittelt worden sei, es gebe in \u00d6sterreich keine gemeldeten F\u00e4lle von S\u00e4uglingen, die nach dem Verzehr von m\u00f6glicherweise kontaminierter Babynahrung Symptome einer Cereulid-Vergiftung aufgewiesen haben, seien gleichzeitig Erkrankungen an EU-Beh\u00f6rden gemeldet worden. &#8222;Das ersch\u00fcttert das Vertrauen massiv.&#8220;<\/p>\n<p>\n            Kritik von Foodwatch an Beh\u00f6rden\n          <\/p>\n<p>Bei Foodwatch h\u00e4tten sich inzwischen &#8222;rund 200 Menschen gemeldet, deren Kinder ebenfalls, zum Teil schwere, gastrointestinale Symptome nach dem Verzehr von Babymilch erlitten haben&#8220;. Man gehe &#8222;von einer deutlich h\u00f6heren Dunkelziffer&#8220; aus. &#8222;Auch haben uns Eltern kontaktiert, deren Babys nach dem Verzehr von nicht offiziell zur\u00fcckgerufenen Chargen erkrankt sind&#8220;, schilderten die Konsumentensch\u00fctzer. Diese Verdachtsf\u00e4lle sind dem Gesundheitsministerium nicht bekannt, allerdings werde dem nachgegangen, sagte Fellinger.<\/p>\n<p>Die EU-Beh\u00f6rden sehen die Vergiftungsgefahr f\u00fcr Kleinkinder insgesamt aber mittlerweile gr\u00f6\u00dftenteils gebannt. &#8222;Angesichts des Umfangs der R\u00fcckrufe ist die derzeitige Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegen\u00fcber kontaminierten S\u00e4uglingsanfangsnahrungsmitteln gering&#8220;, erkl\u00e4rten die EFSA und das ECDC. Allerdings k\u00f6nnten weiterhin F\u00e4lle auftreten, wenn zur\u00fcckgerufene Produkte nicht zur\u00fcckgegeben wurden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Mehrere Hersteller, darunter europ\u00e4ische Gro\u00dfkonzerne wie Nestl\u00e9, Danone und Lactalis, haben seit Dezember in mehr als 60 L\u00e4ndern weltweit S\u00e4uglingsnahrung zur\u00fcckgerufen. Grund war die m\u00f6gliche Verunreinigung der Produkte mit dem Giftstoff Cereulid, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Hintergrund der bisherigen R\u00fcckrufe ist ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes und verschmutztes \u00d6l eines Zulieferers aus China. Nach Angaben der EFSA, die der Steirer Nikolaus Kriz leitet, und des ECDC &#8211; an deren Spitze die ehemalige SP\u00d6-Politikerin Pamela Rendi-Wagner steht &#8211; wurden in mindestens sieben europ\u00e4ischen L\u00e4ndern F\u00e4lle von erkrankten Kleinkindern gemeldet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.02.2026 14:03 (Akt. 20.02.2026 19:41) Vier S\u00e4uglinge waren nach dem Verzehr von kontaminierter Babymilch erkrankt. \u00a9Canva (Sujet) Im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3916,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,2939,2940,95,2941,90,89,1659,2942,2943,91,94,44,2944,2945,93,92,2946],"class_list":{"0":"post-3915","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-babynahrung","11":"tag-babys","12":"tag-business","13":"tag-cereulid","14":"tag-companies","15":"tag-companies-markets","16":"tag-faelle","17":"tag-genesen","18":"tag-gesund","19":"tag-markets","20":"tag-maerkte","21":"tag-oesterreich","22":"tag-saeugling","23":"tag-ueberstanden","24":"tag-unternehmen","25":"tag-unternehmen-maerkte","26":"tag-vergiftung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3915"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3915\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}