{"id":39321,"date":"2026-03-11T21:06:19","date_gmt":"2026-03-11T21:06:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39321\/"},"modified":"2026-03-11T21:06:19","modified_gmt":"2026-03-11T21:06:19","slug":"weniger-einsaetze-aber-steigende-herausforderungen-fuer-oberoesterreichs-feuerwehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39321\/","title":{"rendered":"Weniger Eins\u00e4tze aber steigende Herausforderungen f\u00fcr Ober\u00f6sterreichs Feuerwehren"},"content":{"rendered":"<p> O\u00d6\/LINZ. Die o\u00f6. Feuerwehren haben im Jahr 2025 gut 7,3 Millionen Stunden f\u00fcr die Sicherheit in Ober\u00f6sterreich geleistet. Zwar galt es 2025 im Vergleich weniger Eins\u00e4tze zu bew\u00e4ltigen, die Herausforderungen werden aber komplexer. Neue Technologien, ver\u00e4nderte Gefahrenlagen und wachsende Anforderungen an Ausbildung und Ausr\u00fcstung pr\u00e4gen zudem den Feuerwehralltag. <\/p>\n<p>Die ober\u00f6sterreichischen Feuerwehren blicken auf ein insgesamt ruhigeres Einsatzjahr als 2024 zur\u00fcck. 46.711 Eins\u00e4tze wurden 2025 abgearbeitet, rund ein Drittel weniger als 2024 (63.117). Hauptgrund war die geringere Zahl an Unwettereins\u00e4tzen. Auch unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre liegt das Einsatzaufkommen 2025, zieht der O\u00d6 Landes-Feuerwehrverband am Mittwoch Leistungsbilanz.<\/p>\n<p>15.397 Brandeins\u00e4tze, 31.314 technische Eins\u00e4tze, 3.646 gerettete Personen, 1.800 gerettete Tiere, so die Details der Leistungsbilanz.<\/p>\n<p>Aufgaben werden immer komplexer<\/p>\n<p>Doch ein R\u00fcckgang der Eins\u00e4tze bedeutet keineswegs weniger Arbeit. Der Stundenaufwand mit mehr als 7,3 Millionen blieb nahezu unver\u00e4ndert. \u201eDimensionen, Komplexit\u00e4ten, Einsatzdauer sind mehr und l\u00e4nger geworden, wie Feuerwehr-Pr\u00e4sident, Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer ausf\u00fchrt. Moderne Technologien ver\u00e4ndern die Einsatzszenarien deutlich. Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, die auf immer mehr Geb\u00e4uden installiert werden, bringen etwa bei Br\u00e4nden oder Hochwassereins\u00e4tzen zus\u00e4tzliche Risiken mit sich.<\/p>\n<p>Auch im Stra\u00dfenverkehr stellen neue Antriebstechnologien die Einsatzkr\u00e4fte vor Herausforderungen. Elektro- und Hybridfahrzeuge erfordern andere Vorgehensweisen bei Verkehrsunf\u00e4llen. Solche Entwicklungen verlangen von den Feuerwehren laufend neue Kenntnisse und spezielle Ausr\u00fcstung, flie\u00dfen ma\u00dfgeblich in die Ausbildung hinein, so Mayer.<\/p>\n<p>Mayer appelliert an Eigenverantwortung<\/p>\n<p>Angesichts der wachsenden Herausforderungen f\u00fcr die Freiwilligen Feuerwehren nutzt Mayer die Bilanzpr\u00e4sentation auch f\u00fcr einen Appell an die B\u00fcrger zu mehr Eigenverantwortung. \u201eF\u00fcr drei Zentimeter Wasser im Keller oder einem Ast auf der Stra\u00dfe um 3 Uhr fr\u00fch ist nicht unbedingt ein Feuerwehreinsatz n\u00f6tig.\u201c<\/p>\n<p>Millionen Stunden freiwillige Arbeit<\/p>\n<p>909 Feuerwehren gibt es in Ober\u00f6sterreich, davon 873 Freiwillige Feuerwehren, 32 Betriebsfeuerwehren und eine Berufsfeuerwehr. Das Fundament der Freiwilligen Feuerwehren bleibt das Ehrenamt. 95.141 Mitglieder engagieren sich in den ober\u00f6sterreichischen Feuerwehren, davon 62.093 im aktiven Dienst.<\/p>\n<p>Die mehr als 7,3 Millionen Stunden freiwillige Arbeit im Jahr 2025 teilen sich auf auf Eins\u00e4tzen, \u00dcbungen, Instandhaltung, Aus- und Weiterbildung, Eigenmittel-Aufbringung, Jugend- und Nachwuchsarbeit und organisatorischen Aufgaben.<\/p>\n<p>Knapp 14.000 Mitglieder in der Feuerwehrjugend<\/p>\n<p>Um die Einsatzbereitschaft auch in Zukunft gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, spielt die Nachwuchsarbeit eine bedeutende Rolle. Die Tendenz ist zur Freude des Landes-Feuerwehrverbandes in den letzten Jahren steigend. 2025 z\u00e4hlte die Feuerwehrjugend in O\u00d6 13.725 Mitglieder, davon 4.490 M\u00e4dchen. Innerhalb von zehn Jahren ist die Feuerwehrjugend damit um rund 45 Prozent gewachsen.<\/p>\n<p>Mehr Frauen in der Feuerwehr<\/p>\n<p>Ein Trend nach oben zeigt sich auch bei den weiblichen Mitgliedern: 2025 waren 10.904 Frauen bei der Feuerwehr in Ober\u00f6sterreich, diese Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. 1.037 Frauen sind laut Bilanz 2025 auch als Funktion\u00e4rinnen in der Feuerwehr, auf Abschnitts- und Bezirksebene t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Neue Ombudsstelle, neue Stabsstelle Sicherheit<\/p>\n<p>Zufrieden zeigt sich der Landesfeuerwehrverband mit dem 2024 gestarteten Pilotprojekt der Fahrzeug-Gesamtbeschaffung, eingef\u00fchrt auch angesichts finanzieller Herausforderungen zur Senkung der Anschaffungskosten f\u00fcr Gemeinden und Feuerwehren.<\/p>\n<p>In die Fl\u00e4che gebracht wurde laut Mayer die neue innovative L\u00f6schtechnik Drill-X. 52 Ger\u00e4te sind mittlerweile bei St\u00fctzpunktfeuerwehren mit Hubrettungsger\u00e4ten in ganz O\u00d6 stationiert.<\/p>\n<p>2025 wurde auch die neue Stabsstelle Sicherheit gegr\u00fcndet, angesichts neuer Herausforderungen beim Thema IT und Cybersecurity. 2026 und 2027 liegt der Fokus auf der vollst\u00e4ndigen Umsetzung des Informationssicherheits-Systems nach internationalen Standards.<\/p>\n<p>Und seit 2025 hat der O\u00f6. Landes-Feuerwehrverband auch eine eigene Ombudsstelle eingerichtet, als neutrale und vertrauliche Anlaufstelle f\u00fcr alle Feuerwehrmitglieder.<\/p>\n<p>\u201eDemokratisches Grundger\u00fcst\u201c<\/p>\n<p>Zu Gast bei der Bilanzpr\u00e4sentation beim O\u00f6. Landes-Feuerwehrverband in Linz am Mittwoch war auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (\u00d6VP). Angesichts des aktuellen weltpolitischen Umfelds betont er: \u201eMan kann man gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen, dass wir mit den 95.000 Mitgliedern bei den Feuerwehren Pers\u00f6nlichkeiten im Lande haben, die das demokratische Grundger\u00fcst unseres Landes am Laufen halten. Weil Demokratie eben nicht nur hei\u00dft, dass wir selber viele Rechte haben, sondern dass auch jemand gemeinschaftlich daf\u00fcr Sorge tr\u00e4gt, dass unser Staat am Laufen ist.\u201c <\/p>\n<p>Auch dankt er f\u00fcr die Leistungen und Einsatzstunden im Jahr 2025, die das Land gerne mit den n\u00f6tigen Rahmenbedingungen unterst\u00fctze. Zudem seien die Feuerwehren gerade in der Jugendarbeit \u201eeine ganz wichtige Lebensschule im besten Sinn, wo sie in Gemeinschaften hineinwachsen, viele soziale Kompetenzen vermittelt bekommen.\u201c<\/p>\n<p>Feuerwehr-Landesr\u00e4tin Michaela Langer-Weninger (\u00d6VP) erg\u00e4nzt: \u201eDie Feuerwehren und das ehrenamtliche Engagement ist eine harte W\u00e4hrung des Vertrauens. Die Feuerwehr hat gro\u00dfartige Einsatzkr\u00e4fte, diese leisten Hilfe. Und jeder von uns wei\u00df, f\u00fcr Betroffene ist es eine erste Welle der Erleichterung, wenn dieses rote Auto um die Ecke kommt und man wei\u00df, die erste Hilfe ist da\u201c, dankt auch sie f\u00fcr das Engagement.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"O\u00d6\/LINZ. Die o\u00f6. 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