{"id":39856,"date":"2026-03-12T05:21:16","date_gmt":"2026-03-12T05:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39856\/"},"modified":"2026-03-12T05:21:16","modified_gmt":"2026-03-12T05:21:16","slug":"warum-frauen-weniger-trainieren-muessen-als-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/39856\/","title":{"rendered":"Warum Frauen weniger trainieren m\u00fcssen als M\u00e4nner"},"content":{"rendered":"<p>Frauen waren in der Sport- und Trainingsforschung lange unterrepr\u00e4sentiert. Eine <a href=\"https:\/\/journals.humankinetics.com\/view\/journals\/wspaj\/29\/2\/article-p146.xml\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Analyse<\/a> von \u00fcber 5.200 Studien aus 6 sportwissenschaftlichen Fachjournalen zwischen 2014 und 2020 zeigt: Nur rund 6 Prozent untersuchten ausschlie\u00dflich Frauen.<\/p>\n<p>Umso spannender sind neue Erkenntnisse aus Gro\u00dfbritannien. Eine <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s44161-025-00732-z\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">aktuelle Untersuchung<\/a> deutet darauf hin, dass Frauen auf <a href=\"https:\/\/www.womenshealth.de\/fitness\/ausdauertraining\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ausdauertraining<\/a> anders reagieren als M\u00e4nner \u2013 und zwar effizienter. Bedeutet: weniger Aufwand, gleiche Herzvorteile.<\/p>\n<p>Was die neue Studie herausgefunden hat<\/p>\n<p>F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s44161-025-00732-z\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Untersuchung<\/a> trugen mehr als 85.000 Erwachsene aus Gro\u00dfbritannien 7 Tage lang einen Bewegungsmesser (Accelerometer). Anschlie\u00dfend wurden ihre Gesundheitsdaten \u00fcber einen Zeitraum von fast acht Jahren ausgewertet.<\/p>\n<p>Frauen, die rund 4 Stunden moderat bis intensiv trainierten (z. B. <a href=\"https:\/\/www.womenshealth.de\/health\/gesund-leben\/so-kann-schnelleres-gehen-dein-leben-verlaengern\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">z\u00fcgiges Walken<\/a>, Radfahren oder Joggen), senkten ihr Risiko f\u00fcr koronare Herzkrankheit um etwa 30 Prozent.M\u00e4nner ben\u00f6tigten daf\u00fcr rund 9 Stunden vergleichbarer Aktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Auch bei Menschen mit bereits bestehender Herzkrankheit zeigte sich derselbe Trend: Frauen erreichten eine 30-prozentige Reduktion des Sterberisikos bereits mit rund 51 Minuten Training pro Woche \u2013 M\u00e4nner brauchten etwa 85 Minuten.<\/p>\n<p class=\"ape-ir-info-panel ape-ir-info-panel-type-info\">Ein Accelerometer ist ein tragbarer Bewegungsmesser \u2013 \u00e4hnlich wie moderne Fitness-Tracker. Er erfasst objektiv, wie viel und wie intensiv sich eine Person bewegt. Im Gegensatz zu Frageb\u00f6gen oder Selbsteinsch\u00e4tzungen reduziert er Erinnerungsfehler (&#8222;Ich war doch bestimmt aktiver\u2026&#8220;) und liefert pr\u00e4zisere Daten.<\/p>\n<p>\u00dcberblick: Trainingsumfang f\u00fcr vergleichbaren Herzschutz<\/p>\n<p>Wie viel Bewegung braucht dein K\u00f6rper also wirklich? Diese \u00dcbersicht zeigt dir auf einen Blick, wie sich Trainingsumfang und <a href=\"https:\/\/www.womenshealth.de\/health\/gesund-leben\/herzgesundheit-symptome-bei-frauen-erkennst-du-die-gefahr\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Herzgesundheit<\/a> bei Frauen und M\u00e4nnern unterscheiden.<\/p>\n<p>Warum reagieren Frauen anders auf Training?<\/p>\n<p>Die Unterschiede werfen eine zentrale Frage auf: Warum scheint beim Training der &#8222;Return-on-Invest&#8220; f\u00fcr Frauen h\u00f6her zu sein? Fachleute vermuten mehrere physiologische Gr\u00fcnde, die zeigen, wie unterschiedlich weibliche und m\u00e4nnliche K\u00f6rper auf Belastung reagieren.<\/p>\n<p>1. Herzgr\u00f6\u00dfe und Gef\u00e4\u00dfstruktur<\/p>\n<p>Frauen haben im Durchschnitt kleinere Herzen und Blutgef\u00e4\u00dfe. Um den K\u00f6rper w\u00e4hrend Bewegung ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, muss das Herz st\u00e4rker arbeiten.<\/p>\n<p>Das bedeutet: Ein 30-min\u00fctiger flotter <a href=\"https:\/\/www.womenshealth.de\/abnehmen\/training-zum-abnehmen\/abnehmen-durch-spazierengehen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spaziergang<\/a> kann bei Frauen einen h\u00f6heren physiologischen Trainingsreiz ausl\u00f6sen als bei M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>2. \u00d6strogen wirkt herzsch\u00fctzend<\/p>\n<p>\u00d6strogen ist nicht nur ein Fortpflanzungshormon. Es unterst\u00fctzt die Gef\u00e4\u00dfgesundheit, indem es die Elastizit\u00e4t der Blutgef\u00e4\u00dfe f\u00f6rdert. Dadurch reagieren sie besser auf erh\u00f6hte Durchblutung beim Training.<\/p>\n<p>Man kann es so sagen: Das Hormon verst\u00e4rkt die positiven Effekte von Bewegung auf das Herz-Kreislauf-System.<\/p>\n<p>3. Muskelfaser-Typen<\/p>\n<p>Frauen verf\u00fcgen h\u00e4ufiger \u00fcber sogenannte langsam kontrahierende Muskelfasern (&#8222;Slow-Twitch-Fasern&#8220;). Diese sind besonders effizient bei Ausdauerbelastungen wie Gehen oder Radfahren.<\/p>\n<p>M\u00e4nner besitzen tendenziell mehr schnell kontrahierende Fasern, die eher auf Kraft und Power ausgelegt sind \u2013 f\u00fcr langfristige Herzumbauprozesse kann daher m\u00f6glicherweise ein h\u00f6heres Trainingsvolumen n\u00f6tig sein.<\/p>\n<p>Wie aussagekr\u00e4ftig ist die Studie?<\/p>\n<p>Die Untersuchung hat einige klare St\u00e4rken:<\/p>\n<p>objektive Messung durch Wearables statt Selbsteinsch\u00e4tzunggro\u00dfe Teilnehmerzahlfast 8 Jahre NachbeobachtungAnalyse von Pr\u00e4vention und Sterblichkeit<\/p>\n<p>Aber: Die Daten stammen aus der UK-Biobank \u2013 die erfasst eine Bev\u00f6lkerungsgruppe, die tendenziell gesundheitsbewusster ist als der Durchschnitt. Au\u00dferdem trugen die Teilnehmenden die Tracker nur eine Woche lang.<\/p>\n<p>Wichtig: Die Studie zeigt Zusammenh\u00e4nge, keine eindeutige Ursache-Wirkung-Beziehung.<\/p>\n<p>Was bedeutet das konkret f\u00fcr dein Training?<\/p>\n<p>F\u00fcr Frauen ist das eine motivierende Botschaft: Schon moderates Training kann gro\u00dfe Effekte haben. Etwa 35 Minuten z\u00fcgiges Gehen pro Tag \u2013 oder 4 Stunden pro Woche \u2013 reichen laut Studie aus, um das Risiko f\u00fcrs Herz deutlich zu senken. Das hei\u00dft nicht, dass mehr Training schlecht ist. Aber es bedeutet: Du brauchst keine endlosen Gym-Sessions, um gesundheitlich zu profitieren.<\/p>\n<p class=\"ape-ir-info-panel ape-ir-info-panel-type-info\">Moderates Training bedeutet: Deine Herzfrequenz steigt sp\u00fcrbar, du kommst leicht ins Schwitzen, kannst dich aber noch unterhalten. Typische Beispiele sind z\u00fcgiges Gehen, lockeres Joggen, Radfahren, Schwimmen oder intensives Tanzen. Als grobe Orientierung gilt: Wenn du noch sprechen, aber nicht mehr problemlos singen kannst, bist du im richtigen Intensit\u00e4tsbereich.<\/p>\n<p>FAQ: H\u00e4ufige Fragen zum Thema Training und Herzgesundheit <\/p>\n<p>Sollten Frauen jetzt weniger trainieren?<\/p>\n<p>Nicht unbedingt. Die Studie zeigt, dass Frauen mit weniger Volumen bereits starke Effekte erzielen k\u00f6nnen. Wer mehr trainiert, profitiert zus\u00e4tzlich \u2013 etwa in Bezug auf Muskelkraft, Stoffwechsel und mentale Gesundheit.<\/p>\n<p>Gilt das auch f\u00fcr Krafttraining?<\/p>\n<p>Die Untersuchung bezog sich vor allem auf moderates bis intensives Ausdauertraining. F\u00fcr Krafttraining gelten eigene Empfehlungen \u2013 idealerweise 2 bis 3 Einheiten pro Woche.<\/p>\n<p>Spielt das Alter eine Rolle?<\/p>\n<p>Ja. Besonders nach der Menopause ver\u00e4ndert sich die Hormonlage. Bewegung bleibt jedoch essenziell f\u00fcr Herz- und Knochengesundheit.<\/p>\n<p>Hei\u00dft das, M\u00e4nner m\u00fcssen doppelt so viel trainieren?<\/p>\n<p>Nicht &#8222;m\u00fcssen&#8220; \u2013 aber laut dieser Datenlage scheinen M\u00e4nner ein h\u00f6heres Volumen zu ben\u00f6tigen, um denselben Herzschutzeffekt zu erreichen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen waren in der Sport- und Trainingsforschung lange unterrepr\u00e4sentiert. 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