{"id":40040,"date":"2026-03-12T07:56:22","date_gmt":"2026-03-12T07:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/40040\/"},"modified":"2026-03-12T07:56:22","modified_gmt":"2026-03-12T07:56:22","slug":"erste-airlines-erhoehen-ticketpreise-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/40040\/","title":{"rendered":"Erste Airlines erh\u00f6hen Ticketpreise \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Erste Fluglinien, wie Qantas und Air New Zealand, erh\u00f6hen nun die Ticketpreise wegen teureren Kerosins. Das passiert, wenn die Preise weiter hoch bleiben, und auch die Reisebranche ist stark betroffen.<\/p>\n<p>Der Krieg im Nahen Osten treibt die Treibstoffkosten der Luftfahrt nach oben und zwingt erste Fluglinien in Asien und Ozeanien zu Preiserh\u00f6hungen. <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/qantas\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" nahen=\"\" osten:=\"\" erste=\"\" airlines=\"\" erh=\"\" ticketpreise=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Qantas<\/a> und Air New Zealand k\u00fcndigten am Dienstag h\u00f6here Tarife an, w\u00e4hrend Airlines zugleich Strecken, Kapazit\u00e4ten und Zuschl\u00e4ge an die angespannte Lage anpassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Branche ist das heikel: Kerosin ist nach den Personalkosten der zweitgr\u00f6\u00dfte Ausgabenposten. Steigende \u00d6lpreise, gesperrte Luftr\u00e4ume und Umleitungen belasten nicht nur die Fluggesellschaften, sondern d\u00e4mpfen auch die Aussichten f\u00fcr Tourismus und Gesch\u00e4ftsreisen in der Region.<\/p>\n<p>Qantas Airways und Air New Zealand reagierten am Dienstag auf die stark gestiegenen Treibstoffkosten mit Preisanhebungen. Air New Zealand setzte zugleich ihren Finanzausblick f\u00fcr 2026 aus und verwies auf die hohe Unsicherheit infolge des Konflikts.<\/p>\n<p>Nach Angaben der neuseel\u00e4ndischen Fluglinie sind die Preise f\u00fcr Jet Fuel, die vor dem Krieg noch bei rund 85 bis 90 Dollar je Barrel lagen, in den vergangenen Tagen auf 150 bis 200 Dollar gestiegen. Der Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite hat damit eine zentrale Kostenbasis der Branche binnen kurzer Zeit massiv verteuert.<\/p>\n<p>Air New Zealand erh\u00f6hte die Economy-Einzelflugpreise um zehn Neuseeland-Dollar auf Inlandsrouten, um 20 Neuseeland-Dollar auf internationalen Kurzstrecken und um 90 Neuseeland-Dollar auf Langstrecken. Weitere Anpassungen bei Preisen, Streckennetz und Flugpl\u00e4nen seien m\u00f6glich, falls die Kerosinkosten hoch blieben.<\/p>\n<p>Qantas k\u00fcndigte neben h\u00f6heren internationalen Ticketpreisen an, zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten nach Europa zu verlagern. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf den Umstand, dass Airlines und Passagiere Strecken durch den Nahen Osten zunehmend meiden, w\u00e4hrend Drohnen- und Raketenangriffe den Flugverkehr in der Region beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Unternehmens sind die Europa-Fl\u00fcge im M\u00e4rz bereits zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. \u00dcblicherweise liegt die Auslastung zu dieser Jahreszeit bei etwa 75 Prozent.<\/p>\n<p>Wie angespannt die Lage im Luftraum der Region ist, zeigte sich auch am Dienstag in Dubai: Dort wurden ankommende Maschinen laut dem Flugdienst Flightradar24 am Morgen kurzzeitig in Warteschleifen gehalten, nachdem es Hinweise auf einen m\u00f6glichen Raketenangriff gegeben hatte. Die Flugzeuge konnten sp\u00e4ter landen.<\/p>\n<p>Auch andere Fluggesellschaften passen sich an. Hong Kong Airlines teilte auf ihrer Website mit, die Treibstoffzuschl\u00e4ge ab Donnerstag um bis zu 35,2 Prozent anzuheben. Am st\u00e4rksten f\u00e4llt der Aufschlag auf Verbindungen zwischen Hongkong und den Malediven, Bangladesch sowie Nepal aus: Dort steigen die Geb\u00fchren von 284 auf 384 Hongkong-Dollar.<\/p>\n<p>Cathay Pacific erkl\u00e4rte, die Treibstoffzuschl\u00e4ge monatlich zu \u00fcberpr\u00fcfen. Im vergangenen Monat hatte die Airline sie auf Fl\u00fcgen zwischen Hongkong sowie Europa und Nordamerika noch unver\u00e4ndert bei 72,90 Dollar je Richtung belassen. Nun setzt sie im M\u00e4rz zus\u00e4tzliche Fl\u00fcge nach London und Z\u00fcrich ein.<\/p>\n<p>Vietnam Airlines wiederum ersuchte die Beh\u00f6rden, eine Umweltsteuer auf Kerosin vor\u00fcbergehend zu streichen, um den Betrieb aufrechterhalten zu k\u00f6nnen. Die Regierung in Hanoi bezifferte den Kostenanstieg vietnamesischer Airlines infolge der h\u00f6heren Treibstoffpreise auf 60 bis 70 Prozent. Zugleich h\u00e4tten Lieferanten Schwierigkeiten, die Nachfrage der Fluggesellschaften zu decken.<\/p>\n<p>An den B\u00f6rsen stabilisierten sich Airline-Titel nach den kr\u00e4ftigen Verlusten vom Vortag. Ausl\u00f6ser war ein R\u00fcckgang des \u00d6lpreises, nachdem US-Pr\u00e4sident Donald <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/donald-trump\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" nahen=\"\" osten:=\"\" erste=\"\" airlines=\"\" erh=\"\" ticketpreise=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> am Montag erkl\u00e4rt hatte, der Krieg k\u00f6nnte bald zu Ende gehen. Der \u00d6lpreis fiel daraufhin am Dienstag auf rund 90 Dollar je Barrel, nachdem er am Montag noch bis auf 119 Dollar gestiegen war.<\/p>\n<p>In Asien legte die Qantas-Aktie um 0,5 Prozent zu, Korean Air gewann knapp neun Prozent und Cathay Pacific mehr als vier Prozent. Am Montag hatten alle drei Werte noch deutlich nachgegeben.<\/p>\n<p>Treibstoff macht in der Regel ein F\u00fcnftel bis ein Viertel der Betriebskosten von Fluggesellschaften aus. Manche gro\u00dfe Airlines in Asien und Europa sichern sich gegen Preisschwankungen am \u00d6lmarkt ab, w\u00e4hrend US-Fluggesellschaften diese Praxis in den vergangenen beiden Jahrzehnten weitgehend aufgegeben haben.<\/p>\n<p>Die Folgen reichen \u00fcber die Luftfahrt hinaus. Weil Airlines den Nahen Osten umfliegen und sich dadurch Engp\u00e4sse auf stark frequentierten Routen versch\u00e4rfen, geraten auch Tourismusunternehmen unter Druck.<\/p>\n<p>Laut Daten des Luftfahrtanalysten Cirium bef\u00f6rdern <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/emirates\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" nahen=\"\" osten:=\"\" erste=\"\" airlines=\"\" erh=\"\" ticketpreise=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emirates<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/qatar-airways\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" im=\"\" nahen=\"\" osten:=\"\" erste=\"\" airlines=\"\" erh=\"\" ticketpreise=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Qatar Airways<\/a> und Etihad zusammen normalerweise rund ein Drittel der Passagiere von Europa nach Asien sowie mehr als die H\u00e4lfte aller Reisenden von Europa nach Australien, Neuseeland und in benachbarte Pazifikregionen. Bleiben diese Verbindungen beeintr\u00e4chtigt, h\u00e4tte das weitreichende Folgen f\u00fcr den internationalen Reiseverkehr.<\/p>\n<p>In S\u00fcdkorea teilte HanaTour Service mit, Gruppenreisen mit Fl\u00fcgen in den Nahen Osten zu streichen. F\u00fcr betroffene Kunden w\u00fcrden Stornogeb\u00fchren erlassen. S\u00e4mtliche Nahost-Reisen im M\u00e4rz w\u00fcrden ausgesetzt.<\/p>\n<p>Auch Thailand rechnet mit Belastungen. Das Tourismusministerium erkl\u00e4rte, sollte der Konflikt l\u00e4nger als acht Wochen andauern, k\u00f6nnte das Land insgesamt 595.974 Besucher verlieren. Der Einnahmenausfall im Tourismus w\u00fcrde dann bei 40,9 Milliarden Baht liegen. (Reuters)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erste Fluglinien, wie Qantas und Air New Zealand, erh\u00f6hen nun die Ticketpreise wegen teureren Kerosins. 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