{"id":404,"date":"2026-02-19T12:28:15","date_gmt":"2026-02-19T12:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/404\/"},"modified":"2026-02-19T12:28:15","modified_gmt":"2026-02-19T12:28:15","slug":"habe-es-keine-sekunde-bereut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/404\/","title":{"rendered":"Habe es keine Sekunde bereut."},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Peter Schneider (58) aus Linz wagte vor drei Jahren einen beruflichen Neustart: Nach einem Wirtschaftsstudium und gut 30 Jahren im Controlling dr\u00fcckt er an der Caritas-Schule f\u00fcr Sozialbetreuungsberufe in Linz noch mal die Schulbank: \u201eIch wollte weg von den Zahlen hin zur Unterst\u00fctzung von Menschen. Diese Entscheidung habe ich noch keine Sekunde bereut.\u201c <\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend seines Zivildienstes beim Samariterbund erlebte Peter Schneider pr\u00e4gende Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Lebensumfeldern. Nach vielen Jahren im Rechnungswesen beschloss er Menschen unterst\u00fctzen zu wollen, die in ihrem Alltag ben\u00f6tigen.\u00a0<\/p>\n<p>So wie Johnny, den er w\u00e4hrend seiner Ausbildung zum Fach-Sozialbetreuer f\u00fcr Behindertenbegleitung kennenlernte. Der 72-J\u00e4hrige mit leichter kognitiver Beeintr\u00e4chtigung hat eine bewegte Lebensgeschichte zu erz\u00e4hlen. Als Fr\u00fchchen geboren, wuchs er in verschiedenen Heimen auf, erlebte bereits in fr\u00fchester Kindheit, aber auch sp\u00e4ter w\u00e4hrend seiner Jugend oft Ablehnung und Ausgrenzung. Er litt h\u00e4ufig unter dem Verlust bzw. dem Nicht-Vorhandensein von Bezugspersonen. Seine Vergangenheit war von Br\u00fcchen, L\u00fccken und Unsicherheiten gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Eine Reise zu den Wurzeln<\/p>\n<p>Peter Schneider beschloss in enger Zusammenarbeit mit Johnny, dessen Geschichte aufzuarbeiten und entwickelte daraus das Fachprojekt \u201eIt\u2019s my life \u2013 das ist mein Leben\u201c. <\/p>\n<p>Das Ergebnis ist ein pers\u00f6nliches Fotobuch \u2013 eine Reise zu Johnnys eigenen Wurzeln, festgehalten in R\u00fcckblicken, Erinnerungen und Erz\u00e4hlungen. Es verbindet f\u00fcr Johnny Vergangenes mit der Gegenwart. \u201eWir haben gemeinsam Orte seiner Vergangenheit besucht \u2013 etwa St. Isidor, wo er einen Gro\u00dfteil seiner Kindheit verbrachte, oder das Grab seiner mittlerweile leider bereits verstorbenen Kinderdorfmutter\u201c, erz\u00e4hlt Peter Schneider. <\/p>\n<p>Besonders ber\u00fchrend war das Wiedersehen mit Johnnys \u00fcber 90-j\u00e4hriger Firmpatin. \u201eDa wurde sp\u00fcrbar: Es gab Menschen, die ihn mochten. Das hat ihn tief bewegt.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Johnny war das Projekt eine Reise zu sich selbst\u00a0 \u2013 und f\u00fcr Peter Schneider, der mittlerweile in der Ausbildung zum Diplom-Sozialbetreuer mit Schwerpunkt Behindertenbegleitung steckt, der Beweis, wie wertvoll Sozialbetreuung als Beruf ist: \u201eGerade f\u00fcr Menschen mit wenigen positiven Bezugspunkten im Leben kann Biografiearbeit eine wertvolle Ressource sein\u201c, erkl\u00e4rt Schneider. \u201eErinnerungen bekommen wieder einen Platz, Lebensstationen werden gew\u00fcrdigt und erlebbar gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Infoabend und Tag der offenen T\u00fcr<\/p>\n<p>Wer sich wie Peter Schneider f\u00fcr einen Sozialberuf interessiert, der erf\u00e4hrt beim Infoabend am Donnerstag, 5. M\u00e4rz, um 17 Uhr an der Caritas-Schule f\u00fcr Sozialbetreuungsberufe, Salesianumweg in Linz oder beim Tag der offenen T\u00fcr am Freitag, 6. M\u00e4rz, zwischen 9 und 14 Uhr an der Caritas-Schule f\u00fcr Sozialbetreuungsberufe, Schiefersederweg, in Linz-Urfahr mehr. <\/p>\n<p>Infos: <a data-mce-href=\"http:\/\/www.ausbildung-sozialberufe.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ausbildung-sozialberufe.at\">www.ausbildung-sozialberufe.at<\/a>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. 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