{"id":41160,"date":"2026-03-12T19:16:15","date_gmt":"2026-03-12T19:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41160\/"},"modified":"2026-03-12T19:16:15","modified_gmt":"2026-03-12T19:16:15","slug":"erinnerungszeichen-fuer-verhindertes-atomkraftwerk-vor-toren-von-linz-enthuellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41160\/","title":{"rendered":"Erinnerungszeichen f\u00fcr verhindertes Atomkraftwerk vor Toren von Linz enth\u00fcllt"},"content":{"rendered":"<p> LINZ\/SANKT PANTALEON-ERLA. Vor 50 Jahren war weniger als 15 Kilometer von Linz entfernt, in der nieder\u00f6sterreichischen Gemeinde St. Pantaleon-Erla, der Bau eines Atomkraftwerks geplant. Genau 15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde dort &#8211; initiiert von der Linzer Anti-Atom-Organisation \u00a0\u201eatomstopp_atomkraftfrei leben!\u201c &#8211; ein Erinnerungszeichen an das letztlich verhinderte AKW enth\u00fcllt. <\/p>\n<p>Im Rahmen der Enth\u00fcllung trugen Sch\u00fcler der Fachschule f\u00fcr wirtschaftliche und soziale Berufe Erla ihre Gedanken zu den Gefahren der Atomenergie vor. Bei der Enth\u00fcllung vor Ort war auch die Linzer Klima-Stadtr\u00e4tin Eva Schobesberger (Gr\u00fcne). Sie betonte, wie wichtig es f\u00fcr Linz war, dass die damaligen AKW-Pl\u00e4ne verworfen wurden: \u201eBei einem Super-GAU in einem AKW St. Pantaleon h\u00e4tte Linz wohl evakuiert werden m\u00fcssen. Allein daran sieht man, dass diese Art der Stromerzeugung nicht verantwortbar ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eProteste waren vision\u00e4r\u201c<\/p>\n<p>Herbert Stoiber, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von atomstopp_atomkraftfrei leben!, spannte einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart: \u201eDie damaligen Proteste waren vision\u00e4r, schlie\u00dflich waren die Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima noch in ferner Zukunft. Umso unverst\u00e4ndlicher, dass nach diesen Gro\u00dfkatastrophen noch immer manche nach AKWs rufen \u2013 auch wenn eine Renaissance zum Gl\u00fcck nur herbeiphantasiert wird. Schlie\u00dflich w\u00fcrde ein Ausbau der Atomenergie Jahrzehnte dauern. Bis dahin sind wir mit Erneuerbaren versorgt.\u201c<\/p>\n<p>Auch Friedrich Witzany, der von Beginn an zu den f\u00fchrenden Gegnern des Projekts geh\u00f6rte, erkl\u00e4rte, dass damals eine gro\u00dfe Technologiegl\u00e4ubigkeit geherrscht habe. Es habe vieler Informations- und Protestveranstaltungen bedurft, die schlie\u00dflich erfolgreich gewesen seien. <\/p>\n<p>Laut urspr\u00fcnglicher Planung w\u00e4re der Baubeginn mit 1976 festgelegt worden. Die von der Widerstandsbewegung 1974 organisierte Befragung der Gemeindebev\u00f6lkerung zeigte: 91 Prozent waren gegen das AKW. Zus\u00e4tzlich wurden in der Region rund 75.000 Unterschriften gesammelt. Der wachsende Protest trug letztlich dazu bei, dass \u00d6sterreich 1978 in einer Volksabstimmung auch das bereits fertiggestellte Atomkraftwerk Zwentendorf ablehnte.<\/p>\n<p>Direkt an der Donau\u00a0<\/p>\n<p>Das Erinnerungszeichen kann am damals vorgesehenen Standort des AKW in St. Pantaleon-Erla direkt an der Donau besichtigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ\/SANKT PANTALEON-ERLA. 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