{"id":41180,"date":"2026-03-12T19:32:08","date_gmt":"2026-03-12T19:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41180\/"},"modified":"2026-03-12T19:32:08","modified_gmt":"2026-03-12T19:32:08","slug":"pilnacek-u-ausschuss-verabschiedet-sich-in-pause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41180\/","title":{"rendered":"Pilnacek-U-Ausschuss verabschiedet sich in Pause"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              .<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              12.03.2026 18:24<\/p>\n<p>              (Akt. 12.03.2026 18:24)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ABD0033-20260312-vodl-10045019-4-3-1820x1365.jpg\"   alt=\"Thomas Spalt (FP\u00d6) im Rahmen einer U-Ausschusssitzung.\" title=\"Thomas Spalt (FP\u00d6) im Rahmen einer U-Ausschusssitzung.\"\/><\/p>\n<p>                    Thomas Spalt (FP\u00d6) im Rahmen einer U-Ausschusssitzung.<br \/>\n                     \u00a9APA\/GEORG HOCHMUTH<\/p>\n<p>\n        Jener Unternehmer, der ein Gespr\u00e4ch des inzwischen toten Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek in einem Wiener Innenstadtlokal heimlich aufgezeichnet hatte, ist am Donnerstag im Untersuchungsausschuss zur Causa Pilnacek befragt worden.\n      <\/p>\n<p>Gleich in seinem Eingangsstatement ging er auf Konfrontationskurs mit \u00d6VP-Fraktionsf\u00fchrer Andreas Hanger. Er will zudem erfahren haben, dass Pilnacek f\u00fcr einen geplanten Hauskauf auf eine &#8222;gr\u00f6\u00dfere Summe aus Dubai&#8220; gewartet haben soll.<\/p>\n<p>Motivation f\u00fcr die Aufnahme seien die wiederholten Vorw\u00fcrfe Pilnaceks gegen die \u00d6VP gewesen, sagte der Mann in seinem Eingangsstatement. Er f\u00fchrte aus, als Gl\u00fccksspiellobbyist t\u00e4tig gewesen und \u00fcber einen Bekannten in Kontakt mit Pilnacek gekommen zu sein. Dabei sei er in Konflikt mit dem Gl\u00fccksspielunternehmen Novomatic gekommen. Aus dessen Umfeld sei ein Verfahren gegen ihn initiiert worden, so der Unternehmer. Als er Pilnacek davon erz\u00e4hlte, habe dieser &#8222;\u00fcberrascht&#8220; reagiert.<\/p>\n<p>Auch sprach der Mann Aussagen aus der \u00d6VP an, Pilnacek habe unter Druck der Justiz gestanden. Deshalb habe er richtigstellen wollen, &#8222;woher der Druck kommt&#8220;. Zu Beginn bedankte sich der Befragte ausdr\u00fccklich f\u00fcr die Einladung und richtete sich speziell an den \u00d6VP-Abgeordneten Hanger. Dieser habe aus seiner Sicht ein &#8222;sehr befremdliches Demokratieverst\u00e4ndnis&#8220; und stelle &#8222;die falschen Fragen&#8220;. Hanger w\u00fcrde Auskunftspersonen diskreditieren, um von Untersuchungen gegen seine Partei abzulenken, so der Unternehmer.<\/p>\n<p>\n            &#8222;Gewisser Tiefpunkt&#8220;\n          <\/p>\n<p>Hanger hingegen ortete den Grund f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung eher in Verfahren gegen die Auskunftsperson selbst. Das Auftreten dieser spreche f\u00fcr sich, er wolle das nicht kommentieren. Der \u00d6VP-Mandatar stellte dann mehrere Fragen zur Gl\u00fccksspielt\u00e4tigkeit des Mannes, was Gesch\u00e4ftsordnungsdebatten zur Folge hatte. Die Vorw\u00fcrfe aus dem Eingangsstatement w\u00fcrden gerichtlich zu kl\u00e4ren sein, k\u00fcndigte Hanger an. Durch diese Drohung sei ein &#8222;gewisser Tiefpunkt&#8220; erreicht, kritisierte FP\u00d6-Abgeordneter Thomas Spalt nach Abschluss der Befragungen.<\/p>\n<p>Ausgiebig und gerne plauderte der Gl\u00fccksspiellobbyist, der sich einst auch f\u00fcr das BZ\u00d6 engagiert hatte, \u00fcber den Laptop Pilnaceks, den er nach einem Treffen mit einem deutschen Unternehmer &#8211; angeblich ein &#8222;v\u00e4terlicher Freund&#8220; des Ex-Sektionschefs &#8211; und der ehemaligen Vertrauten Pilnaceks sowie deren Mitbewohnerin bekommen habe. Derselbe Unternehmer war auch der Gespr\u00e4chspartner Pilnaceks auf der heimlichen Aufzeichnung, mit der die Auskunftsperson an die \u00d6ffentlichkeit gegangen war.<\/p>\n<p>Die Auskunftsperson will laut eigener Aussage das Ger\u00e4t lediglich zur Verwahrung bekommen und danach zur\u00fcckgegeben haben. Auf daraus gezogene Daten habe der Mann erst kurz danach Zugriff bekommen. In den gesicherten Daten h\u00e4tten sich &#8222;relativ viele Verschlussakten&#8220; befunden, so die Auskunftsperson &#8211; auch zur Novomatic sowie aus dem Ibiza-Untersuchungsausschuss. F\u00fcr Aufhorchen unter den Abgeordneten sorgte zudem die Aussage, der deutsche Unternehmer habe insinuiert, Pilnacek warte auf eine gr\u00f6\u00dfere Geldsumme aus Dubai. Auch sei zur Sprache gekommen, ein Miteigent\u00fcmer der Immobilie sei Signa-Funktion\u00e4r.<\/p>\n<p>\n            Nikbakhsh berichtete von einem &#8222;gesitteten&#8220; Gespr\u00e4ch\n          <\/p>\n<p>Am Vormittag berichtete Michael Nikbakhsh von einem &#8222;gesitteten&#8220; Gespr\u00e4ch f\u00fcr seinen Blog &#8222;Die Dunkelkammer&#8220; mit weiblichen Vertrauten Pilnaceks. Nikbakhsh trat damit Ger\u00fcchten entgegen, er habe sie zu Aussagen ermutigt, die sie sp\u00e4ter revidierten oder abschw\u00e4chten.<\/p>\n<p>Auch Nikbakhsh hatte nach dem Gespr\u00e4ch f\u00fcr sein Format zum Teil Zweifel an der offiziellen Version rund um das Ableben des Ex-Sektionschefs gehegt. Es war ein Gespr\u00e4ch unter Erwachsenen, &#8222;vollkommen gesittet, v\u00f6llig ruhig&#8220;, beschrieb er die Atmosph\u00e4re. Mit der Frage nach m\u00f6glichen &#8222;Verschw\u00f6rungstheorien&#8220; konnte der Journalist vor dem U-Ausschuss nichts anfangen. Die FP\u00d6 wollte wissen, ob dem Journalisten unterstellt werde, ein &#8222;Aluhut-Tr\u00e4ger&#8220; zu sein. &#8222;Aber ja, ausgiebig&#8220;, so die Antwort. Woher der pl\u00f6tzliche &#8222;Sinneswandel&#8220; gekommen sei, k\u00f6nne nur die Frau selbst sagen, meinte der Blogger.<\/p>\n<p>Warum ausgerechnet der Berater Peter Hochegger an dem Gespr\u00e4ch teilgenommen hat, der mit der Causa Pilnacek kaum in Verbindung gebracht wird, konnte auch Nikbakhsh nur vage beantworten. &#8222;Ich habe ihn gar nicht eingeladen. Es war v\u00f6llig \u00fcberraschend, dass er pl\u00f6tzlich in der T\u00fcr stand&#8220;, berichtete der Blogger. Angeblich soll Hochegger auf Bitte jenes deutschen Unternehmers teilgenommen haben, der einen Hauskauf f\u00fcr Pilnacek und dessen Vertraute abwickeln wollte.<\/p>\n<p>Nikbakhsh hatte &#8211; wie offenbar auch weitere Personen &#8211; Zugang zum Laptop des Verstorbenen sowie zur ber\u00fcchtigten &#8222;roten Festplatte&#8220;, die vermutlich als Backup gedient hat. Aber auch der Journalist konnte nicht wirklich Neues von seiner Einsicht berichten: Die Ordner &#8222;Politische Korruption&#8220; oder &#8222;Politische Intervention&#8220; habe es nicht gegeben. Wie bereits von anderen Auskunftspersonen berichtet, befanden sich darauf neben privaten Dateien einer Mitarbeiterin auch Politikerreden sowie die Strategie zum Falschaussageprozess von Sebastian Kurz.<\/p>\n<p>\n            U-Ausschuss macht Pause\n          <\/p>\n<p>Der U-Ausschuss macht nun eine l\u00e4ngere Pause. Die n\u00e4chsten Befragungen sind nach Ostern am 8. April geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von . &#8211; 12.03.2026 18:24 (Akt. 12.03.2026 18:24) Thomas Spalt (FP\u00d6) im Rahmen einer U-Ausschusssitzung. \u00a9APA\/GEORG HOCHMUTH Jener&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41181,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[17972,4357,40,41,44,9445,269,39,38,8539],"class_list":{"0":"post-41180","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-christian-pilnacek","9":"tag-donnerstag","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-oesterreich","13":"tag-pause","14":"tag-politik","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-u-ausschuss"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116217875490133706","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41180"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41180\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}