{"id":41874,"date":"2026-03-13T04:48:08","date_gmt":"2026-03-13T04:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41874\/"},"modified":"2026-03-13T04:48:08","modified_gmt":"2026-03-13T04:48:08","slug":"familienausschuss-erste-ergebnisse-der-arbeitsgruppe-zur-vaeterbeteiligung-sollen-ende-des-jahres-vorliegen-pk0203-12-03-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41874\/","title":{"rendered":"Familienausschuss: Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur V\u00e4terbeteiligung sollen Ende des Jahres vorliegen (PK0203\/12.03.2026)"},"content":{"rendered":"<p>Wien (PK) \u2013 Mit einer aktuellen Aussprache startete heute Sitzung des <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/NRSITZ\/6\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Familienausschusses<\/a>, bei der Bundesministerin Claudia Bauer den Abgeordneten Rede und Antwort stand. Neben Ma\u00dfnahmen zur Steigerung der V\u00e4terbeteiligung ging es auch um Vorschl\u00e4ge zur Einf\u00fchrung eines Mutterschutzes bei Fehl- und Totgeburten sowie um die Auswirkungen der neuen Bestimmungen in Sachen Familienleistungen f\u00fcr Ukraine-Vertriebene. Weiters nahm die Ressortchefin zu Forderungen Stellung, die auch in Form von oppositionellen Antr\u00e4gen auf der Agenda standen. So trat die FP\u00d6 nicht nur f\u00fcr die Abschaffung der Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen ein, sondern auch f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung und Beratung von Schwangeren, die Einf\u00fchrung eines verpflichtenden Beratungsgespr\u00e4chs sowie eine Bedenkzeit von mindestens drei Tagen zwischen der Anmeldung und der Durchf\u00fchrung eines Aborts.\u00a0 <\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen dr\u00e4ngten abermals auf die Legalisierung des sogenannten Social Egg Freezing. Dies w\u00fcrde Frauen die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnen, eigene Eizellen zum Zwecke einer sp\u00e4teren Befruchtung auch ohne medizinische Indikation entnehmen und einfrieren zu lassen. Ein besonderes Anliegen war ihnen auch der bessere Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum, was in einem umfassenden Drei-Punkte-Plan sowie in dem Wunsch nach einer strengeren Regulierung von &#8222;Lootboxen&#8220; zum Ausdruck kam.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Forderung der FP\u00d6 nach Abschaffung der Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde, beschloss der Ausschuss mehrheitlich, die restlichen Antr\u00e4ge zu vertagen.<\/p>\n<p>Ministerin Bauer sieht Steigerung der V\u00e4terbeteiligung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe<\/p>\n<p>Ministerin Bauer stimmte mit Bernhard Herzog (SP\u00d6) darin \u00fcberein, dass die derzeit niedrige V\u00e4terbeteiligung in \u00d6sterreich gesteigert werden sollte. Dazu wurde auch eine Arbeitsgruppe eingerichtet, deren konkrete erste Ergebnisse bis Ende 2026 vorliegen sollen. Man sei derzeit gut im Zeitplan, informierte sie. Allerdings sehe sie dieses Thema auch als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Eine Steigerung der V\u00e4terbeteiligung h\u00e4tte aber sicher auch einen positiven Effekt auf die Geburtenrate.<\/p>\n<p>Der FP\u00d6-Abgeordneten Rosa Ecker gegen\u00fcber bekr\u00e4ftigte Bauer, dass in Sachen Kinderbetreuung die Wahlfreiheit das oberste Gebot sei. Die Familien selbst w\u00fcssten \u00a0am besten, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Die Politik m\u00fcsse aber die n\u00f6tigen Rahmenbedingungen schaffen, wie etwa die treffsichere finanzielle F\u00f6rderung von Familien oder den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. Eine ausreichende zeitliche und \u00f6rtliche Verf\u00fcgbarkeit von Pl\u00e4tzen sei Voraussetzung daf\u00fcr, dass Frauen wieder rasch in den Beruf einsteigen k\u00f6nnen, wenn sie das wollen, stellte die Ministerin in Richtung der Abgeordneten Silvia Kumpan-Takacs (SP\u00d6) fest.<\/p>\n<p>Positiv \u00e4u\u00dferte sich Bauer bez\u00fcglich des Vorschlags von Elisabeth Scheucher-Pichler (\u00d6VP) sich Regelungen f\u00fcr den Mutterschutz bei Schwangerschaftsverlust zu \u00fcberlegen. Man k\u00f6nne sich dabei an Deutschland orientieren, das ein gestaffeltes Modell ab der 13. Schwangerschaftswoche eingef\u00fchrt habe. Zudem m\u00fcsste es aber auch eine Opt-out-Regelung geben.<\/p>\n<p>Was den von Paul Stich (SP\u00d6) und Barbara Ne\u00dfler (Gr\u00fcne) angesprochenen &#8222;runden Tisch&#8220; zu den Vorf\u00e4llen in SOS-Kinderd\u00f6rfern angeht, so m\u00fcsse man zun\u00e4chst die Ergebnisse des Endberichts abwarten.<\/p>\n<p>Auf eine Frage der Abgeordneten Gertraud Auinger-Oberzaucher (NEOS) hin, f\u00fchrte die Ministerin aus, dass die seit November geltenden neuen Bestimmungen f\u00fcr Ukraine-Vertriebene hinsichtlich des Bezugs von Familienleistungen eine positive Wirkung h\u00e4tten. Nachdem die Voraussetzungen an eine Erwerbst\u00e4tigkeit oder eine Meldung beim AMS gekn\u00fcpft worden sind, seien per Stand Februar 7.000 Personen und 10.700 Kinder anspruchsberechtigt.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Gruppe der &#8222;NEETs&#8220;, also f\u00fcr Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, die sich weder in Besch\u00e4ftigung, Ausbildung oder Trainings befinden, liege grunds\u00e4tzlich beim Arbeitsministerium. Dennoch werde etwa auch im neuen Integrationsprogramm gro\u00dfer Wert darauf gelegt, dass ein Job oder eine gemeinn\u00fctzige Arbeit angenommen werden m\u00fcssen. Andernfalls w\u00fcrden Sanktion drohen, f\u00fchrte Bauer gegen\u00fcber Abgeordneter Ricarda Berger (FP\u00d6) aus. Ihr teilte sie auch mit, dass mit dem Betreiber des Betriebskindergartens im BKA wegen der Verwendung eines Ramadan-Kalenders ein Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt worden sei.<\/p>\n<p><a id=\"XXVIII_A_00661\"\/>FP\u00d6 will Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen abschaffen<\/p>\n<p>Die FP\u00d6 ist schon seit l\u00e4ngerem der Ansicht, dass die Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen ihren &#8222;urspr\u00fcnglichen Auftrag \u00fcber Bord geworfen hat und als Akteur auf der politischen B\u00fchne gegen unliebsame weltanschauliche Gegner vorgeht&#8220;. Diese Kritik formulierten sie auch in Form eines Initiativantrags (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/661\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">661\/A<\/a>), der jedoch mehrheitlich abgelehnt wurde. Darin wird im Konkreten das Au\u00dferkrafttreten des Bundesgesetzes \u00fcber die Einrichtung einer Dokumentations- und Informationsstelle f\u00fcr Sektenfragen gefordert. <\/p>\n<p>FP\u00d6-Abgeordneter Harald Thau verwies auf die Erl\u00e4uterungen des im Jahr 1998 beschlossenen Gesetzes, in denen klargestellt worden sei, dass es bei der T\u00e4tigkeit der Sektenstelle &#8222;um Gefahren f\u00fcr Personen im Umfeld von Gruppierungen gehe, nicht um abstrakte gesellschaftliche Risiken&#8220;. In den vergangenen Jahren habe die Bundesstelle diesen gesetzlichen Auftrag jedoch eigenm\u00e4chtig ausgedehnt, indem sie den Gef\u00e4hrdungsbegriff auf allgemeine gesellschaftliche, politische oder institutionelle Bereiche ausgeweitet habe, kritisiert die FP\u00d6. Hinzu komme der Mangel an Transparenz sowie die Bezugnahme auf &#8222;pseudowissenschaftliche Quellen&#8220; wie das Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstandes (D\u00d6W), argumentierte Thau. Wenn staatliche Einrichtungen zur Diskreditierung unbequemer Meinungen oder Weltanschauungen missbraucht w\u00fcrden, dann sollte man sie abschaffen.<\/p>\n<p>Die Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen leiste eine sehr wichtige Arbeit und biete Betroffenen sowie deren Angeh\u00f6rigen eine gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung, war Bernhard Herzog (SP\u00d6) \u00fcberzeugt. Zahlreiche positive R\u00fcckmeldungen w\u00fcrden dies belegen. Die Forderung der FP\u00d6, eine so kompetente und serviceorientierte Einrichtung abschaffen zu wollen, k\u00f6nne er daher in keinster Weise nachvollziehen.<\/p>\n<p>Zu einem \u00e4hnlichen Urteil kam Margreth Falkner (\u00d6VP), die zudem die gestiegenen Beratungsf\u00e4lle in den letzten Jahren ins Treffen f\u00fchrte. Gerade im digitalen Raum w\u00fcrden zunehmend neue Gefahren entstehen, f\u00fcr die es ausgewiesene Expertinnen und Experten brauche. Besonders in Zeiten von Fake News und Verschw\u00f6rungstheorien w\u00fcrde es noch mehr Beratungsangebote brauchen, betonte Gertraud Auinger-Oberzaucher (NEOS). Sie verwahrte sich entschieden dagegen, das Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands als &#8222;pseudowissenschaftlich&#8220; zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Wenn man das D\u00d6W als wissenschaftlich wertvolle Institution einstufe, dann k\u00f6nne man genauso sagen, dass der ORF unpolitisch sei, hielt Marie-Christine Giuliani-Sterrer (FP\u00d6) ihrer Vorrednerin entgegen. Die Bundesstelle untergrabe ihrer Ansicht nach die Meinungsfreiheit, da sie Menschen, die gegen die Corona-Impfung protestiert haben, sekten\u00e4hnliches Vorhalten vorwerfe.\u00a0 Offenbar werde derzeit &#8222;jeder Strohhalm gesucht, um die FP\u00d6 mit Dreck zu bewerfen&#8220;.<\/p>\n<p>Auch Barbara Ne\u00dfler (Gr\u00fcne) betonte mit Nachdruck, dass das D\u00d6W auf Basis von wissenschaftlichen Methoden arbeite. Sie hielt die Einrichtung der Bundesstelle f\u00fcr dringend notwendig, da es die zahlreichen Gefahren, die von sekten\u00e4hnlichen Gruppierungen ausgingen, klar aufzeige. Diese reichten von Kindesmissbrauchsf\u00e4llen in Ferienlagern, frauenfeindlichen und sexistischen &#8222;Manfluencern&#8220; bis hin zu teuren Pseudo-Coaching-Angeboten. Wohin k\u00f6nnten sich all diese Personen wenden, wenn es diese Einrichtung nicht mehr gibt, fragte Ne\u00dfler.<\/p>\n<p>Kritik sei immer zul\u00e4ssig, erkl\u00e4rte Bundesministerin Claudia Bauer, aber die Bundesstelle f\u00fcr Sektenfragen leiste eine enorm wichtige Arbeit. Auch aus Sicht der Politik sei es notwendig, ein Auge auf gesellschaftliche Entwicklungen zu haben. Genau dies tue die Sektenstelle, indem sie auf Extremf\u00e4lle hinweise und Beratung anbiete. Es sei weiterhin unbestritten, dass man Corona-Ma\u00dfnahmen kritisch gegen\u00fcber stehen k\u00f6nne. Wenn dann aber von einer &#8222;geplanten Pandemie&#8220; die Rede sei oder wenn Kinder im h\u00e4uslichen Unterricht jeglicher sozialer Kontakt verwehrt werde, dann handle es sich um bedenkliche Entwicklungen, die aufgezeigt werden sollen. Was den radikalen Islam betrifft, so finde er keinen Niederschlag im Sektenbericht, da es daf\u00fcr eine eigenen Stelle gebe, informierte die Ministerin.<\/p>\n<p><a id=\"XXVIII_A_00706\"\/>FP\u00d6: Verbesserung der Rahmenbedingungen f\u00fcr Schwangere und verpflichtendes Beratungsgespr\u00e4ch<\/p>\n<p>Die Freiheitlichen vertreten die grunds\u00e4tzliche Meinung, dass Schwangerschaftsabbr\u00fcche aus ethischer sowie auch aus gesellschaftspolitischer Sicht \u2013 im Rahmen der geltenden rechtlichen Bestimmungen \u2013 m\u00f6glichst vermieden werden sollen. Dabei gehe es ihnen aber nicht um Verbote oder moralische Verurteilung, bekr\u00e4ftigte Abgeordnete Ricarda Berger (FP\u00d6) in einem Entschlie\u00dfungsantrag (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/706\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">706\/A(E)<\/a>), sondern um konkrete Angebote f\u00fcr die Schwangeren, die Perspektiven schaffen und belastende Umst\u00e4nde abmildern k\u00f6nnten. \u00dcberdies m\u00fcsse ein gesellschaftliches Klima geschaffen werden, in dem Mutterschaft als wertvolle und unterst\u00fctzenswerte Lebensperspektive sichtbar gemacht werde, hebt Berger hervor.<\/p>\n<p>Im Konkreten setzt sie sich f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer anonymen statistischen Erfassung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen ein, zumal es in \u00d6sterreich eine erhebliche L\u00fccke in der Datengrundlage gebe. Sch\u00e4tzungen gingen aber davon aus, dass rund 30.000 Abbr\u00fcche pro Jahr durchgef\u00fchrt werden. Weiters fordern die Freiheitlichen die Implementierung bundesweit einheitlicher Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr ergebnisoffene Beratungen vor einem Schwangerschaftsabbruch, den Ausbau des psychosozialen Beratungsangebots sowie eine verst\u00e4rkte Schulung des Fachpersonals in Krisenintervention und Schwangerschaftskonfliktberatung. Insbesondere sollte es ein verpflichtendes\u00a0 Beratungsgespr\u00e4ch sowie eine Bedenkzeit von mindestens drei Kalendertagen zwischen der Anmeldung und der Durchf\u00fchrung eines Schwangerschaftsabbruchs geben.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit als Psychotherapeutin sei sie zur \u00dcberzeugung gekommen, dass Frauen oft mehr Zeit zum Nachdenken brauchen w\u00fcrden, meinte Marie-Christine Giuliani-Sterrer (FP\u00d6) . Da viele Frauen, die im jungen Alter schwanger werden, oft vor existenziellen Problemen stehen w\u00fcrden, sollten &#8222;viel mehr&#8220; Mittel zur Unterst\u00fctzung der Betroffenen zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Silvia Kumpan-Takacs (SP\u00d6) steht die Selbstbestimmung der Frauen im Vordergrund. Die Einf\u00fchrung einer Bedenkzeit lehnte sie ab, da sich keine Frau leichtfertig f\u00fcr einen Schwangerschaftsabbruch entscheide w\u00fcrde. Ebenso wie Abgeordnete Elisabeth Scheucher-Pichler (\u00d6VP) machte sie darauf aufmerksam, dass es bereits viele Anlaufstellen f\u00fcr Betroffene gebe. Gertraud Auinger-Oberzaucher (NEOS) sah keinen \u00c4nderungsbedarf und hielt es f\u00fcr gut, dass es ein Beratungsgespr\u00e4ch auf freiwilliger Basis gebe.<\/p>\n<p><a id=\"XXVIII_A_00525\"\/>Gleiche Chancen auf Familienplanung: Social Egg Freezing legalisieren<\/p>\n<p>Geht es nach den Gr\u00fcnen, dann soll es Frauen in Hinkunft erlaubt werden, eigene Eizellen zum Zwecke einer sp\u00e4teren Befruchtung aus Gr\u00fcnden der Familienplanung auch ohne medizinische Indikation entnehmen und einfrieren (kryokonservieren) lassen zu k\u00f6nnen (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/525\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">525\/A(E)<\/a>). Das sogenannte Social Egg Freezing w\u00fcrde es Frauen mit Kinderwunsch somit erlauben, ihre Fertilit\u00e4t zu verl\u00e4ngern, erl\u00e4uterte Barbara Ne\u00dfler (Gr\u00fcne). Auch wenn der Verfassungsgerichtshof nun eine Frist bis April 2027 gesetzt habe, so sollte im Sinne der Frauen schon fr\u00fcher eine L\u00f6sung gefunden werden. <\/p>\n<p>Rosa Ecker (FP\u00d6) konnte dem Anliegen wenig abgewinnen. Ihrer Meinung nach gebe es kein Recht von Eltern auf Kinder, sondern nur ein Recht der Kinder auf Eltern. Au\u00dferdem k\u00f6nne niemand garantieren, dass mit den eingefrorenen Eizellen viele Jahre sp\u00e4ter ein gesundes Kind auf die Welt komme.<\/p>\n<p>Silvia Kumpan-Takacs (SP\u00d6) und Daniela Gmeinbauer (\u00d6VP) pl\u00e4dierten daf\u00fcr, die Zeit nun zu nutzen, um eine gute L\u00f6sung in dieser Frage zu finden. Auch wenn es f\u00fcr sie schneller gehen k\u00f6nnte, so sollte man nun die Gelegenheit ergreifen, um eine Gesamtreform des Reproduktionsrechts auf die Beine zu stellen, schlug Gertraud Auinger-Oberzaucher (NEOS) vor.<\/p>\n<p>In dieser Frage seien prim\u00e4r das Justiz- und das Gesundheitsressort zust\u00e4ndig, merkte Familienministerin Claudia Bauer an. Sie sei aber sicher, dass an einer gewissenhaften Umsetzung des Urteils des VfGH gearbeitet werde.<\/p>\n<p><a id=\"XXVIII_A_00726\"\/><a id=\"XXVIII_A_00745\"\/>Antr\u00e4ge der Gr\u00fcnen in Sachen digitaler Kinderschutz und Lootboxen <\/p>\n<p>Im Sinne des Schutzes von Kindern und Jugendlichen setzen sich die Gr\u00fcnen f\u00fcr eine strengere Regulierung von sogenannten Lootboxen ein. Dabei handelt es sich um virtuelle \u00dcberraschungskisten in Videospielen, die gegen Zahlung von realem Geld erworben werden k\u00f6nnen. Zahlreiche Studien w\u00fcrden darauf hinweisen, dass damit suchtf\u00f6rderndes Verhalten beg\u00fcnstigt werde, da gezielt Mechanismen eingesetzt werden, die mit Gl\u00fccksspielsucht vergleichbar seien. Abgeordneter S\u00fcleyman Zorba (Gr\u00fcne) fordert daher die zust\u00e4ndige Ministerin dazu auf, nicht nur die Informations- und Beratungsangebote f\u00fcr Kinder- und Jugendliche sowie f\u00fcr Erziehungsberechtigte zum Thema Lootboxen zu verst\u00e4rken, sondern sich auf EU-Ebene f\u00fcr eine rasche europ\u00e4ische L\u00f6sung bzw. Regulierung einzusetzen (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/726\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">726\/A(E))<\/a>.<\/p>\n<p>Nachdem Kinder und Jugendliche zunehmend in einer digital gepr\u00e4gten Welt aufwachsen, m\u00fcssten nach Ansicht der Gr\u00fcnen auch die Social-Media-Plattformen st\u00e4rker in die Pflicht genommen werden. Dennoch w\u00fcrde die Einf\u00fchrung eines Mindestalters f\u00fcr die Nutzung von Social-Media zu kurz greifen, da die Risiken breit gef\u00e4chert seien und von KI-basierten Anwendungen \u00fcber Online-Games bis zu Fake News reichen w\u00fcrden. Digitaler Kinderschutz m\u00fcsse daher ganzheitlich gedacht werden, hei\u00dft es in einem weiteren Antrag (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/745\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">745\/A(E)<\/a>). Die Gr\u00fcnen schlagen daher die Umsetzung eines Drei-Punkte-Plans vor, der unter anderem den systematischen Ausbau von Medien- und Digitalkompetenz enth\u00e4lt. \u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sie dem Antrag zu den Lootboxen zustimmen k\u00f6nne, st\u00fcnde sie der Einf\u00fchrung von Altersgrenzen f\u00fcr die Nutzung von Social-Media-Plattformen sehr skeptisch gegen\u00fcber, gab Marie-Christine Giuliani-Sterrer (FP\u00d6) zu bedenken. In diesem Zusammenhang f\u00fchrte sie auch ins Treffen, dass sich Jugendliche ab 14 Jahren w\u00e4hrend der Corona-Krise ohne Zustimmung Eltern in den Impfbussen impfen lassen konnten.<\/p>\n<p>Daniela Gmeinbauer (\u00d6VP) hielt dem entgegen, dass in den Familien \u00fcber Gesundheitsthemen wohl h\u00e4ufiger diskutiert werde und dass viele Eltern \u00fcber digitale Angebote vielleicht auch weniger Bescheid w\u00fcssten. Bez\u00fcglich der Einf\u00fchrung von Altersgrenzen werde europaweit schon l\u00e4nger diskutiert, f\u00fchrte ihr Fraktionskollege Norbert Sieber aus. Sollte von der Kommission kein Vorschlag kommen, dann werde an einer nationalen Regelung gearbeitet.<\/p>\n<p>Es gehe ihm vor allem darum, dass die m\u00e4chtigen Tech-Konzerne ihre Verantwortung gegen\u00fcber den Jugendlichen auch wahrnehmen, unterstrich S\u00fcleyman Zorba (Gr\u00fcne). Es w\u00fcrde schon jetzt Altersgrenzen geben; diese k\u00f6nnten aber leicht umgangen werden.<\/p>\n<p>Es sei bewiesen, dass Kinder und Jugendliche, die keine Social Media mehr benutzen k\u00f6nnten, unter Entzugserscheinungen wie Drogenabh\u00e4ngige leiden w\u00fcrden, konstatierte Bundesministerin Claudia Bauer. Die Risken seien bekannt und w\u00fcrden von falschen Sch\u00f6nheitsidealen, Fake News bis hin zu sexueller Bel\u00e4stigung reichen. Der Kinder- und Jugendschutz habe daher f\u00fcr sie gr\u00f6\u00dfte Priorit\u00e4t, betonte die Ressortchefin. Gleichzeitig m\u00fcssten den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Eltern, digitale Kompetenzen vermittelt werden. Bez\u00fcglich der Einf\u00fchrung von Altersgrenzen f\u00fcr Social Media wolle man nicht warten, sondern bereits auf nationaler Ebene in Vorlage treten. (Schluss) sue<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (PK) \u2013 Mit einer aktuellen Aussprache startete heute Sitzung des Familienausschusses, bei der Bundesministerin Claudia Bauer den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13223,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[18233,1559,18232,7456,76,1251,3462,40,41,39,38],"class_list":{"0":"post-41874","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-familienausschuss","9":"tag-nationalrat","10":"tag-vaeterbeteiligung","11":"tag-bauer","12":"tag-eu","13":"tag-familie","14":"tag-frauen","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116220061515195265","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41874"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41874\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}