{"id":41964,"date":"2026-03-13T06:03:09","date_gmt":"2026-03-13T06:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41964\/"},"modified":"2026-03-13T06:03:09","modified_gmt":"2026-03-13T06:03:09","slug":"finanznachrichten-boersen-news-boerse-express-138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41964\/","title":{"rendered":"Finanznachrichten &#038; B\u00f6rsen-News | B\u00f6rse Express"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Der Industriekonzern k\u00e4mpft mit einem Quartalsverlust von 334 Millionen Euro und treibt gleichzeitig die strategische Neuausrichtung von Stahlsparte und Handel voran.\n                                    <\/p>\n<p>Drei strategische Gro\u00dfprojekte gleichzeitig, ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro im letzten Quartal und eine Aktie, die rund ein Drittel unter ihrem Jahreshoch notiert. Thyssenkrupp steckt mitten in einem der aufwendigsten Konzernumbaus der deutschen Industriegeschichte \u2013 und die entscheidenden Fristen h\u00e4ufen sich.<\/p>\n<p>Materials Services und Steel Europe im Fokus<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz l\u00e4uft die erste kritische Frist ab: Die Handelssparte Materials Services muss operative Fortschritte in Richtung Eigenst\u00e4ndigkeit nachweisen. Die Einheit mit 11,4 Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 15.000 Besch\u00e4ftigten hat mehrere Optionen auf dem Tisch \u2013 ein B\u00f6rsengang im Herbst 2026, eine Abspaltung an die Aktion\u00e4re, ein Verkauf oder eine Umwandlung in eine KGaA.<\/p>\n<p>Parallel dazu laufen Due-Diligence-Gespr\u00e4che mit Jindal Steel International \u00fcber die Stahlsparte Steel Europe. Zwei Meilensteine wurden bereits erreicht: ein Tarifvertrag zur Restrukturierung im Dezember 2025 und ein Term Sheet mit der Salzgitter AG f\u00fcr das Gemeinschaftsunternehmen HKM im Februar. Die \u00dcbertragung der HKM-Anteile ist f\u00fcr den 1. Juni 2026 geplant.<\/p>\n<p>Operativ versucht Steel Europe gleichzeitig Stabilit\u00e4t zu signalisieren \u2013 unter anderem durch einen neuen Liefervertrag mit BMW f\u00fcr das Modell iX3 ab 2026. Allerdings haben die gr\u00fcnen Wasserstoffambitionen einen D\u00e4mpfer erhalten: Ein Ausschreibungsverfahren zur Versorgung des Duisburger Werks wurde pausiert, nachdem die eingegangenen Angebote deutlich \u00fcber den Erwartungen lagen. Der Bau der Direct Reduction Iron-Anlage l\u00e4uft dennoch planm\u00e4\u00dfig weiter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/einzel-analyse\/?source=Boerse-Express&amp;blog=Boerse-Express&amp;further_tracking=BE_Internal_Article&amp;adref=Source_Boerse-Express%3ABlog_Boerse-Express%3AFurther_tracking_BE_Internal_Article%3ABEXPID_876130%3AEx-Article-ID_762874&amp;trk=BE_Einzel_Analyse_Mitte&amp;isin=DE0007500001&amp;aktienname=Thyssenkrupp&amp;author_id=30205\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color:#2892d0;\" target=\"_blank\">Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?<\/a><\/p>\n<p>Stabilit\u00e4tsanker TKMS, aber Kosten belasten<\/p>\n<p>Inmitten des Umbaus liefert die Marinetochter Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) einen verl\u00e4sslichen Ruhepol. Seit Oktober 2025 eigenst\u00e4ndig b\u00f6rsennotiert und seit Dezember im MDAX gelistet, h\u00e4lt Thyssenkrupp weiterhin 51 Prozent der Anteile. Mit einem Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro und einer Bewerbung um bis zu zw\u00f6lf U-Boote f\u00fcr Kanada sowie dem Status als einziger Bieter f\u00fcr das F127-Fregatten-Programm der Bundeswehr ist TKMS strukturell gut positioniert.<\/p>\n<p>Die Konzernzahlen erz\u00e4hlen jedoch eine andere Geschichte. Einem Umsatz von 7,2 Milliarden Euro und einem bereinigten EBIT von 211 Millionen Euro standen Restrukturierungskosten von 401 Millionen Euro allein aus der Stahlsparte gegen\u00fcber. F\u00fcr das Gesamtjahr erwartet das Management einen Nettoverlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Hinzu kommt das schwierige Branchenumfeld: Hohe Energiepreise belasten energieintensive Stahlproduzenten besonders stark, w\u00e4hrend die Nachfrage konjunkturbedingt schw\u00e4chelt. Dass Investor Sunil Jagwani zuletzt eine Position von 9,13 Prozent \u00fcber Aktienswaps und Put-Optionen aufgebaut hat, zeigt zumindest das Interesse institutioneller Investoren \u2013 unmittelbare Kursimpulse l\u00f6ste die Pflichtmitteilung vom 6. M\u00e4rz jedoch nicht aus.<\/p>\n<p>Am 12. Mai 2026 legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht vor. Dann werden Investoren konkrete Antworten erwarten: Wie weit sind die Verhandlungen mit Jindal gediehen, wie endet die strategische Pr\u00fcfung bei Materials Services, und liegt die HKM-\u00dcbertragung im Plan? Bis dahin bleibt die Aktie eng an den Fortschritten des Konzernumbaus gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 12. M\u00e4rz liefert die Antwort:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf f\u00fcr Thyssenkrupp-Aktion\u00e4re. 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