{"id":41993,"date":"2026-03-13T06:23:07","date_gmt":"2026-03-13T06:23:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41993\/"},"modified":"2026-03-13T06:23:07","modified_gmt":"2026-03-13T06:23:07","slug":"ist-europa-bereit-seine-medizinische-souveraenitaet-zu-verteidigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/41993\/","title":{"rendered":"Ist Europa bereit, seine medizinische Souver\u00e4nit\u00e4t zu verteidigen?"},"content":{"rendered":"<p>\u201eGesundheitssicherheit ist nationale Sicherheit\u201c, sagte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen Anfang dieses Jahres vor Botschafterinnen und Botschaftern in Br\u00fcssel. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit haben geopolitische Spannungen die Gesundheitssysteme Europas und die Lieferketten f\u00fcr Arzneimittel stark unter Druck gesetzt. <\/p>\n<p>Die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und politische Kurswechsel wichtiger Partner wie der Vereinigten Staaten haben die Gesundheitslandschaft der Europ\u00e4ischen Union ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren k\u00e4mpft die Union mit unterbrochenen Lieferketten, Engp\u00e4ssen bei Arzneimitteln und Fachkr\u00e4ften, der Drohung mit neuen Z\u00f6llen und einer Abwanderung von Talenten \u2013 in einer alternden Gesellschaft mit ohnehin \u00fcberlasteten Gesundheitssystemen. <\/p>\n<p>Auch die globale Gesundheitsarchitektur steht unter Druck. Die Entscheidung der Vereinigten Staaten, aus der Weltgesundheitsorganisation auszutreten (WHO), und alle humanit\u00e4re sowie entwicklungspolitische Hilfe einzustellen, hat ein erhebliches Vakuum hinterlassen und Raum f\u00fcr neue Akteure und Dynamiken geschaffen. <\/p>\n<p>Die zentrale Frage lautet nun: Ist die Europ\u00e4ische Union bereit, ihre Rolle als globale Gesundheitsmacht zu behaupten und zugleich Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Stabilit\u00e4t im eigenen Binnenmarkt zu sichern?<\/p>\n<p>Europas Pharma- und Biotechsektor: zentrale Herausforderungen<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Pharma- und Biotechbranche gilt weltweit als zentrale St\u00fctze f\u00fcr Handel und Forschung. Ohne Arzneimittel w\u00fcrde der Handelsbilanz\u00fcberschuss der EU von derzeit 147 Milliarden Euro in ein Defizit von 47 Milliarden Euro kippen, sch\u00e4tzt der europ\u00e4ische Pharmaverband EFPIA. <\/p>\n<p>Die Branche investiert pro Jahr rund 55 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (F&amp;E) und erzielt Exporterl\u00f6se von etwa 320 Milliarden Euro. Damit tr\u00e4gt sie so viel wie kein anderer Industriezweig zum Handels\u00fcberschuss der EU bei, so EFPIA. <\/p>\n<p>Dennoch zeigen aktuelle Analysen, dass <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/10\/29\/pharma-deutschland-china\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa an Boden verliert.<\/a> <\/p>\n<p>In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Region rund 25 Prozent ihres weltweiten Anteils an F&amp;E-Investitionen verloren. Zwischen 2010 und 2022 stiegen die F&amp;E-Ausgaben der europ\u00e4ischen Pharmabranche im Schnitt um vier Komma vier Prozent pro Jahr, in den USA hingegen um f\u00fcnf Komma f\u00fcnf Prozent und in China sogar um zwanzig Komma sieben Prozent.<\/p>\n<p>Der Draghi-Bericht z\u00e4hlt Pharma und Biotechnologie zu den zehn strategischen Branchen, in die Europa verst\u00e4rkt investieren und in denen es seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit zur\u00fcckgewinnen muss.<\/p>\n<p>Was tut die EU?<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union reagiert mit einer ganzen Reihe gesetzgeberischer und regulatorischer Initiativen, darunter: <\/p>\n<p>Das EU-Biotech-Gesetz, das einen Rahmen schaffen soll, der biotechnologische Innovationen schneller in den Markt bringt und so die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Union st\u00e4rkt. <\/p>\n<p>Parallel dazu \u00fcberarbeitet die EU ihre pharmazeutische Gesetzgebung grundlegend und erneuert damit die seit zwei Jahrzehnten geltenden Regeln f\u00fcr Arzneimittel. Der neue Rahmen verl\u00e4ngert bestimmte Schutzfristen, um Unternehmen st\u00e4rker dazu zu bewegen, in Europa zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten. <\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/03\/16\/5-wichtige-erkenntnisse-zum-gesetz-uber-kritische-arzneimittel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Critical Medicines Act<\/a> will die EU zudem die Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln sichern und Abh\u00e4ngigkeiten verringern. <\/p>\n<p>Ob diese Instrumente ausreichen, steht im Mittelpunkt des Euronews Health Summit am 17. M\u00e4rz, wo Fachleute aus Industrie, \u00f6ffentlichen Institutionen, Forschungszentren und der Zivilgesellschaft \u00fcber Europas Weg zu gr\u00f6\u00dferer medizinischer Souver\u00e4nit\u00e4t diskutieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eGesundheitssicherheit ist nationale Sicherheit\u201c, sagte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen Anfang dieses Jahres vor Botschafterinnen und Botschaftern in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41994,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,2386,74,124,3641],"class_list":{"0":"post-41993","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europaeische-union","11":"tag-europe","12":"tag-gesundheit","13":"tag-wettbewerbsfaehigkeit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116220435525042390","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41993"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41993\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}