{"id":42355,"date":"2026-03-13T10:14:06","date_gmt":"2026-03-13T10:14:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/42355\/"},"modified":"2026-03-13T10:14:06","modified_gmt":"2026-03-13T10:14:06","slug":"hisense-smart-tv-werbung-so-wehren-sie-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/42355\/","title":{"rendered":"Hisense Smart TV Werbung: So wehren Sie sich"},"content":{"rendered":"<p>            <img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"696\" height=\"400\" data-no-lazy=\"\" class=\"entry-thumb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/130326-Hisense-Werbung-696x400.jpg\" alt=\"Zwangswerbung beim HDMI-Wechsel: Hisense-Nutzer w\u00fcten \u00fcber dreiste TV-Reklame.\" title=\"130326 Hisense Werbung\"\/><\/p>\n<p>Ein aktueller \u201eTest\u201c des Herstellers <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/thema\/hisense\/\" class=\"av-highlight\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema Hisense\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hisense<\/a> sorgt f\u00fcr massive Emp\u00f6rung: Wer das Eingangssignal an seinem Fernseher wechselt, wird mit nicht \u00fcberspringbaren Werbespots zwangsbegl\u00fcckt. Doch Hisense ist nicht allein \u2013 so wehren Sie sich gegen die Werbeflut auf Ihrem Smart-TV.<\/p>\n<p>Besitzer von Hisense Smart-TVs mit dem Betriebssystem VIDAA (k\u00fcrzlich in Home OS umbenannt) trauten zuletzt ihren Augen nicht: Beim simplen Wechsel vom TV-Programm zur Spielekonsole via HDMI blendete das Ger\u00e4t pl\u00f6tzlich bildschirmf\u00fcllende Werbevideos ein. Besonders dreist: Die Clips lie\u00dfen sich f\u00fcr mehrere Sekunden nicht \u00fcberspringen und blockierten damit die eigentliche Funktion des teuer bezahlten Ger\u00e4ts. Berichte \u00fcber diese Praxis h\u00e4uften sich zuerst in Spanien und Gro\u00dfbritannien, doch auch deutsche Nutzer berichten zunehmend von aggressiven Einblendungen.<\/p>\n<p>Der Hersteller reagierte prompt auf den heraufziehenden Shitstorm und bezeichnete die Aktion als einen \u201epunktuellen Test\u201c, der in Spanien bereits wieder beendet worden sei. Man betonte, dass Kernfunktionen nicht beeintr\u00e4chtigt worden seien \u2013 eine Aussage, der viele Nutzer widersprechen, da die Wartezeit beim Umschalten die Bedienung massiv verz\u00f6gert. Experten bef\u00fcrchten jedoch, dass dieser Test nur der Vorbote f\u00fcr eine neue \u00c4ra der \u201eHardware-Monetarisierung\u201c ist, bei der Kunden auch nach dem Kauf st\u00e4ndig zur Kasse gebeten werden \u2013 und sei es nur mit ihrer Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Hisense ist kein Einzelfall<\/p>\n<p>Doch Hisense ist kein Einzelfall. In der Branche ist es l\u00e4ngst zum Standard geworden, die Benutzeroberfl\u00e4chen der Fernseher als Werbefl\u00e4che zu missbrauchen. <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/thema\/samsung\/\" class=\"av-highlight\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema Samsung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Samsung<\/a> etwa integriert seit Jahren Anzeigen direkt in den \u201eSmart Hub\u201c, w\u00e4hrend LG auf seinen WebOS-Ger\u00e4ten Empfehlungen einblendet, die oft nichts anderes als bezahlte Anzeigen sind. Auch Sony-Fernseher mit Google TV zeigen auf dem Startbildschirm prominente Banner f\u00fcr Apps und Filme, die der Nutzer oft gar nicht abonniert hat.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr diese Entwicklung ist simpel: Das Gesch\u00e4ft mit den Ger\u00e4ten selbst ist hart umk\u00e4mpft und die Margen sind gering. Die Hersteller haben das Wohnzimmer als lukrativen Daten- und Werbeplatz entdeckt. Durch das Tracking des Sehverhaltens (Automatic Content Recognition, ACR) wissen die Konzerne genau, was ihre Kunden schauen, und k\u00f6nnen diese Profile teuer an Werbepartner verkaufen. Der Fernseher wird so vom reinen Wiedergabeger\u00e4t zum digitalen Plakatst\u00e4nder.<\/p>\n<p>Besorgniserregende Entwicklung<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verbraucher ist das eine besorgniserregende Entwicklung. W\u00e4hrend man fr\u00fcher f\u00fcr werbefreies Fernsehen lediglich auf Streaming-Dienste umsteigen musste, wird nun die Hardware selbst zur Werbeschleuder. Da diese Funktionen oft erst nachtr\u00e4glich per Software-Update aktiviert werden, f\u00fchlen sich viele Kunden betrogen. Rechtlich ist die Lage schwierig, da Nutzer bei der Einrichtung meist umfangreichen AGB und Datenschutzbestimmungen zustimmen, in denen diese \u201eDienste\u201c versteckt sind.<\/p>\n<p>Wer sich die Kontrolle \u00fcber sein Wohnzimmer zur\u00fcckholen m\u00f6chte, muss selbst aktiv werden. Es gibt verschiedene Wege, die Werbeflut einzud\u00e4mmen \u2013 von einfachen Klicks in den Einstellungen bis hin zu technischen Filtern im Heimnetzwerk. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, nutzt seinen Smart-TV nur noch als \u201edummen\u201c Bildschirm. Die Intelligenz \u00fcberl\u00e4sst man externen Ger\u00e4ten, die (noch) weniger auf aggressive Werbung setzen.<\/p>\n<p>Werbung auf dem Smart-TV stoppen<\/p>\n<p>Datenschutz-Einstellungen pr\u00fcfen: Optionen wie \u201ePersonalisierte Werbung\u201c, \u201eInteraktive Dienste\u201c oder \u201eACR-Tracking\u201c deaktivieren. Bei Samsung hei\u00dft dies oft \u201ePSID zur\u00fccksetzen\u201c, bei LG \u201eEmpfohlene Inhalte anzeigen\u201c.<\/p>\n<p>HbbTV ausschalten: Viele Einblendungen kommen direkt \u00fcber das digitale Antennen- oder Kabelsignal. Das Deaktivieren von HbbTV stoppt die sogenannten \u201eRed Button\u201c-Einblendungen der Sender.<\/p>\n<p>DNS-Filter nutzen: In den Netzwerkeinstellungen: Eintragen des Fernsehers oder Routers werbeblockierende DNS-Server ein (z. B. von AdGuard: 94.140.14.14). Dies blockiert die Anfragen zu den Werbeservern der Hersteller.<\/p>\n<p>Pi-hole installieren: Fortgeschrittene Nutzer k\u00f6nnen einen \u201ePi-hole\u201c (auf Basis eines Raspberry Pi) in ihr Heimnetzwerk integrieren. Dieser filtert Werbung f\u00fcr alle Ger\u00e4te im Haus, bevor sie \u00fcberhaupt am Fernseher ankommt.<\/p>\n<p>Internetverbindung kappen: Der radikalste, aber effektivste Weg: Den Fernseher komplett von WLAN\/LAN trennen. Ohne Internetverbindung kann das Ger\u00e4t keine Werbespots nachladen.<\/p>\n<p>Externe Zuspieler verwenden: Nutzen externer Boxen \u2013 etwa den <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/thema\/apple\/\" class=\"av-highlight\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema Apple\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple<\/a> TV 4K, einen Fire TV Stick oder eine Spielkonsole. Diese bieten oft eine fl\u00fcssigere Bedienung und \u2013 im Falle von Apple \u2013 deutlich weniger Systemwerbung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem interessant:<\/p>\n<p class=\"isc_image_list_title\">Bildquelle:<\/p>\n<p>\t\t130326 Hisense Werbung: Reddit \/ asterix336\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein aktueller \u201eTest\u201c des Herstellers Hisense sorgt f\u00fcr massive Emp\u00f6rung: Wer das Eingangssignal an seinem Fernseher wechselt, wird&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42356,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[46,42,18387,18388,44,97,96,18389,101,98,18390,2625,100,99],"class_list":{"0":"post-42355","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-hdmi-werbung","11":"tag-hisense","12":"tag-oesterreich","13":"tag-science","14":"tag-science-technology","15":"tag-smart-tv","16":"tag-technik","17":"tag-technology","18":"tag-vidaa","19":"tag-werbung","20":"tag-wissenschaft","21":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116221343414316208","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42355\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42356"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}