{"id":42527,"date":"2026-03-13T11:54:11","date_gmt":"2026-03-13T11:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/42527\/"},"modified":"2026-03-13T11:54:11","modified_gmt":"2026-03-13T11:54:11","slug":"arbeitsvolumen-seit-2005-trotz-750-000-mehr-erwerbstaetigen-kaum-gestiegen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/42527\/","title":{"rendered":"Arbeitsvolumen seit 2005 trotz 750.000 mehr Erwerbst\u00e4tigen kaum gestiegen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen und der Anteil an ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften hat sich mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Teilzeitarbeit stark an. <\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen 20 Jahren laut <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/statistik-austria\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" seit=\"\" trotz=\"\" mehr=\"\" erwerbst=\"\" kaum=\"\" gestiegen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Statistik Austria<\/a> \u201edeutlich gewandelt\u201c. Die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen in \u00d6sterreich stieg seit 2005 um rund 750.000 auf 4,5 Millionen im Jahr 2025, das Arbeitsvolumen ist hingegen kaum gestiegen. Die Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen und der Anteil der Menschen ohne \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft an allen Erwerbst\u00e4tigen hat sich mehr als verdoppelt. Die Teilzeitquote stieg um knapp 10 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 20-prozentigen Anstieg der Erwerbspersonen seit 2005 gibt es mehrere Gr\u00fcnde. \u201eBesonders Frauen, \u00e4ltere Menschen und nicht-\u00f6sterreichische Staatsangeh\u00f6rige haben zu diesem Plus beigetragen\u201c, sagte die Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk am Donnerstag bei der Pr\u00e4sentation der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung in Wien. Die Frauen-Erwerbst\u00e4tigenquote erreichte im Vorjahr insgesamt 71 Prozent und lag damit um 9,9 Prozentpunkte \u00fcber 2005. Der geringf\u00fcgige Anstieg der tats\u00e4chlich in einem Jahr geleisteten Arbeitsstunden sei \u201eauf die Ausweitung der Teilzeit und einen deutlichen R\u00fcckgang von \u00dcber- und Mehrstunden zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rte Lenk. Das Arbeitsvolumen stieg in den vergangenen 20 Jahren nur um 2,1 Prozent auf 6,89 Mrd. Stunden im Jahr 2025.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich liegt im <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/eu\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" seit=\"\" trotz=\"\" mehr=\"\" erwerbst=\"\" kaum=\"\" gestiegen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-Vergleich bei der Teilzeitquote auf Rang 2. Rund die H\u00e4lfte (49,8 Prozent) aller erwerbst\u00e4tigen Frauen arbeitete im Vorjahr in Teilzeit. Zum Vergleich: 2005 waren es noch 39,5 Prozent. Bei M\u00e4nnern hat sich die Teilzeitquote auf 14 Prozent mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung beruht laut Statistik Austria auf einem Zusammenspiel von starkem Anstieg der Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen, Recht auf Elternteilzeit (seit 2004), begrenzten Kinderbetreuungsangeboten, ver\u00e4nderten Pr\u00e4ferenzen und generell der Entwicklung hin zu teilzeitintensiven Branchen. 7 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen, die bei der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung befragt wurden, wollen mehr Stunden arbeiten, 15 Prozent wollen weniger.<\/p>\n<p>Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten schrillen bei der Wirtschaftskammer \u201ealle Alarmglocken\u201c. \u201eIn Summe m\u00fcssen wir alle Hebel ziehen, um das Arbeitsvolumen zu steigern\u201c, so WK\u00d6-Generalsekret\u00e4r <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/jochen-danninger\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" seit=\"\" trotz=\"\" mehr=\"\" erwerbst=\"\" kaum=\"\" gestiegen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jochen Danninger<\/a>. \u201eWenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern, wird uns der Fachkr\u00e4ftemangel massiv an Wachstum und Wohlstand kosten.\u201c<\/p>\n<p>Die Zahl der \u00dcber- und Mehrstunden halbierte sich von \u00fcber 354 Mio. Stunden im Jahr 2005 auf rund 170 Mio. Stunden im Jahr 2025. Im Vorjahr wurden 124,2 Millionen \u00dcber- und Mehrstunden bezahlt, f\u00fcr 45,9 Millionen Stunden gab es keine Entlohnung oder keinen Zeitausgleich.<\/p>\n<p>Der \u00d6GB sch\u00e4tzt, dass den Besch\u00e4ftigten durch unbezahlte Mehrarbeit im Vorjahr ein Brutto-\u201eLohnverlust\u201c von rund 2,5 Mrd. Euro entstanden ist und dem Staat dadurch 1,23 Mrd. Euro an Steuern und Beitr\u00e4gen entgangen sind. \u201eBesch\u00e4ftigte sollten ihre Anspr\u00fcche rechtzeitig geltend machen\u201c, sagte \u00d6GB-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Helene Schuberth laut Aussendung. Viele Arbeitsvertr\u00e4ge h\u00e4tten \u201esehr kurze Verfallsfristen\u201c, oft w\u00fcrden nicht ausbezahlte \u00dcberstunden bereits nach drei Monaten verfallen.<\/p>\n<p>Zu den Gr\u00fcnden des \u00dcberstunden-R\u00fcckgangs im langj\u00e4hrigen Vergleich konnte die Statistik Austria keine Angaben machen, weil dies nicht bei der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung abgefragt wird. Die durchschnittliche tats\u00e4chlich geleistete Wochenarbeitszeit ging seit 2005 um 5,3 Stunden auf 29,4 Stunden zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen schnellte von 29,9 Prozent im Jahr 2005 auf 60,9 Prozent im Vorjahr. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind laut Statistik Austria die demografische Entwicklung und die damit gestiegene Nachfrage nach \u00e4lteren Arbeitskr\u00e4ften sowie Gesetzes\u00e4nderungen beim Pensionsantrittsalter und strengere Regelungen zu vorzeitigen Pensionen. Trotz des starken Anstiegs lag \u00d6sterreich im EU-Vergleich bei der Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen im Jahr 2024 nur auf Platz 21 von 27.<\/p>\n<p>Die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte ohne \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft stieg hierzulande in den vergangenen 20 Jahren von 355.300 auf 953.800. Die Erwerbst\u00e4tigenquote erh\u00f6hte sich sowohl bei Personen mit als auch ohne \u00f6sterreichische Staatsangeh\u00f6rigkeit gleicherma\u00dfen um je rund 8 Prozentpunkte und stieg bei Nicht-\u00d6sterreicherinnen und Nicht-\u00d6sterreichern auf 68,3 Prozent, bei \u00d6sterreichern auf 76,2 Prozent.<\/p>\n<p>Laut Erwerbspersonenprognose der Statistik Austria wird die Zahl der Erwerbspersonen bereits bis 2040 sinken und bis 2080 auf 4,36 Millionen zur\u00fcckgehen. \u201e\u00d6sterreich altert &#8211; und das sp\u00fcrbar\u201c, kommentierte die Statistik-Austria-Chefin den Arbeitsmarktausblick. \u201eWeniger Arbeitskr\u00e4fte bedeuten trotz steigender Nachfrage weniger geleistete Arbeitsstunden.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ams\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" seit=\"\" trotz=\"\" mehr=\"\" erwerbst=\"\" kaum=\"\" gestiegen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AMS<\/a>-Chef <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/johannes-kopf\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" seit=\"\" trotz=\"\" mehr=\"\" erwerbst=\"\" kaum=\"\" gestiegen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johannes Kopf<\/a> warnte diese Woche vor den massiven Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt, sollte die Politik dem demografischen Wandel und anderen Gesellschaftstrends nicht rasch mit weiteren Ma\u00dfnahmen begegnen. Derzeit geht das Arbeitsmarktservice davon aus, dass im Jahr 2050 rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen werden, wobei sich die Lage au\u00dferhalb Wiens besonders ung\u00fcnstig entwickeln d\u00fcrfte. Das Problem ist zwar bekannt, bisher sei aber \u201eviel zu wenig\u201c passiert, beklagte Kopf. (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen und der Anteil an ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften hat sich mehr als verdoppelt. 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