{"id":43056,"date":"2026-03-13T17:59:13","date_gmt":"2026-03-13T17:59:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43056\/"},"modified":"2026-03-13T17:59:13","modified_gmt":"2026-03-13T17:59:13","slug":"jahrzehntealte-annahme-widerlegt-schlaue-taktik-der-raben-ueberrascht-forscher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43056\/","title":{"rendered":"Jahrzehntealte Annahme widerlegt: Schlaue Taktik der Raben \u00fcberrascht Forscher"},"content":{"rendered":"<p>Jahrzehntealte Annahme widerlegtSchlaue Taktik der Raben \u00fcberrascht Forscher<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/HANDOUT-Zwei-Raben-fliegen-ueber-einem-Wolfsrudel-im-Yellowstone-Nationalpark-Diese-Art-der-Verfolgu.webp\" alt=\"HANDOUT-Zwei-Raben-fliegen-ueber-einem-Wolfsrudel-im-Yellowstone-Nationalpark-Diese-Art-der-Verfolgung-ueber-kurze-Distanzen-ist-haeufig-waehrend-eine-laengere-Verfolgung-aeusserst-selten-ist-Credit-Daniel-Stahler-ACHTUNG-Frei-nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-Berichterstattung-ueber-die-Studie-bei-Nennung-des-Credits-ACHTUNG-DIESER-BEITRAG-DARF-NICHT-VOR-DER-SPERRFRIST-12-MAeRZ-20-00-UHR-VEROeFFENTLICHT-WERDEN-EIN-BRUCH-DES-EMBARGOS-KOeNNTE-DIE-BERICHTERSTATTUNG-UeBER-STUDIEN-EMPFINDLICH-EINSCHRAeNKEN\"\/>Zwei Raben fliegen \u00fcber einem Wolfsrudel im Yellowstone-Nationalpark. Diese Art der Verfolgung \u00fcber kurze Distanzen ist h\u00e4ufig, w\u00e4hrend eine l\u00e4ngere Verfolgung \u00e4u\u00dferst selten ist. (Foto: Daniel Stahler\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Seit Langem galt es als ausgemacht, wie Raben an Kadaver gelangen. Die Ergebnisse einer Studie mit Sendern im Yellowstone-Nationalpark stellen nun eine jahrzehntealte Theorie auf den Kopf. Die Tiere wenden eine weitaus intelligentere Methode an, um Futterquellen aufzusp\u00fcren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wenn W\u00f6lfe Beute rei\u00dfen, sind Raben oft als erste Aasfresser vor Ort. Dieses Ph\u00e4nomen haben Forscher jahrzehntelang damit erkl\u00e4rt, dass die V\u00f6gel W\u00f6lfen folgen w\u00fcrden. Diese Annahme widerlegt eine Studie aus dem Yellowstone-Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming. Wie das Forschungsteam um Matthias-Claudio Loretto vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Verhaltensbiologie in Radolfzell<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/science.adz9467?adobe_mc=MCMID%3D10557586060714482651032694686362655922%7CMCORGID%3D242B6472541199F70A4C98A6%2540AdobeOrg%7CTS%3D1773050014\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> im Fachjournal &#8222;Science&#8220; berichtet<\/a>, nutzen die V\u00f6gel eine wesentlich ausgefeiltere Strategie.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Wissenschaftler hatten in dem Nationalpark 69 Kolkraben (Corvus corax), 20 Grauw\u00f6lfe (Canis lupus) und 11 Pumas (Puma concolor) mit Sendern ausgestattet und Daten \u00fcber zweieinhalb Jahre ausgewertet. Dabei konzentrierten sie sich auf die Wintermonate. Im gesamten Studienzeitraum dokumentierten sie nur einen einzigen Fall, in dem ein Rabe einem Wolf f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit &#8211; mehr als eine Stunde &#8211; \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Entfernung &#8211; mehr als einen Kilometer weit &#8211; folgte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Zun\u00e4chst waren wir ehrlich gesagt ratlos&#8220;, wird Loretto in einer Mitteilung seines Instituts zitiert. &#8222;Als wir feststellten, dass Raben W\u00f6lfen nicht \u00fcber lange Strecken folgen, konnten wir lange nicht erkl\u00e4ren, wie sie trotzdem so schnell an Wolfsrissen auftauchen.&#8220;<\/p>\n<p>Raben lernen, wo Wolfsrisse h\u00e4ufiger vorkommen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf die Antwort brachte die Forscher eine detaillierte Auswertung der Bewegungsmuster: Demnach frequentieren Raben bevorzugt jene Gebiete, in denen W\u00f6lfe h\u00e4ufig Beute machen. Manche V\u00f6gel flogen an einem einzigen Tag bis zu 155 Kilometer auf sehr geradlinigen Routen zu jenen Arealen, in denen die Chancen hoch sind, einen Kadaver zu finden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Diese Gegenden, in denen W\u00f6lfe erfolgreich jagen, waren tendenziell flachere, offene Graslandschaften in der N\u00e4he von Fl\u00fcssen. Raben lernen diese Areale, die sich zudem aus der Luft gut \u00fcberblicken lassen, kennen und erinnerten sich daran, folgert das Team. In Gebieten, in denen Wolfsrisse eher rar waren, tauchten die Raben wesentlich seltener auf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Wir wussten bereits, dass Raben sich stabile Nahrungsquellen wie M\u00fclldeponien merken k\u00f6nnen&#8220;, sagt Loretto. &#8222;Was uns \u00fcberrascht hat, ist, dass sie offenbar auch lernen, in welchen Gebieten Wolfsrisse h\u00e4ufiger vorkommen. Ein einzelner Riss ist unvorhersehbar, aber im Laufe der Zeit sind einige Teile der Landschaft ergiebiger als andere &#8211; und Raben scheinen dieses Muster zu ihrem Vorteil zu nutzen.&#8220;<\/p>\n<p>Puma-Areale sind wesentlich unattraktiver<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es sei durchaus mitunter m\u00f6glich, dass die V\u00f6gel W\u00f6lfen \u00fcber kurze Strecken folgten, glaubt das Team. &#8222;Um Wolfsbeute in der n\u00e4heren Umgebung zu finden, nutzen Raben wahrscheinlich Hinweise aus n\u00e4chster N\u00e4he, etwa die Beobachtung des Wolfsverhaltens oder das Lauschen auf Wolfsgeheul&#8220;, erl\u00e4utert Loretto.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"HANDOUT-Wolves-chasing-ravens-at-a-carcass-in-Yellowstone-National-Park-Credit-John-Marzluff-ACHTUNG-Frei-nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-Berichterstattung-ueber-die-Studie-bei-Nennung-des-Credits-ACHTUNG-DIESER-BEITRAG-DARF-NICHT-VOR-DER-SPERRFRIST-12-MAeRZ-20-00-UHR-VEROeFFENTLICHT-WERDEN-EIN-BRUCH-DES-EMBARGOS-KOeNNTE-DIE-BERICHTERSTATTUNG-UeBER-STUDIEN-EMPFINDLICH-EINSCHRAeNKEN\"\/>W\u00f6lfe und Raben an einem Kadaver im Yellowstone-Nationalpark. (Foto: John Marzluff\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf gr\u00f6\u00dferer r\u00e4umlicher Ebene richteten sie sich aber zuerst nach dem Ged\u00e4chtnis, um zu entscheiden, wo sie \u00fcberhaupt suchen &#8211; teils \u00fcber Entfernungen von weit \u00fcber 100 Kilometern. Wie erfolgversprechend dieses Vorgehen ist, zeigt eine Zahl: An jedem zweiten der 355 dokumentierten Wolfsrisse (48,5 Prozent) tauchte innerhalb einer Woche mindestens einer der besenderten Raben auf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dagegen frequentieren die Raben jene Areale, in denen Pumas Beute rei\u00dfen, wesentlich seltener. Das Team erkl\u00e4rt dies unter anderem damit, dass Pumas zum einen in zerkl\u00fcfteterem Terrain jagen als W\u00f6lfe und dass sie zudem dazu neigen, Reste ihrer Beute vor m\u00f6glichen Aasfressern zu verstecken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Walter Willems, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jahrzehntealte Annahme widerlegtSchlaue Taktik der Raben \u00fcberrascht ForscherZwei Raben fliegen \u00fcber einem Wolfsrudel im Yellowstone-Nationalpark. 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