{"id":43316,"date":"2026-03-13T21:12:15","date_gmt":"2026-03-13T21:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43316\/"},"modified":"2026-03-13T21:12:15","modified_gmt":"2026-03-13T21:12:15","slug":"arbeitsmarkt-hat-sich-seit-2005-deutlich-gewandelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43316\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt hat sich seit 2005 &#8222;deutlich gewandelt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den 20-prozentigen Anstieg der Erwerbspersonen seit 2005 gibt es mehrere Gr\u00fcnde. &#8222;Besonders Frauen, \u00e4ltere Menschen und nicht-\u00f6sterreichische Staatsangeh\u00f6rige haben zu diesem Plus beigetragen&#8220;, sagte die Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk am Donnerstag bei der Pr\u00e4sentation der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung in Wien. Die Frauen-Erwerbst\u00e4tigenquote erreichte im Vorjahr insgesamt 71 Prozent und lag damit um 9,9 Prozentpunkte \u00fcber 2005. Der geringf\u00fcgige Anstieg der tats\u00e4chlich in einem Jahr geleisteten Arbeitsstunden sei &#8222;auf die Ausweitung der Teilzeit und einen deutlichen R\u00fcckgang von \u00dcber- und Mehrstunden zur\u00fcckzuf\u00fchren&#8220;, erkl\u00e4rte Lenk. Das Arbeitsvolumen stieg in den vergangenen 20 Jahren nur um 2,1 Prozent auf 6,89 Mrd. Stunden im Jahr 2025.<\/p>\n<p>Starker Anstieg der Teilzeitarbeit seit 2005<\/p>\n<p>Teilzeitarbeit hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark zugenommen. \u00d6sterreich liegt im EU-Vergleich bei der Teilzeitquote auf Rang 2. Rund die H\u00e4lfte (49,8 Prozent) aller erwerbst\u00e4tigen Frauen arbeitete im Vorjahr in Teilzeit. Zum Vergleich: 2005 waren es noch 39,5 Prozent. Bei M\u00e4nnern hat sich die Teilzeitquote auf 14 Prozent mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung beruht laut Statistik Austria auf einem Zusammenspiel von starkem Anstieg der Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen, Recht auf Elternteilzeit (seit 2004), begrenzten Kinderbetreuungsangeboten, ver\u00e4nderten Pr\u00e4ferenzen und generell der Entwicklung hin zu teilzeitintensiven Branchen. 7 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen, die bei der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung befragt wurden, wollen mehr Stunden arbeiten, 15 Prozent wollen weniger.<\/p>\n<p>Die Zahl der \u00dcber- und Mehrstunden halbierte sich von \u00fcber 354 Mio. Stunden im Jahr 2005 auf rund 170 Mio. Stunden im Jahr 2025. Im Vorjahr wurden 124,2 Millionen \u00dcber- und Mehrstunden bezahlt. Zu den Gr\u00fcnden des \u00dcberstunden-R\u00fcckgangs konnte die Statistik Austria keine Angaben machen, weil dies nicht bei der Mikrozensus-Arbeitskr\u00e4fteerhebung abgefragt wird. Die durchschnittliche tats\u00e4chlich geleistete Wochenarbeitszeit ging seit 2005 um 5,3 Stunden auf 29,4 Stunden zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Arbeitnehmer bleiben deutlich l\u00e4nger im Arbeitsleben<\/p>\n<p>Die Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen schnellte von 29,9 Prozent im Jahr 2005 auf 60,9 Prozent im Vorjahr. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind laut Statistik Austria die demografische Entwicklung und die damit gestiegene Nachfrage nach \u00e4lteren Arbeitskr\u00e4ften sowie Gesetzes\u00e4nderungen beim Pensionsantrittsalter und strengere Regelungen zu vorzeitigen Pensionen. Trotz des starken Anstiegs lag \u00d6sterreich im EU-Vergleich bei der Erwerbst\u00e4tigenquote der 55- bis 64-J\u00e4hrigen im Jahr 2024 nur auf Platz 21 von 27.<\/p>\n<p>Die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte ohne \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft stieg hierzulande in den vergangenen 20 Jahren von 355.300 auf 953.800. Die Erwerbst\u00e4tigenquote erh\u00f6hte sich sowohl bei Personen mit als auch ohne \u00f6sterreichische Staatsangeh\u00f6rigkeit gleicherma\u00dfen um je rund 8 Prozentpunkte und stieg bei Nicht-\u00d6sterreicherinnen und Nicht-\u00d6sterreichern auf 68,3 Prozent, bei \u00d6sterreichern auf 76,2 Prozent.<\/p>\n<p>Zahl der Erwerbspersonen geht bis 2080 zur\u00fcck<\/p>\n<p>Laut Erwerbspersonenprognose der Statistik Austria wird die Zahl der Erwerbspersonen bereits bis 2040 sinken und bis 2080 auf 4,36 Millionen zur\u00fcckgehen. &#8222;\u00d6sterreich altert &#8211; und das sp\u00fcrbar&#8220;, kommentierte die Statistik-Austria-Chefin den Arbeitsmarktausblick. &#8222;Weniger Arbeitskr\u00e4fte bedeuten trotz steigender Nachfrage weniger geleistete Arbeitsstunden.&#8220;<\/p>\n<p>AMS-Chef Johannes Kopf warnte diese Woche vor den massiven Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt, sollte die Politik dem demografischen Wandel und anderen Gesellschaftstrends nicht rasch mit weiteren Ma\u00dfnahmen begegnen. Derzeit geht das Arbeitsmarktservice davon aus, dass im Jahr 2050 rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen werden, wobei sich die Lage au\u00dferhalb Wiens besonders ung\u00fcnstig entwickeln d\u00fcrfte. Das Problem ist zwar bekannt, bisher sei aber &#8222;viel zu wenig&#8220; passiert, beklagte Kopf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr den 20-prozentigen Anstieg der Erwerbspersonen seit 2005 gibt es mehrere Gr\u00fcnde. &#8222;Besonders Frauen, \u00e4ltere Menschen und nicht-\u00f6sterreichische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":43317,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[11048,1870,11047,46,42,9415,1239,75,270,534,9414,44,43,45,13149,182,871,877,535],"class_list":{"0":"post-43316","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-oesterreich","8":"tag-arbeitslosigkeit","9":"tag-arbeitsmarkt","10":"tag-arbeitsmarktdaten","11":"tag-at","12":"tag-austria","13":"tag-brb","14":"tag-economy","15":"tag-europa","16":"tag-gesellschaft","17":"tag-kurz","18":"tag-lbn","19":"tag-oesterreich","20":"tag-republic-of-austria","21":"tag-republik-oesterreich","22":"tag-statistik-austria","23":"tag-wien","24":"tag-wirtschaft-oesterreich","25":"tag-wirtschaft-und-finanzen","26":"tag-wissen-update-me"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116223930857842227","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43316"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43316\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}