{"id":43790,"date":"2026-03-14T04:28:06","date_gmt":"2026-03-14T04:28:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43790\/"},"modified":"2026-03-14T04:28:06","modified_gmt":"2026-03-14T04:28:06","slug":"wolfgang-amadeus-mozart-la-clemenza-di-tito-sa-14-03-2026-1930","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43790\/","title":{"rendered":"Wolfgang Amadeus Mozart: &#8222;La Clemenza di Tito&#8220; | SA | 14 03 2026 | 19:30"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleKategory\">Opernabend &#8211; Aus der Wiener Staatsoper<\/p>\n<p>  Mit Katleho Mokhoabane (Tito), Hanna-Elisabeth M\u00fcller (Vitellia), Florina Ilie (Servilia), Emily D&#8217;Angelo (Sesto), Cecilia Molinari (Annio) und Matheus Franca (Publio)<br \/>Chor und Orchester der Wiener Staatsoper; Dirigent: Pablo Heras-Casado<br \/>(aufgenommen am 09. und 12. M\u00e4rz 2026 in der Wiener Staatsoper, in 5.1 Surround Sound)<\/p>\n<p class=\"articleDate\">14. M\u00e4rz 2026, 19:30<\/p>\n<p>In den Jahren nach Mozarts Tod geh\u00f6rte die Oper &#8222;La Clemenza di Tito&#8220;https:\/\/oe1.orf.at\/&#8220;Die Milde des Titus&#8220;, oder auch einfach nur &#8222;Titus&#8220; genannt, zu den vielgespielten Werken des Komponisten. Das Werk war zwar weitgehend nach der &#8222;Zauberfl\u00f6te&#8220; entstanden, aber es hat schon vor der deutschen Oper im September 1791 in Prag seine Urauff\u00fchrung erlebt. Im Verlauf der Zeit ist dieses Werk immer mehr von den Spielpl\u00e4nen verschwunden, auch in der Gegenwart kommt es eher punktuell als kontinuierlich zur Auff\u00fchrung. Man hat dies auf verschiedene Art zu erkl\u00e4ren versucht: zum einem mit dem Argument, dass Mozart nur die Musiknummern komponiert habe, nicht aber die Rezitative, die h\u00f6chstwahrscheinlich von Mozarts Sch\u00fcler Franz Xaver S\u00fc\u00dfmayr stammen, deshalb dem Werk der gro\u00dfe Bogen fehle. Zum anderen hat man das Faktum ins Feld gef\u00fchrt, dass die Form der Opera seria zur Entstehungszeit des Werkes l\u00e4ngst \u00fcberkommen war. Der Komponist hatte zwar das starre Schema dieser Opernform aufgelockert, indem er den elf Arien in seria-untypischer Art die gleiche Anzahl an Ensemble-Nummern gegen\u00fcbergestellt hat, doch trotz der geschickten Einrichtung des Textbuches durch Caterino Tommaso Mazzol\u00e0 war die Grundlage des Werkes doch ein altes Opernbuch von Pietro Metastasio; 1734 war es erstmals von Antonio Caldara in Musik gesetzt worden &#8211; und sehr lange ist die Liste der &#8222;Titus&#8220;-Opern, die danach abseits des Mozart Werkes auf dieses alte Buch zur\u00fcckgegriffen haben. Johann Adolf Hasse, Georg Christoph Wagneseil, Christoph Willibald Gluck, Baldassare Galuppi und Pasquale Anfossi &#8211; um nur einige wenige zu nennen, haben Opern nach dem &#8222;Titus&#8220;-Textbuch von Metastasio geschrieben.<\/p>\n<p>Nachdem der zuerst angefragte Antonio Salieri wegen Arbeits\u00fcberlastung abgesagt hatte, hatte Mitte Juli 1791 Mozart der Auftrag erreicht, eine Festoper zur Kr\u00f6nung Kaiser Leopolds II. zum b\u00f6hmischen K\u00f6nig zu schreiben &#8211; und als Sujet war ihm eben das schon zuvor vielfach vertonte Libretto bestimmt worden. Da es sich der notorisch finanzschwache Komponist nicht leisten konnte, den Auftrag abzulehnen, schrieb er das Werk angeblich in Rekordzeit. Allerdings d\u00fcrften die oft kolportieren 18 Tage keineswegs stimmen, die Musikforschung geht mittlerweile von rund 50 Tagen der Kompositionszeit aus, auch nicht gerade viel f\u00fcr ein Werk mit 27 Nummern inklusive der Ouvert\u00fcre. Mitte August 1791 ist Mozart nach Prag gereist, um selbst die Urauff\u00fchrung zu dirigieren, doch das Publikum, gewillt, den beliebten Komponisten mit Jubel zu \u00fcbersch\u00fctten, hielt sich dieses Mal eher zur\u00fcck. Nach den drei da Ponte-Opern voller Esprit und Sozial-Kritik hatte man von Mozart etwas anderes erwartet als eine antiquierte Verherrlichung des g\u00fctigen, weisen und humanistisch gepr\u00e4gten Herrschers &#8211; ungeachtet ungemein wirkungsstarker und raffiniert verfasster Perlen in der Partitur.<\/p>\n<p>Service<\/p>\n<p>Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound \u00fcbertragen. Die volle Surround-Qualit\u00e4t erleben Sie, via Internet-Streaming auf Ihrem HbbTV-Ger\u00e4t oder durch Direktaufruf der Streaming-URLs. <\/p>\n<p>Mehr dazu in <a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/5.1\" class=\"weiter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">oe1.ORF.at<\/a> &#8211; 5.1<\/p>\n<p>Sendereihe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Opernabend &#8211; Aus der Wiener Staatsoper Mit Katleho Mokhoabane (Tito), Hanna-Elisabeth M\u00fcller (Vitellia), Florina Ilie (Servilia), Emily D&#8217;Angelo&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":43791,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[46,42,1001,147,124,60,2140,786,161,2139,805,44,1169,148,100],"class_list":{"0":"post-43790","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bildung","11":"tag-entertainment","12":"tag-gesundheit","13":"tag-information","14":"tag-kabarett","15":"tag-konzert","16":"tag-kunst","17":"tag-literatur","18":"tag-oper","19":"tag-oesterreich","20":"tag-theater","21":"tag-unterhaltung","22":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116225645118355113","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43790","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43790"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43790\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43790"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43790"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43790"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}