{"id":43887,"date":"2026-03-14T06:10:10","date_gmt":"2026-03-14T06:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43887\/"},"modified":"2026-03-14T06:10:10","modified_gmt":"2026-03-14T06:10:10","slug":"hoffnung-auf-astronautennahrung-kichererbsen-wachsen-auf-simuliertem-mondstaub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/43887\/","title":{"rendered":"Hoffnung auf Astronautennahrung: Kichererbsen wachsen auf simuliertem Mondstaub"},"content":{"rendered":"<p>Hoffnung auf AstronautennahrungKichererbsen wachsen auf simuliertem Mondstaub<\/p>\n<p>13.03.2026, 14:01 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:46 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Sprouting-Chickpeas-Cicer-arietinum-on-white-background.webp.webp\" alt=\"Sprouting-Chickpeas-Cicer-arietinum-on-white-background\"\/>Kichererbsen sind hervorragende Eiwei\u00dflieferanten. (Foto: imago\/Nature Picture Library)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Einem Forscherteam gelingt es, mit Wurmkompost und besonderen Pilzen Kichererbsen auf simuliertem Mondboden gedeihen zu lassen. Doch bis die Pflanzen tats\u00e4chlich als Nahrungsquelle auf dem Mond wachsen, m\u00fcssen noch viele offene Fragen gekl\u00e4rt werden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kichererbsen k\u00f6nnten unter bestimmten Umst\u00e4nden auch im Mondstaub wachsen. Das haben Forscherinnen und Forscher der Texas A&amp;M University herausgefunden. Allerdings sind weitere Zugaben wichtig, damit die Nutzpflanze in diesem Boden w\u00e4chst, bl\u00fcht und schlie\u00dflich Samen bildet. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr ihr Experiment nutzte das Team um Sara Santos ein extra hergestelltes Gemisch, das der Zusammensetzung der Mondproben, die w\u00e4hrend der Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurden, sehr \u00e4hnlich ist. Da Mondstaub, der auch als Mondregolith bezeichnet wird, im Vergleich zu den B\u00f6den auf der Erde keine Mikroorganismen oder organische Substanzen enth\u00e4lt, mussten die Forschenden herausfinden, wie diese L\u00fccke f\u00fcr den Pflanzenanbau gef\u00fcllt werden kann. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Eine weitere Herausforderung stellten die im Mondstaub enthaltenen Schwermetalle dar, die durch die Pflanzen aufgenommen, das Wachstum behindern und schlie\u00dflich in den Kichererbsen selbst abgelagert werden k\u00f6nnten. Um diese Probleme zu l\u00f6sen, reicherten die Forschenden in einem ersten Schritt den Mondstaub mit sogenanntem Wurmkompost an. Er sollte die Wachstumsbedingungen f\u00fcr die Kichererbsenpflanzen verbessern. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dieses n\u00e4hrstoffreiche Material entsteht durch die Aufnahme organischer Abf\u00e4lle durch Kompostw\u00fcrmer (Eisenia fetida). Die Ausscheidungen der Tiere enthalten wertvolle N\u00e4hrstoffe, die die Pflanzengesundheit f\u00f6rdern. Denkbar ist, dass w\u00e4hrend einer Weltraummission die W\u00fcrmer aus weggeworfenen Materialien wie Essensresten, Baumwollkleidung oder Hygieneartikeln, die sonst im M\u00fcll landen w\u00fcrden, den Kompost erzeugen. <\/p>\n<p>Uralte Pilze zum Schutz vor Schwermetallen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im n\u00e4chsten Schritt wurden die Kichererbsen vor der Aussaat mit einem Pilz, einem sogenannten arbuskul\u00e4ren Mykorrhiza \u00fcberzogen. Diese fast 400 Millionen Jahre alten Pilze sind weitverbreitet, denn fast 80 Prozent aller Landpflanzen und Pilze leben in Symbiose mit ihnen. Die Kichererbse geh\u00f6rt auch dazu. Die Pilze stehen mit der Pflanze \u00fcber deren Wurzeln im N\u00e4hrstoffaustausch, gleichzeitig reduzieren sie deren Aufnahme von Schwermetallen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Forscherteam versuchte nun herauszubekommen, in welchem Verh\u00e4ltnis die Mischung aus Mondstaub und Wurmkompost am besten f\u00fcr die Pflanzen funktioniert. Es zeigte sich, dass auf Mischungen, die bis zu 75 Prozent Mondregolith enthalten, erfolgreich erntereife Kichererbsen wachsen lassen. Lag der Anteil des Mondstaubs dar\u00fcber, f\u00fchrte das zu Stress bei den Pflanzen und sie starben vorzeitig ab. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die mit Pilzen behandelten Kichererbsen zeigten sich auch in diesem Boden resistenter und \u00fcberlebten l\u00e4nger. Zudem machten die Forschenden die Beobachtung, dass die Pilze, wenn sie einmal im simulierten Mondboden sind, diesen besiedeln und darin \u00fcberleben k\u00f6nnen. Das deutet darauf hin, dass sie nur einmal dem Mondboden zugef\u00fchrt werden m\u00fcssten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch wenn die Forschungsergebnisse, die in der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41598-026-35759-0\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Fachzeitschrift &#8222;Scientific Reports&#8220;<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurden, gro\u00dfe Hoffnung auf einen m\u00f6glichen Anbau von Nutzpflanzen auf dem Mond machen, sind noch viele Fragen offen &#8211; wie beispielsweise das Ausma\u00df der Schwermetallbelastung der Kichererbsen. &#8222;Wir wollen ihre Eignung als Nahrungsquelle untersuchen&#8220;, sagte Jessica Atkin, die an der Studie beteiligt war, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/news.utexas.edu\/2026\/03\/09\/scientists-successfully-harvest-chickpeas-from-moon-dirt\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">laut Mitteilung der Uni<\/a>. &#8222;Wie gesund sind sie? Enthalten sie die N\u00e4hrstoffe, die Astronauten ben\u00f6tigen? Und falls sie nicht sicher zum Verzehr geeignet sind, wie viele Generationen wird es dauern, bis sie es sind?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jaz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hoffnung auf AstronautennahrungKichererbsen wachsen auf simuliertem Mondstaub 13.03.2026, 14:01 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:46 min) Kichererbsen sind hervorragende Eiwei\u00dflieferanten. 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