{"id":4422,"date":"2026-02-21T06:43:11","date_gmt":"2026-02-21T06:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/4422\/"},"modified":"2026-02-21T06:43:11","modified_gmt":"2026-02-21T06:43:11","slug":"klimawandel-sorgt-fuer-staerkere-ausbreitung-von-chikungunya-virus-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/4422\/","title":{"rendered":"Klimawandel sorgt f\u00fcr st\u00e4rkere Ausbreitung von Chikungunya-Virus in Europa"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              .<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              21.02.2026 07:00<\/p>\n<p>              (Akt. 21.02.2026 07:00)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/AFP_38VD9CP-vodl-9997637-4-3-1830x1373.jpg\"   alt=\"Chikungunya ist f\u00fcr Europa problematischer als gedacht.\" title=\"Chikungunya ist f\u00fcr Europa problematischer als gedacht.\"\/><\/p>\n<p>                    Chikungunya ist f\u00fcr Europa problematischer als gedacht.<br \/>\n                     \u00a9APA\/AFP\/LUIS ROBAYO<\/p>\n<p>\n        Weltweit steigen die Chikungunya-Fallzahlen an \u2013 laut einer neuen Analyse k\u00f6nnte Europa zuk\u00fcnftig st\u00e4rker betroffen sein als bisher angenommen. Das Virus k\u00f6nne sich bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten, als man bisher wusste, so ein Forschungsteam im Fachjournal &#8222;Interface&#8220; der Royal Society.\n      <\/p>\n<p>Eine Chikungunya-\u00dcbertragung sei wahrscheinlich im Sommer und fr\u00fchen Herbst in weiten Teilen Europas m\u00f6glich. Daher sei das Risiko f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit h\u00f6her als bislang gedacht. Bisher war Chikungunya auf tropische Regionen begrenzt, verbreitet sich jedoch durch den menschengemachten Klimawandel zunehmend. In den letzten Jahren traten gr\u00f6\u00dfere Ausbr\u00fcche in Italien, Frankreich und Spanien auf. In \u00d6sterreich ist bislang keine Infektion bekannt.<\/p>\n<p>\n            Schmerzen durch Chikungunya mitunter \u00fcber lange Zeit\n          <\/p>\n<p>Chikungunya verursacht Fieber und starke Gelenkschmerzen. Andere h\u00e4ufige Symptome sind Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, \u00dcbelkeit, M\u00fcdigkeit und Hautausschlag. Meist heilen sie binnen weniger Tage aus, in manchen F\u00e4llen halten die Gelenkschmerzen jedoch Wochen, Monate oder sogar Jahre an. T\u00f6dlich ist Chikungunya nur selten. Gef\u00e4hrlich ist das Virus vor allem f\u00fcr chronisch Kranke, Schwangere und S\u00e4uglinge. Nach einer \u00fcberstandenen Chikungunya-Infektion ist man nach derzeitigem Kenntnisstand lebenslang immun.<\/p>\n<p>Die Wissenschafter um Sandeep Tegar vom Centre for Ecology &amp; Hydrology im britischen Wallingford analysierten nun vorhandene Daten, um herauszufinden, welche Mindesttemperaturen f\u00fcr eine Virus\u00fcbertragung durch Asiatische Tigerm\u00fccken (Aedes albopictus) noch geeignet sind. Eine \u00dcbertragung ist demnach in einem Bereich von etwa 14 Grad &#8211; zwei bis zweieinhalb weniger als bisher angenommen &#8211; bis 32 Grad m\u00f6glich, die optimale Temperatur liegt bei etwa 26 Grad.<\/p>\n<p>\n            Chikungunya-Verbreitung vor allem im Juli und August\n          <\/p>\n<p>Damit sei eine Verbreitung vor allem im Juli und August wohl in weiten Teilen Europas m\u00f6glich, in s\u00fcdlichen Regionen sogar von Mai bis November, hei\u00dft es in der Studie. Zu den Gebieten mit dem h\u00f6chsten Risiko z\u00e4hlen demnach Albanien, Griechenland, Italien, Malta, Spanien und Portugal. \u00d6sterreich wird den Gebieten mit mittlerem Risiko zugerechnet.<\/p>\n<p>Asiatische Tigerm\u00fccken sind die Haupt\u00fcbertr\u00e4ger des Chikungunya-Virus in Europa. Seit ihrer Einschleppung in S\u00fcdeuropa im Jahr 2007 hat sich die Art nach Mitteleuropa ausgebreitet. In \u00d6sterreich wurde die erste Asiatische Tigerm\u00fccke im Jahr 2012 entdeckt und in den darauffolgenden Jahren wurden nur vereinzelt Tigerm\u00fccken nachgewiesen. Das hat sich nach Angaben der Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit (AGES) jedoch ge\u00e4ndert: 2022 wurde die Tigerm\u00fccke erstmals in allen Bundesl\u00e4ndern in \u00d6sterreich gefunden. Etablierte Populationen, die den Winter bei uns \u00fcberstehen k\u00f6nnen, bestehen aber bisher nur in Teilen von Wien, Graz und Linz.<\/p>\n<p>\n            Gekr\u00fcmmte K\u00f6rperhaltung namensgebend f\u00fcr Chikungunya\n          <\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich stammt Chikungunya aus Ostafrika. Der Name stammt aus einer Lokalsprache Tansanias und bedeutet so viel wie &#8222;gekr\u00fcmmt gehend&#8220;. Er bezieht sich auf die schmerzgekr\u00fcmmte K\u00f6rperhaltung Betroffener. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden inzwischen in mehr als 110 L\u00e4ndern Asiens, Afrikas, Amerikas und Europas F\u00e4lle erfasst. Derzeit gebe es zwei verf\u00fcgbare Impfstoffe, die aber noch nicht weit verbreitet seien.<\/p>\n<p>Dem Team um Tegar zufolge nimmt die Zahl durch Aedes-M\u00fccken \u00fcbertragener sogenannter Arbovirus-Infektionen in Europa j\u00e4hrlich um durchschnittlich 25 Prozent zu. In s\u00fcdeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern komme es seit Jahren zu wiederkehrenden Chikungunya- und Dengue-Ausbr\u00fcchen. Ein Arbovirus ist ein Virus, das von blutsaugenden Gliederf\u00fc\u00dfern wie M\u00fccken oder Zecken \u00fcbertragen wird.<\/p>\n<p>Auch das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr die Pr\u00e4vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) geht davon aus, dass die Ansteckung mit Erregern wie West-Nil- oder Chikungunya-Virus in Europa zur neuen Realit\u00e4t wird. Im vergangenen Jahr wurden bis August 27 Chikungunya-Ausbr\u00fcche in Europa gemeldet, wie die Beh\u00f6rde mitgeteilt hatte. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die zunehmende Verbreitung der Krankheiten in Europa nennt das ECDC klimatische Bedingungen, die die Stechm\u00fccken gedeihen lassen: steigende Temperaturen, l\u00e4ngere Sommerperioden, mildere Winter und Ver\u00e4nderungen in den Niederschlagsmustern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von . &#8211; 21.02.2026 07:00 (Akt. 21.02.2026 07:00) Chikungunya ist f\u00fcr Europa problematischer als gedacht. \u00a9APA\/AFP\/LUIS ROBAYO Weltweit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4423,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[3229,76,75,74,124,3281,3282,44,3283,3284,1212],"class_list":{"0":"post-4422","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-chikungunya","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-gesundheit","13":"tag-klimawandel","14":"tag-muecke","15":"tag-oesterreich","16":"tag-temperaturen","17":"tag-tigermuecke","18":"tag-virus"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4422\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}