{"id":44860,"date":"2026-03-14T18:12:20","date_gmt":"2026-03-14T18:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/44860\/"},"modified":"2026-03-14T18:12:20","modified_gmt":"2026-03-14T18:12:20","slug":"exklusive-kfw-umfrage-donald-trump-vertreibt-den-deutschen-mittelstand-aus-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/44860\/","title":{"rendered":"Exklusive KfW-Umfrage: Donald Trump vertreibt den deutschen Mittelstand aus den USA"},"content":{"rendered":"<p>Viele kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen haben die Lust an den Vereinigten Staaten verloren. Mehr als die H\u00e4lfte beklagt negative Folgen der Politik des US-Pr\u00e4sidenten auf ihr Gesch\u00e4ft. Kaum mehr als jeder zehnte Mittelst\u00e4ndler setzt noch auf die USA.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">F\u00fcr Deutschlands Mittelstand haben die Vereinigten Staaten mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump deutlich an Reiz verloren. Mehr als jedes zweite Unternehmen berichtet \u00fcber negative Auswirkungen der Handels-, Wirtschafts- und Au\u00dfenpolitik auf das eigene Gesch\u00e4ft. <\/p>\n<p>Als Konsequenz ziehen sich viele kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen aus dem US-Gesch\u00e4ft zur\u00fcck. Das ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Sonderbefragung der staatlichen F\u00f6rderbank KfW im Januar als Teil des von ihr seit vielen Jahren erhobenen Mittelstandspanels.<\/p>\n<p>Demnach wirkt sich die US-Politik der vergangenen Monate f\u00fcr 52 Prozent der deutschen Mittelst\u00e4ndler mit Gesch\u00e4ftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten negativ aus: 25 Prozent berichten von \u201esehr negativen\u201c, weitere 27 Prozent von \u201eeher negativen\u201c Folgen. 36 Prozent sehen keine Ver\u00e4nderungen. Nur sieben Prozent f\u00fchlen sich durch die politischen Entscheidungen seit Trumps Amts\u00fcbernahme im Januar 2025 beg\u00fcnstigt. <\/p>\n<p>In die Wertung gingen die Antworten von 1700 mittelst\u00e4ndischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen Euro ein. Die Zahlen liegen WELT AM SONNTAG exklusiv vor.<\/p>\n<p>Die Folgen sind drastisch: Der Anteil der Mittelst\u00e4ndler, der \u00fcberhaupt noch Gesch\u00e4ftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten hat, ist innerhalb eines Jahres von 16,4 Prozent im Januar 2025 auf 11,3 Prozent im Januar 2026 gesunken. Im September 2019, als die Frage bereits gestellt wurde, lag er sogar noch bei 18,7 Prozent.<\/p>\n<p> Vor allem aus dem Export haben sich viele Unternehmen zur\u00fcckgezogen: Im Januar 2026 hatten noch 5,8 Prozent aller Mittelst\u00e4ndler Kunden in den Vereinigten Staaten. Im Januar 2025 verschickten noch 8,5 Prozent der Mittelst\u00e4ndler Waren in die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Welt.<\/p>\n<p>Eine rasche R\u00fcckkehr des Mittelstands in die Vereinigten Staaten erwartet KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher nicht. \u201eDie Zur\u00fcckhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt d\u00fcrfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben\u201c, sagte er. <\/p>\n<p>Die aggressive <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zollpolitik<\/a> der US-Regierung der vergangenen Monate habe ihren Teil zu der Skepsis beigetragen. Noch st\u00e4rker als die h\u00f6heren Z\u00f6lle belaste allerdings die erneute Unsicherheit \u00fcber deren k\u00fcnftige Entwicklung die Unternehmen. Im Februar hatte das oberste US-Gericht einen Gro\u00dfteil der Z\u00f6lle f\u00fcr unwirksam erkl\u00e4rt, woraufhin Trump eine \u00dcbergangsl\u00f6sung ank\u00fcndigte.<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzcentrum von WELT und \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Business Insider Deutschland\u201c <\/a>erstellt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Karsten Seibel<\/a> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Haushalts- und Steuerpolitik, aber auch Handel und Z\u00f6lle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele kleine und mittelgro\u00dfe Unternehmen haben die Lust an den Vereinigten Staaten verloren. 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