{"id":45269,"date":"2026-03-14T23:41:07","date_gmt":"2026-03-14T23:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/45269\/"},"modified":"2026-03-14T23:41:07","modified_gmt":"2026-03-14T23:41:07","slug":"finanznachrichten-boersen-news-boerse-express-155","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/45269\/","title":{"rendered":"Finanznachrichten &#038; B\u00f6rsen-News | B\u00f6rse Express"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Der geplante Verkauf der Stahlsparte stockt, was die Aktie auf ein neues Jahrestief dr\u00fcckt. Gleichzeitig k\u00e4mpft der Konzern mit Verlusten und muss bei seiner Handelstochter Fortschritte nachweisen.\n                                    <\/p>\n<p>Der geplante Verkauf der Stahlsparte an Jindal Steel &amp; Power droht zu scheitern \u2013 und das zu einem denkbar ung\u00fcnstigen Zeitpunkt. Laut mit den Verhandlungen vertrauten Personen zweifeln leitende Mitarbeiter bei Thyssenkrupp zunehmend daran, dass ein Deal noch zustande kommt. Die Aktie fiel daraufhin auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,80 Euro \u2013 ein R\u00fcckgang von mehr als 36 Prozent allein im vergangenen Monat.<\/p>\n<p>Warum die Jindal-Gespr\u00e4che stocken<\/p>\n<p>Die Verhandlungen h\u00e4ngen an mehreren kritischen Punkten fest. Jindal fordert weitere Kostensenkungen, w\u00e4hrend die IG Metall weitreichende Jobgarantien als Bedingung f\u00fcr ihre Zustimmung verlangt. Das eigentliche Kernproblem: Unklar ist, wie viel Kapital Jindal bereitstellen w\u00fcrde, um Thyssenkrupp Steel Europe durch den anhaltenden Abschwung am europ\u00e4ischen Stahlmarkt zu st\u00fctzen \u2013 einem Markt, der gleichzeitig von \u00dcberkapazit\u00e4ten, g\u00fcnstigem Importstahl und Dekarbonisierungsdruck belastet wird.<\/p>\n<p>Scheitert der Deal endg\u00fcltig, steht Thyssenkrupp ohne klaren Plan f\u00fcr seine strukturell belastete Stahlsparte da. Im ersten Quartal 2025\/26 dr\u00fcckten allein die Restrukturierungskosten bei Steel Europe mit 401 Millionen Euro das Konzernergebnis auf einen Nettoverlust von 334 Millionen Euro. F\u00fcr das Gesamtjahr erwartet das Management einen Nettoverlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/einzel-analyse\/?source=Boerse-Express&amp;blog=Boerse-Express&amp;further_tracking=BE_Internal_Article&amp;adref=Source_Boerse-Express%3ABlog_Boerse-Express%3AFurther_tracking_BE_Internal_Article%3ABEXPID_877457%3AEx-Article-ID_770050&amp;trk=BE_Einzel_Analyse_Mitte&amp;isin=DE0007500001&amp;aktienname=Thyssenkrupp&amp;author_id=30199\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color:#2892d0;\" target=\"_blank\">Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?<\/a><\/p>\n<p>Drei Baustellen, eine knappe Frist<\/p>\n<p>Parallel zum Stahldebakel k\u00e4mpft Thyssenkrupp an zwei weiteren Fronten. Die Handelstochter Materials Services \u2013 mit 11,4 Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 15.000 Mitarbeitern eine der gr\u00f6\u00dften Sparten \u2013 muss bis Ende M\u00e4rz operative Fortschritte nachweisen. Andernfalls r\u00fccken Abspaltung, B\u00f6rsengang oder Verkauf n\u00e4her; ein IPO w\u00e4re laut Unternehmensangaben bereits im Herbst denkbar.<\/p>\n<p>Beim Thema gr\u00fcner Stahl musste Thyssenkrupp zuletzt die Beschaffung von Wasserstoff f\u00fcr das Duisburger Werk pausieren, weil die eingereichten Preisangebote die Erwartungen deutlich \u00fcberstiegen. Der Bau der Direktreduktionsanlage l\u00e4uft dennoch planm\u00e4\u00dfig weiter. Immerhin: Zwei Meilensteine f\u00fcr die Stahl-Neuausrichtung wurden gesetzt \u2013 der Tarifvertrag vom Dezember 2025 und die Einigung mit Salzgitter zur Zukunft von HKM, deren Anteils\u00fcbertragung f\u00fcr den 1. Juni 2026 geplant ist.<\/p>\n<p>Marine Systems als ruhiger Pol<\/p>\n<p>Einen Stabilit\u00e4tsanker bietet die Marinesparte TKMS, die im Oktober 2025 an die B\u00f6rse gebracht wurde und seit Dezember im MDAX notiert. Mit einem Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro steht die Sparte solide da \u2013 und bewirbt sich derzeit als einziger Bieter f\u00fcr das Fregatten-Programm F127 der Bundeswehr sowie um einen Auftrag \u00fcber bis zu zw\u00f6lf U-Boote in Kanada.<\/p>\n<p>Am 12. Mai legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht vor. Bis dahin werden vor allem die operativen Ergebnisse bei Materials Services und der weitere Verlauf der Jindal-Gespr\u00e4che zeigen, ob der Konzernumbau noch auf Kurs ist.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 14. 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