{"id":45862,"date":"2026-03-15T09:13:17","date_gmt":"2026-03-15T09:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/45862\/"},"modified":"2026-03-15T09:13:17","modified_gmt":"2026-03-15T09:13:17","slug":"blutflussrestriktionstraining-gut-geeignet-fuer-typ-2-diabetiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/45862\/","title":{"rendered":"Blutflussrestriktionstraining gut geeignet f\u00fcr Typ-2-Diabetiker"},"content":{"rendered":"<p>Beim sogenannten Blutflussrestriktionstraining (BFRT) wird durch aufblasbare Manschetten an den Oberschenkeln der ven\u00f6se Blutfluss tempor\u00e4r komplett und der arterielle Blutfluss um bis zu 80 Prozent reduziert und dann ein Krafttraining mit nur 30 Prozent des individuell tolerablen Gewichts absolviert. Es verbessert die Muskelkraft \u00e4hnlich gut wie klassisches Krafttraining (CREST) und bietet dadurch eine Alternative f\u00fcr Personen mit geringer k\u00f6rperlicher Belastbarkeit, Adipositas oder Gelenkproblemen, wie es u.\u00a0a. bei Typ-2-Diabetes (T2D) h\u00e4ufig der Fall ist. Weil diese Erkrankung nicht nur mit Insulinresistenz und verminderter mitochondrialer Funktion, sondern auch mit reduzierter Muskelkraft und -masse einhergeht, ist Muskelaufbau ein erkl\u00e4rtes Ziel der Therapie. Leider stellt vor allem hochintensives Krafttraining mit 70 Prozent der individuellen Maximalkraft, wie es f\u00fcr effektiven Muskelzuwachs n\u00f6tig ist, viele der Patienten vor Herausforderungen. Eine aktuelle internationale Studie hat nun untersucht, ob BFRT mit geringem Gewicht Muskelgesundheit und Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern ebenso positiv beeinflussen kann (1).<\/p>\n<p>Die randomisierte Parallelgruppenstudie teilte 20 Personen mit Typ-2-Diabetes und \u00e4hnlichen anthropometrischen und kardiometabolischen Voraussetzungen zuf\u00e4llig einer von zwei zw\u00f6lfw\u00f6chigen Interventionen zu. 10 der Teilnehmer (9 M\u00e4nner, 1 Frau; medianes Alter 62 Jahre) absolvierten dreimal w\u00f6chentlich unter Anleitung ein Blutflussrestriktionstraining, 10 weitere (7 M\u00e4nner, 3 Frauen; medianes Alter 56 Jahre) ebenso oft ein konventionelles Krafttraining.<\/p>\n<p>Keine der zwei Trainingsarten beeinflusste die Insulinsensitivit\u00e4t, die Ruheherzfrequenz oder den diastolischen Blutdruck, doch beide steigerten Muskelmasse und -kraft in \u00e4hnlichem Ausma\u00df: Das Quadrizepsvolumen und die Muskel-Querschnittsfl\u00e4che erh\u00f6hten sich genau wie die Extensions- und Flexionskraft der Beine durch BFRT und CREST jeweils signifikant \u2013 trotz des weitaus geringeren Kraftaufwands, den die BFRT-Gruppe aufbringen musste.<\/p>\n<p>Hochinteressante Unterschiede zeigten sich zudem auf mitochondrialer Ebene: Hier aktivierte nur BFRT zentrale Signalwege und bewirkte eine signifikante, funktionell relevante Steigerung der mitochondrialen oxidativen Kapazit\u00e4t im Skelettmuskel sowie eine Zunahme des mitochondrialen Gehalts. Auch bez\u00fcglich der K\u00f6rperkomposition punktete BFRT: Es lie\u00df selektiv viszerale Fettdepots schrumpfen, w\u00e4hrend CREST prim\u00e4r subkutanes Fettgewebe reduzierte. Angesichts der gro\u00dfen kardiometabolischen Bedeutung von viszeralem Fett, das sich als besonderer Risikofaktor hinsichtlich T2D herausgestellt hat, macht diese Erkenntnis Blutflussrestriktionstraining f\u00fcr diese Patientengruppe umso interessanter.<\/p>\n<p>\u25a0 Kura L<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge zum Thema finden Sie weiter unten! Quellen:<\/p>\n<p class=\"text\"> Trinks N, Gancheva S, P\u00fctzer J, et al. Blood-flow restriction resistance training improves skeletal muscle mitochondrial capacity and cardiovascular risk factors in type 2 diabetes. Cell Metabolism. 2026; 38: 1-12. <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1550413125005479\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">doi:10.1016\/j.cmet.2025.12.016<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim sogenannten Blutflussrestriktionstraining (BFRT) wird durch aufblasbare Manschetten an den Oberschenkeln der ven\u00f6se Blutfluss tempor\u00e4r komplett und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45863,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,14889,19585,1108,124,123,19586,10812,14890,19587,44,6854],"class_list":{"0":"post-45862","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bewegung-gesundheit","11":"tag-blutflussrestriktion-bfr","12":"tag-diabetes","13":"tag-gesundheit","14":"tag-health","15":"tag-innere-medizin","16":"tag-krafttraining","17":"tag-kura-l","18":"tag-muskelaufbau","19":"tag-oesterreich","20":"tag-senioren"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116232428219139814","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45862","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45862"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45862\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45863"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}