{"id":47171,"date":"2026-03-16T01:54:47","date_gmt":"2026-03-16T01:54:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47171\/"},"modified":"2026-03-16T01:54:47","modified_gmt":"2026-03-16T01:54:47","slug":"volkswagen-streicht-50-000-jobs-waehrend-manager-millionen-kassieren-finanztrends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47171\/","title":{"rendered":"Volkswagen streicht 50.000 Jobs \u2013 w\u00e4hrend Manager Millionen kassieren ( Finanztrends)"},"content":{"rendered":"<p>15.03.2026,<br \/>\n    6334 Zeichen<br \/>\n<br clear=\"all\"\/><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Autobauer steht vor einem historischen Umbruch. Nach einem Gewinneinbruch von 44 Prozent im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 will Volkswagen bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland abbauen. Doch der radikale Sparkurs trifft ausschlie\u00dflich die Belegschaft \u2013 w\u00e4hrend das Top-Management weiterhin \u00fcppige Geh\u00e4lter und Abfindungen bezieht. Ein Konflikt, der das gesamte Unternehmen ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts massiver Stellenstreichungen und Umstrukturierungen r\u00fccken faire Abfindungsregelungen und der Schutz der Besch\u00e4ftigten in den Fokus. Dieser kostenlose Ratgeber unterst\u00fctzt Arbeitnehmervertreter dabei, bei betriebsbedingten K\u00fcndigungen das bestm\u00f6gliche Ergebnis f\u00fcr die Kollegen zu erzielen. <a href=\"https:\/\/www.mitbestimmung-info.de\/ebooks\/sozialplan\/?af=KOOP_MFW_MOL_DNV_YES_SOZIALPLAN_X-RSS-Boerse-Social-AD1of1-EAID-771422\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Strategien f\u00fcr faire Sozialpl\u00e4ne und Interessenausgleich jetzt kostenlos sichern<\/a><\/p>\n<p>Historischer Gewinneinbruch trifft die Belegschaft<\/p>\n<p>Die Zahlen sind dramatisch: Im vergangenen Jahr brach der Gewinn des Wolfsburger Konzerns fast um die H\u00e4lfte ein. Verantwortlich sind hohe Produktionskosten in Deutschland, schwache Abs\u00e4tze in China und teure strategische Fehlentscheidungen bei der Tochter Porsche. Als Reaktion versch\u00e4rft die Konzernf\u00fchrung nun ihren Sparkurs. Statt der urspr\u00fcnglich geplanten 35.000 sollen nun 50.000 Stellen im Inland wegfallen. Ziel ist eine Rendite von zehn Prozent.<\/p>\n<p>Doch wer tr\u00e4gt die Last dieser \u201eSanierung\u201c? Die Finanzberichte zeigen ein klares Bild: W\u00e4hrend Tausende Besch\u00e4ftigte um ihre Jobs f\u00fcrchten, bleibt die F\u00fchrungsetage von den Konsequenzen weitgehend verschont. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Herbert Diess erhielt 2025 noch etwa neun Millionen Euro. Aktive Top-Manager verdienen weiterhin Grundgeh\u00e4lter und Boni von \u00fcber einer halben Million Euro j\u00e4hrlich. Und trotz der Krise sch\u00fcttete der Konzern 2025 etwa 3,2 Milliarden Euro an Dividenden aus \u2013 fast eine Milliarde davon ging allein an die Porsche-Pi\u00ebch-Familie.<\/p>\n<p>Diese Schieflage erzeugt massive Spannungen in den Werken. F\u00fcr die Belegschaft bedeutet der Sparkurs das Aus f\u00fcr einen drei Jahrzehnte alten Besch\u00e4ftigungspakt und die reale Gefahr von Werksschlie\u00dfungen. Die Verg\u00fctungsmodelle des Managements hingegen bleiben erstaunlich stabil. Branchenkenner wundern sich: Dass in einer solchen tiefen Krise kein F\u00fchrungsmitglied entlassen wird, ist bei einem Konzern dieses Kalibers h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Emp\u00f6rung bei Betriebsrat und IG Metall<\/p>\n<p>Die Kluft zwischen den Opfern der Belegschaft und den Privilegien des Managements provoziert scharfen Widerstand. Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, \u00fcbt scharfe Kritik am Kurs des Vorstands. Aus Sicht der Gewerkschaften ist die Misere hausgemacht: Sie f\u00fchren sie auf Managementfehler zur\u00fcck \u2013 etwa die verschlafene Elektrowende, die Software-Pleite bei der Cariad-Tochter und den Machtverlust auf dem chinesischen Markt.<\/p>\n<p>\u201eDie Besch\u00e4ftigten sollen nun die Zeche f\u00fcr das Versagen der Strategen zahlen\u201c, bringt es Flavio Benites, IG Metall-Chef in Wolfsburg, auf den Punkt. W\u00e4hrend normale Mitarbeiter in Vorruhestand oder Abfindungsprogramme gedr\u00e4ngt werden, verlassen verantwortliche Manager den Konzern selten ohne \u00fcppige \u201egoldene Fallschirme\u201c.<\/p>\n<p>Die Stimmung eskalierte weiter, als die Konzernf\u00fchrung kurz vor den Betriebsratswahlen im M\u00e4rz 2026 eine geforderte Sonderzahlung f\u00fcr die Belegschaft per juristischem Man\u00f6ver blockierte. F\u00fcr die Gewerkschaften ist das ein Bruch des jahrzehntealten Sozialpartnermodells bei VW. Ihre Forderung ist klar: Wenn der Umbau mit Stellenstreichungen finanziert werden muss, dann m\u00fcssen auch Dividendenzahlungen und Manager-Boni ausgesetzt werden, bis sich das Unternehmen stabilisiert hat.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Gerade vor anstehenden Betriebsratswahlen ist die Einhaltung rechtssicherer Verfahren entscheidend, um die Handlungsf\u00e4higkeit der Arbeitnehmervertretung zu sichern. Erfahren Sie in diesem praxisnahen Leitfaden, wie Sie Stolperfallen im Wahlprozess vermeiden und den Grundstein f\u00fcr eine starke Mitbestimmung legen. <a href=\"https:\/\/www.mitbestimmung-info.de\/ebooks\/betriebsratswahl\/?af=KOOP_MFW_MOL_DNV_YES_BETRIEBSRECHTSWAHL_X-EAID-771422\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen Fahrplan f\u00fcr die rechtssichere Betriebsratswahl herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Das politische Veto und die Machtfrage<\/p>\n<p>Der Machtkampf wird durch die besondere Eigent\u00fcmerstruktur bei Volkswagen zus\u00e4tzlich verkompliziert. Das VW-Gesetz sichert dem Land Niedersachsen eine Sperrminorit\u00e4t von 20 Prozent. Gemeinsam mit den zehn Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat hat diese Allianz erheblichen Einfluss auf Strategie und Restrukturierung.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil hat in der Vergangenheit mehrfach verhindert, dass Werke komplett schlie\u00dfen. Er setzt sich gemeinsam mit dem Betriebsrat f\u00fcr sozialvertr\u00e4gliche Methoden wie Altersteilzeit und freiwillige Abfindungen ein. Doch dieselbe Disziplin gegen\u00fcber dem Vorstand durchzusetzen, f\u00e4llt der Allianz deutlich schwerer. Der Aufsichtsrat steht in der Kritik, weil er weiterhin gro\u00dfz\u00fcgige Managervertr\u00e4ge und Abfindungen absegnet \u2013 selbst wenn strategische Ziele verfehlt werden.<\/p>\n<p>Beobachter sehen hier ein fatales System: Das Management hat einen Anreiz, aggressiv bei der Belegschaft zu k\u00fcrzen, um Aktion\u00e4rsrenditen zu erzielen. Das eigene Einkommen bleibt durch interne Seilschaften und satzungsfestgelegte Regelungen jedoch gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Globale Konkurrenz und unsichere Zukunft<\/p>\n<p>Der interne Konflikt bei VW findet vor einem harten globalen Wettbewerb statt. Der Konzern k\u00e4mpft in China um verlorenen Boden. Das dort k\u00fcrzlich vorgestellte Elektroauto ID.UNYX 08 \u2013 entwickelt in nur 24 Monaten mit Partner XPeng \u2013 soll Konkurrenten wie BYD Paroli bieten. Doch der Erfolg im Ausland mildert den Druck auf die deutschen Standorte kaum. Diese leiden unter hohen Energie- und Lohnkosten im internationalen Vergleich.<\/p>\n<p>Die Beziehung zwischen Vorstand und Betriebsrat bleibt hochgradig angespannt. Die Tarifverhandlungen im Fr\u00fchjahr 2026 k\u00f6nnten zum Z\u00fcndstoff werden. Die IG Metall hat bereits signalisiert, zu umfassenden Arbeitskampfma\u00dfnahmen bereit zu sein, falls das Management einseitige K\u00fcrzungen durchzieht und zugleich Manager-Boni sch\u00fctzt. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine grundlegende Reform der F\u00fchrungskr\u00e4fte-Verg\u00fctung. Eine echte Erholung, so ihr Argument, erfordere finanzielle Opfer vom Vorstand bis zur Montagelinie.<\/p>\n<p>Der Ausgang dieses Machtkampfes wird richtungsweisend sein \u2013 nicht nur f\u00fcr Volkswagen. Die gesamte europ\u00e4ische Autoindustrie beobachtet genau, wie ein Traditionskonzern den schmerzhaften \u00dcbergang zur Elektromobilit\u00e4t meistert und dabei den sozialen Frieden bewahrt.<\/p>\n<p>(15.03.2026)<\/p>\n<p>\n BSN Podcasts\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/audio-cd.at\/page\/podcast\/8500\/\" style=\"text-decoration:none;line-height:1px;font-size:14px;color:#333\" wp_automatic_readability=\"4\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n      Christian Drastil: Wiener B\u00f6rse Plausch<br \/>\n      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/1773416293_835_100.jpeg\" style=\"width:50px; float:left;margin-right:10px;margin-top:2px\"\/><\/p>\n<p style=\"font-size:14px;margin-bottom:0;font-weight:normal;margin-top:6px;line-height:13px\">Wiener B\u00f6rse Party #1114: ATX schw\u00e4cher, das komplette Programm des Aktientags morgen und Alles ist jetzt Anders\n        <\/p>\n<p>      <\/a><br \/>\n<br clear=\"all\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"15.03.2026, 6334 Zeichen Der gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Autobauer steht vor einem historischen Umbruch. 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