{"id":47688,"date":"2026-03-16T09:39:09","date_gmt":"2026-03-16T09:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47688\/"},"modified":"2026-03-16T09:39:09","modified_gmt":"2026-03-16T09:39:09","slug":"israel-sieht-neue-terrorgruppe-hinter-anschlaegen-auf-synagogen-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47688\/","title":{"rendered":"Israel sieht neue Terrorgruppe hinter Anschl\u00e4gen auf Synagogen in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Eine Reihe von Angriffen auf j\u00fcdische Einrichtungen in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung der israelischen Regierung auf eine bislang wenig bekannte Terrororganisation zur\u00fcckgehen. Das Ministerium f\u00fcr Diaspora-Angelegenheiten und den Kampf gegen Antisemitismus ver\u00f6ffentlichte einen Bericht, der die Gruppe Ashab al-Yamin al-Islamia f\u00fcr mehrere Vorf\u00e4lle verantwortlich macht. \u00bbYnet\u00ab berichtete.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Ministeriums wurden zwischen dem 9. und 14. M\u00e4rz verschiedene j\u00fcdische Einrichtungen in Europa attackiert. Zu den schwerwiegendsten Vorf\u00e4llen z\u00e4hlen ein Brandanschlag auf eine Synagoge in Rotterdam sowie eine Explosion vor einer Synagoge im belgischen L\u00fcttich. Au\u00dferdem wurden ein j\u00fcdisches Geb\u00e4ude in Griechenland und eine j\u00fcdische Schule in Amsterdam ins Visier genommen. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand, allerdings entstand erheblicher Sachschaden.<\/p>\n<p>Die israelischen Beh\u00f6rden gehen davon aus, dass die Anschl\u00e4ge Teil einer koordinierten Kampagne waren, die vor allem darauf abzielt, j\u00fcdische Gemeinden einzusch\u00fcchtern. Nach Analyse des Ministeriums folgten die Vorf\u00e4lle einem \u00e4hnlichen Muster und ereigneten sich innerhalb weniger Tage in verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Vergeltungsaktionen<\/p>\n<p>Ausgewertete Informationen aus offenen Quellen deuten zudem darauf hin, dass Material \u00fcber die Anschl\u00e4ge in Telegram-Kan\u00e4len verbreitet wurde, die mit schiitischen Miliznetzwerken verbunden sind. Darunter befinden sich laut Bericht auch Plattformen, die Verbindungen zur Hisbollah oder zu den iranischen Revolutionsgarden haben sollen.<\/p>\n<p>Der Name der Organisation sorgt ebenfalls f\u00fcr Aufmerksamkeit. Laut dem Bericht wurde die Bezeichnung Ashab al-Yamin bereits fr\u00fcher von einer irakischen Gruppe verwendet, die vom US-Au\u00dfenministerium als Terrororganisation eingestuft wurde.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich f\u00e4llt der Zeitpunkt der Anschl\u00e4ge auf: Sie erfolgten kurz nachdem Berichte \u00fcber den Tod eines Anf\u00fchrers dieser Terrorgruppe aufgetaucht waren. Nach Einsch\u00e4tzung israelischer Experten k\u00f6nnte es sich daher um Vergeltungsaktionen handeln. Allerdings richteten sich diese offensichtlich nicht gegen Israel, sondern j\u00fcdische Gemeinden in verschiedenen Teilen Europas.<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Vor Ort angeworben<\/p>\n<p>Die israelischen Beh\u00f6rden vermuten, dass die Angriffe nicht unbedingt von fest organisierten Zellen ausgef\u00fchrt wurden, sondern h\u00e4ufig von lokal rekrutierten T\u00e4tern oder Einzelt\u00e4tern. Diese k\u00f6nnten \u00fcber das Internet oder \u00fcber Kontakte in radikalen Netzwerken angeworben worden sein.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr sehen Ermittler im Fall Rotterdam: Dort wurden nach dem Brandanschlag vier Verd\u00e4chtige im Alter zwischen 17 und 19 Jahren festgenommen. Sie sollen nach ersten Erkenntnissen angeworben worden sein, um weitere Angriffe vorzubereiten.<\/p>\n<p>Der israelische Bericht warnt vor einer m\u00f6glichen neuen Vorgehensweise extremistischer Netzwerke. Demnach k\u00f6nnten Gruppen zunehmend Tarnorganisationen oder lose Strukturen nutzen, um Anschl\u00e4ge in Europa auszuf\u00fchren, w\u00e4hrend ihre eigentlichen Hinterm\u00e4nner im Hintergrund bleiben.<\/p>\n<p>\u00bbBeunruhigendes Muster\u00ab<\/p>\n<p>Diaspora-Minister Amichai Chikli erkl\u00e4rte laut \u00bbYnet\u00ab, die Vorf\u00e4lle seien kein isoliertes Ph\u00e4nomen. \u00bbDie Ereignisse in Europa sind Teil eines beunruhigenden Musters\u00ab, sagte er. \u00bbTerrornetzwerke, die mit der iranischen Achse verbunden sind, versuchen, ihre Aktivit\u00e4ten auf europ\u00e4ische St\u00e4dte und j\u00fcdische Gemeinden auszuweiten.\u00ab<\/p>\n<p>Auch der Generaldirektor des Ministeriums, Avi Cohen-Scali, sieht darin eine wachsende Gefahr. \u00bbDies stellt ein relativ neues operatives Modell dar\u00ab, sagte er. Es verbinde Online-Propaganda, lokale T\u00e4ter und regionale Terrornetzwerke, um Angst in j\u00fcdischen Gemeinschaften zu verbreiten und gleichzeitig Einfluss \u00fcber den Nahen Osten hinaus zu demonstrieren.<\/p>\n<p>Israel k\u00fcndigte an, weiterhin mit Regierungen und j\u00fcdischen Organisationen weltweit zusammenzuarbeiten, um solche Strukturen aufzudecken und m\u00f6gliche weitere Anschl\u00e4ge zu verhindern. im<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Reihe von Angriffen auf j\u00fcdische Einrichtungen in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung der israelischen Regierung auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":47689,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[61,15572,76,75,74,750,15569,15573,15571,1132,40,269,1451,15570],"class_list":{"0":"post-47688","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-berichte","9":"tag-blogs","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-israel","14":"tag-juedische-allgemeine","15":"tag-juedisches-leben","16":"tag-kommentare","17":"tag-kultur","18":"tag-nachrichten","19":"tag-politik","20":"tag-religion","21":"tag-wochenzeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116238192848728722","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47688"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47688\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/47689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}