{"id":47920,"date":"2026-03-16T11:52:15","date_gmt":"2026-03-16T11:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47920\/"},"modified":"2026-03-16T11:52:15","modified_gmt":"2026-03-16T11:52:15","slug":"der-nachzuegler-ist-mit-weitem-abstand-marktfuehrer-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/47920\/","title":{"rendered":"\u00abDer Nachz\u00fcgler ist mit weitem Abstand Marktf\u00fchrer in Europa\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>                                    <a class=\"td-modal-image\" href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/SanderNEU-768x465.jpg\" data-caption=\"VW-Vertriebsvorstand Martin Sander vor dem neuen ID. Polo.\" data-mfp-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/SanderNEU-768x465.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/SanderNEU-768x465.jpg\" alt=\"\u00abDer Nachz\u00fcgler ist mit weitem Abstand Marktf\u00fchrer in Europa\u00bb\"\/><\/p>\n<p>                                    <\/a><\/p>\n<p>                                                                                VW-Vertriebsvorstand Martin Sander vor dem neuen ID. Polo.<br \/>\n                                                                                \u00a9 Benjamin Pichelmann<\/p>\n<p>Martin Sander ist Vertriebsvorstand von VW Pkw. Im Interview mit der Autogazette spricht der Manager u.a. \u00fcber die Krisenstimmung in der Industrie, Absatzerwartungen und der Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Autobauer <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/vw\/schaefer\/unternehmen\/vw-markenchef-schaefer-sind-auf-kurs-aber-nicht-am-ziel-989432280.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">VW Pkw<\/a> hat das geplante Inkrafttreten des Mercosur-Freihandelsabkommens zwischen der EU und s\u00fcdamerikanischen Staaten begr\u00fc\u00dft. \u00abDas ist perspektivisch eine Erleichterung, da die Abschmelzung der Z\u00f6lle \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erfolgt. Und es kommt auch ab Inkrafttreten zu Erleichterungen f\u00fcr den Import unserer Fahrzeuge in den Mercosur \u00fcber eine Quotenregelung. Insgesamt ist das eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr uns\u00bb, sagte der Vertriebsvorstand der Kernmarke, Martin Sander, im Interview mit der Autogazette. \u00abWir haben ein gutes Produktportfolio f\u00fcr die dortigen M\u00e4rkte. Das er\u00f6ffnet uns zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten\u00bb, f\u00fcgte der Manager hinzu.<\/p>\n<p>Auf das laufende Jahr schaut Sander aufgrund des Produktportfolios der Marke mit Zuversicht. \u00abProzentual sehen wir weltweit in vielen Regionen ein starkes Wachstum \u2013 beispielsweise in Lateinamerika, etwa in Mexiko, Brasilien oder Chile\u00bb, sagte Sander. Nordamerika bleibe \u00abaufgrund der derzeitigen politischen Gemengelage ein schwieriger Markt\u00bb.<\/p>\n<p>E-Mobilit\u00e4t als wichtiger Wachstumstreiber<\/p>\n<p>Als wichtigen Wachstumstreiber sieht der Vertriebschef die Elektromobilit\u00e4t, auch wenn die in diesem Jahr neu auf den Markt kommenden <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/vw\/id-polo\/elektro\/vw-id-polo-mit-retro-charme-in-die-zukunft-989431496.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Modelle ID. Polo<\/a> und ID. Cross \u00abihr volles Absatzpotenzial aber erst 2027 aussch\u00f6pfen, gleiches gilt auch f\u00fcr die neuen Modelle in China\u00bb. In China lief gerade die Serienproduktion des neuen <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/vw\/unyx\/elektro\/vw-id-unyx-08-produktion-des-elektro-suv-angelaufen-989432288.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ID. UNYX 08<\/a> an. Bereits im Vorjahr kamen die E-Modelle der Wolfsburger auf hohe Wachstumsraten: in Europa stieg der Absatz um \u00fcber 49 Prozent und in Deutschland um 61 Prozent an. \u00abDas Wachstum wird sich fortsetzen, sogar perspektivisch beschleunigen. Nat\u00fcrlich hilft da die Pr\u00e4mie, vor allem aber unsere attraktiven neuen vollelektrischen Produkte.\u00bb<\/p>\n<p>Damit zielt Sander insbesondere auf den ID. Polo und ID. Cross ab. An diese Fahrzeuge habe man gro\u00dfe Volumenerwartungen. \u00abDiese Modelle werden das Wachstum der Marke Volkswagen im Elektromarkt in Europa deutlich beschleunigen.\u00bb Da man mit diesen Modellen in ein Preisniveau ab etwa 25.000 Euro vorsto\u00dfe, w\u00fcrde man \u00abeiner deutlich gr\u00f6\u00dferen Kundengruppe den Einstieg in die Elektromobilit\u00e4t\u00bb erm\u00f6glichen. F\u00fcr Sander haben beide Modelle \u00abdas Potenzial, europaweit einen sp\u00fcrbaren Schub f\u00fcr die Elektrifizierung des Verkehrs auszul\u00f6sen\u00bb.<\/p>\n<p>\u00ab2025 war f\u00fcr die Marke VW ein gutes Jahr\u00bb<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/SanderMartin.jpg\"\/><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/SanderMartin.jpg\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\"  \/><\/p>\n<p>VW-Vertriebschef erwartet sich von ID. Polo und ID. Cross ein hohes Absatzvolumen. Foto: Benjamin Pichelmann<\/p>\n<p>Autogazette: Herr Sander, kurz vor unserem Gespr\u00e4ch wurde der aktuelle Ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex ver\u00f6ffentlicht. Er zeigt f\u00fcr die Autoindustrie ein verbessertes Klima. Ist die Krisenstimmung vorbei?<\/p>\n<p>Martin Sander: Wenn ich aus Vertriebsperspektive auf unser Gesch\u00e4ft in Europa schaue, dann war 2025 f\u00fcr die Marke Volkswagen ein gutes Jahr. Wir haben den Absatz hierzulande deutlich gesteigert und sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa Marktf\u00fchrer \u2013 bei Verbrennern und Elektrofahrzeugen. Die Autos, die wir in den letzten Monaten auf den Markt gebracht haben, wie beispielsweise der neue T-Roc, sind ein gro\u00dfer Erfolg. Auch die Auftragseing\u00e4nge im Januar und Februar liegen \u00fcber unseren Erwartungen. Besonders nachgefragt ist auch weiterhin der Golf und vor allem die sportlichen Modelle: Aktuell ist jeder zweite verkaufte Golf in Deutschland ein GTI bzw. R-Modell.<\/p>\n<p>Autogazette: In der Branche herrscht dennoch Unruhe, teils Krisenstimmung\u2026<\/p>\n<p>Sander: \u2026nat\u00fcrlich ist die Situation in der Branche herausfordernd. Der Wettbewerbsdruck ist riesig, neue chinesische Wettbewerber dr\u00e4ngen auf den Markt und setzen alle Hersteller unter Druck. Gemessen an diesen Rahmenbedingungen sind wir bei Volkswagen mit dem letzten Jahr und dem Start in 2026, vor allem in Europa, zufrieden.<\/p>\n<p>\u00abElektromobilit\u00e4t w\u00e4chst \u2013 und zwar deutlich\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: Im vergangenen Jahr wurde viel von einer Krise der Elektromobilit\u00e4t gesprochen. War es eine herbeigeredete Krise?<\/p>\n<p>Sander: Vielleicht haben wir alle gemeinsam das Wachstum der Elektromobilit\u00e4t anfangs zu optimistisch bewertet. So schnell, wie man das vor ein paar Jahren gedacht hat, ist es nicht gekommen. Aber Elektromobilit\u00e4t w\u00e4chst \u2013 und zwar deutlich und zu Recht.<\/p>\n<p>Autogazette: In den verschiedenen M\u00e4rkten jedoch mit unterschiedlicher Auspr\u00e4gung.<\/p>\n<p>Sander: Wir sehen M\u00e4rkte, in denen sich die E-Mobilit\u00e4t bereits vollst\u00e4ndig durchgesetzt hat \u2013 Norwegen, D\u00e4nemark. Auch in Frankreich, in UK und in Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos. Aber vor allem zeigt sich eins: Kunden, die einmal elektrisch gefahren sind, sind \u00fcberwiegend so \u00fcberzeugt von der Technologie, dass sie nie wieder zur\u00fcck zum Verbrenner wollen. Jetzt geht es darum, dass die richtigen Autos auf den Markt kommen, die richtigen Preissegmente bedient werden. Und ja: in weiten Teilen Europas muss auch die Ladeinfrastruktur verbessert werden.<\/p>\n<p>\u00abTransformation l\u00e4uft langsamer als erwartet\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: Wenn alles so positiv ist \u2013 warum brauchte es dann Anpassungen bei den CO\u2082 Flottengrenzwerten?<\/p>\n<p>Sander: Die Transformation l\u00e4uft, aber sie l\u00e4uft eben langsamer als erwartet. Da brauchen wir als Industrie mehr Flexibilit\u00e4t. Es war in der Vergangenheit politischer Konsens in der EU, dass Strafzahlungen vermieden werden sollen, damit das Geld in den Unternehmen bleibt, um investieren zu k\u00f6nnen. Deshalb regen wir einen Ausgleichszeitraum von 2028 bis 2032 an, in dem die CO2-Vorgaben erreicht werden m\u00fcssen. Ich halte es grunds\u00e4tzlich f\u00fcr falsch, Menschen von einer neuen Technologie \u00fcberzeugen zu wollen, indem man die vorherige verbietet. Wichtiger ist, dass die Kunden pers\u00f6nlich \u00fcberzeugt sind.<\/p>\n<p>Autogazette: Warum?<\/p>\n<p>Sander: Wir sollten dar\u00fcber sprechen, warum Elektromobilit\u00e4t gut ist und was wir \u00e4ndern m\u00fcssen, damit sie f\u00fcr alle funktioniert. Um als internationale Marke weltweit erfolgreich zu sein, brauchen wir ein wettbewerbsf\u00e4higes Portfolio aus Verbrennern, Hybriden und Elektroautos.<\/p>\n<p>Autogazette: Der Iran-Krieg sorgt f\u00fcr steigende Spritpreise, auch Lieferkettenprobleme sind nicht auszuschlie\u00dfen. Treibt Ihnen das Sorgenfalten auf die Stirn?<\/p>\n<p>Sander: Die Situation in der Region besch\u00e4ftigt uns sehr. Wir haben viele Mitarbeiter, die vor Ort f\u00fcr unser Unternehmen arbeiten und sich Sorgen machen und f\u00fcr die wir verantwortlich sind. Auch wir sind sehr besorgt. Nat\u00fcrlich \u00fcberpr\u00fcfen wir auch kontinuierlich die Auswirkungen auf unser Gesch\u00e4ft, von der Teileversorgung \u00fcber den Absatz in den M\u00e4rkten in der Region bis hin zu \u00d6lpreisentwicklungen.<\/p>\n<p>\u00abPr\u00e4mie f\u00fcr Gebrauchte k\u00f6nnte Vertrauen schaffen\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: K\u00f6nnen die Steigerungen bei den Kraftstoffpreisen f\u00fcr einen Push bei der E-Mobilit\u00e4t sorgen?<\/p>\n<p>Sander: Die Preisausschl\u00e4ge, die wir aktuell an den Tankstellen sehen, sind krisenbedingt, sie sind tempor\u00e4r. Das wird sich auf das Thema Akzeptanz von Elektromobilit\u00e4t nicht sofort auswirken. Was wir f\u00fcr ein Umdenken brauchen, sind verl\u00e4sslich g\u00fcnstige und einheitliche Ladestrompreise f\u00fcr die Fahrer eines E-Autos.<\/p>\n<p>Autogazette: Sind Sie mit der Ausgestaltung der neuen E-Pr\u00e4mie zufrieden oder h\u00e4tte es stattdessen ein Ladeguthaben geben m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Sander: Zun\u00e4chst ist es gut, dass es eine Pr\u00e4mie gibt. Das ist ein klares Commitment der Bundesregierung zur Elektromobilit\u00e4t und gibt den Kunden Orientierung. Die Mechanik kennen wir, sie hat funktioniert. Wir h\u00e4tten uns gew\u00fcnscht, dass auch Gebrauchtwagen einbezogen werden, weil gebrauchte Elektroautos f\u00fcr viele Kunden mit geringerem Einkommen interessant sind. Viele Leasingfahrzeuge kommen jetzt zur\u00fcck und sind preislich sehr attraktiv, was der Zielgruppe von mittleren und kleinen Einkommen sehr entgegenkommt. Der Gebrauchtwagenmarkt f\u00fcr E-Fahrzeuge entwickelt sich aber gerade erst, hier k\u00f6nnte eine Pr\u00e4mie f\u00fcr Gebrauchte Vertrauen schaffen<\/p>\n<p>Autogazette: Ist durch die E-Autopr\u00e4mie mit Problemen bei den Restwerten zu rechnen?<\/p>\n<p>Sander: Aktuell steckt der Gebrauchtwagenmarkt f\u00fcr E-Fahrzeuge noch in den Kinderschuhen. Das f\u00fchrt zu einer gewissen Herausforderung bei den Restwerten, das ist aber unser t\u00e4gliches Business hier gut zu kalkulieren. Die Einbeziehung von Gebrauchtwagen in die F\u00f6rderung w\u00fcrde aber ohne Frage etwas Entspannung bringen.<\/p>\n<p>\u00abDas ist eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr uns\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/VWUNYX08.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/VWUNYX08.jpg\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\"  \/><\/p>\n<p>Der VW UNYX 08 wurde gemeinsam mit Xpeng entwickelt. Foto: VW<\/p>\n<p>Autogazette: VW Pkw kam 2025 weltweit mit 382.000 reinen E-Autos auf einen BEV-Anteil von 8,1 Prozent. War das zufriedenstellend?<\/p>\n<p>Sander: Hier m\u00fcssen wir zwischen den einzelnen Regionen unterscheiden: Europa war sehr stark, Nordamerika ist aktuell schwierig. In China muss man zwei M\u00e4rkte betrachten: Bei den Verbrennern sind wir Marktf\u00fchrer und bei den New Energy Vehicles konnten wir unseren Kunden bisher kein ausreichendes Produktangebot machen. Das \u00e4ndert sich jedoch ab diesem Jahr: bis Ende 2026 bringen wir hier mehr als zehn neue Modelle auf den Markt. Damit werden wir in China kr\u00e4ftig wachsen.<\/p>\n<p>Autogazette: Auf welchen M\u00e4rkten erwarten Sie das meiste Wachstum, in China?<\/p>\n<p>Sander: Prozentual sehen wir weltweit in vielen Regionen ein starkes Wachstum \u2013 beispielsweise in Lateinamerika, etwa in Mexiko, Brasilien oder Chile.<\/p>\n<p>Autogazette: Die EU will das Mercosur Freihandelsabkommen mit den s\u00fcdamerikanischen Staaten in Kraft setzen. Sind Sie erleichtert?<\/p>\n<p>Sander: Das ist perspektivisch eine Erleichterung, da die Abschmelzung der Z\u00f6lle \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum erfolgt. Und es kommt auch ab Inkrafttreten zu Erleichterungen f\u00fcr den Import unserer Fahrzeuge in den Mercosur \u00fcber eine Quotenregelung. Insgesamt ist das eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr uns. Wir haben ein gutes Produktportfolio f\u00fcr die dortigen M\u00e4rkte. Das er\u00f6ffnet uns zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>\u00abNat\u00fcrlich hilft da die Pr\u00e4mie\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: In Europa konnten sie bei den vollelektrischen Fahrzeugen im Vorjahr \u00fcber 49 Prozent zulegen, in Deutschland waren es fast 61 Prozent. Wird sich das fortsetzen?<\/p>\n<p>Sander: Das Wachstum wird sich fortsetzen, sogar perspektivisch beschleunigen. Nat\u00fcrlich hilft da die Pr\u00e4mie, vor allem aber unsere attraktiven neuen vollelektrischen Produkte.<\/p>\n<p>Autogazette: Damit zielen Sie auf den VW ID. Polo und den ID. Cross ab\u2026<\/p>\n<p>Sander: \u2026genau, mit diesen Fahrzeugen haben wir gro\u00dfe Volumenerwartungen. Diese Modelle werden das Wachstum der Marke Volkswagen im Elektromarkt in Europa deutlich beschleunigen. Das sind riesige Segmente \u2013 kleine Hatchbacks und kleine SUVs. Wir sto\u00dfen damit in ein Preisniveau ab etwa 25.000 Euro vor und erm\u00f6glichen einer deutlich gr\u00f6\u00dferen Kundengruppe den Einstieg in die Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Autogazette: Welches dieser beiden Modelle wird beim Absatz am wichtigsten sein?<\/p>\n<p>Sander: Wir gehen davon aus, dass es der ID. Cross sein wird.<\/p>\n<p>Autogazette: Sind ID. Polo und ID. Cross die wichtigsten Modelle der vergangenen Jahre f\u00fcr VW Pkw?<\/p>\n<p>Sander: Ich bin vorsichtig mit Superlativen. Aber der ID. Polo und der ID. Cross sind extrem wichtige Modelle. Sie erschlie\u00dfen neue K\u00e4ufergruppen und bringen uns durch die Synergien innerhalb der Brand Group Core in eine neue Dimension der Skalierung \u2013 und damit Kostensenkung. Es gibt aber auch viele andere wichtige Modelle: beispielsweise den VW Golf GTI 50 Jahre Edition. Er \u00fcbertrifft unsere Erwartungen. Wir haben schon zweimal das Produktionsvolumen erh\u00f6ht, weil die Nachfrage der Kunden nach dem Sondermodell so stark ist.<\/p>\n<p>\u00abNamen wie Polo sind ikonisch\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/VWPolo.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/VWPolo.jpg\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\"  \/><\/p>\n<p>Im neuen VW ID. Polo l\u00e4sst sich auch ein Retro-Display einspielen. Foto: VW<\/p>\n<p>Autogazette: Wie wichtig ist die R\u00fcckkehr zu bekannten Namen wie jetzt beim Polo?<\/p>\n<p>Sander: Sehr wichtig. Volkswagen bleibt Volkswagen \u2013 auch in der neuen Welt. Namen wie Polo sind ikonisch, jeder kennt sie. Diese Markenbekanntheit in die Elektromobilit\u00e4t zu \u00fcbertragen, gibt Kunden Orientierung und Vertrauen. Es ist Teil unserer Markenidentit\u00e4t.<\/p>\n<p>Autogazette: Sie kehren nicht nur zu bekannten Namen zur\u00fcck, sondern auch zu einem bekannten \u201etraditionellen\u201c Design. Hat man Kunden mit dem Design des ID.3 \u00fcberfordert?<\/p>\n<p>Sander: Die Zeit, in der sich ein E\u2011Fahrzeug optisch unbedingt von einem konventionell angetriebenen Fahrzeug unterscheiden musste, ist vorbei. Ein Volkswagen sollte wie ein Volkswagen aussehen \u2013 stabil, sympathisch und mit der typischen \u201esecret sauce\u201c. Der Polo ist ein ikonischer Name, jeder Mensch in Europa kennt ihn. Die Qualit\u00e4t, Haptik und Bedienbarkeit sind bei den neuen Modellen so, wie man es von unserer Marke erwartet: ein echter Volkswagen!<\/p>\n<p>Autogazette: Im ID. Polo kann man sich das Cockpit des Ur-Golf digital anzeigen lassen. Ist das f\u00fcr Sie mehr als ein Gimmick?<\/p>\n<p>Sander: Ich bin immer wieder beeindruckt zu sehen, was alles m\u00f6glich ist, wenn Ingenieure mit Begeisterung Autos entwickeln. Vor allem ist es toll zu sehen, wie positiv dies bei unseren Kunden ankommt. Die Resonanz auf Social Media war sensationell \u2013 bei alt und jung.<\/p>\n<p>\u00abSchaffen Synergien und sparen Kosten\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: Sie sprechen mit Blick auf ID. Polo und ID. Cross von einem Gamechanger. Warum, wegen der gennannten Skaleneffekte?<\/p>\n<p>Sander: Auch, aber nicht nur. Neben den erzielten Skaleneffekten und den Kostenreduzierungen er\u00f6ffnen wir mit diesen beiden Modellen noch mehr Kunden den Zugang zur Elektromobilit\u00e4t. Sie haben das Potenzial, europaweit einen sp\u00fcrbaren Schub f\u00fcr die Elektrifizierung des Verkehrs auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Autogazette: Der ID. Polo und ID. Cross wird in Spanien gebaut. H\u00e4tten Autos mit einem Preis von um die 25.000 Euro auch in Deutschland gebaut werden k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Sander: Der Polo mit Verbrennungsmotor ist bisher \u00fcber viele Jahre in Spanien gebaut worden, bereits bestehende Strukturen konnten damit also f\u00fcr die k\u00fcnftige Produktion der Electric Urban Car Family \u00fcbernommen werden. Dazu z\u00e4hlen neben dem ID. Polo und ID. Cross auch die Schwestermodelle von Cupra und <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/skoda\/epiq\/fahrbercht\/skoda-epiq-er-wird-seinen-weg-machen-989431901.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Skoda<\/a>. Durch diese marken\u00fcbergreifende Zusammenarbeit auf der iberischen Halbinsel schaffen wir Synergien und sparen Kosten.<\/p>\n<p>\u00abNiemand verlauft so viele Autos wie Volkswagen\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/NEO.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/NEO.jpg\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\"  \/><\/p>\n<p>Eine Skizze des neuen VW ID.3, der den Zusatz Neo erh\u00e4lt. Foto: VW<\/p>\n<p>Autogazette: Fahrzeuge in der Preisklasse von 25.000 Euro gibt es bereits beispielsweise mit dem Renault 5 oder Citroen e-C3. Wir f\u00fchlt man sich als Nachz\u00fcgler statt als Taktgeber?<\/p>\n<p>Sander: Naja, der Nachz\u00fcgler ist mit weitem Abstand Marktf\u00fchrer in Europa. Niemand verkauft so viele Autos wie Volkswagen. Ich glaube, dass wir mit diesen Fahrzeugen genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Vor allem deshalb, weil sich die M\u00e4rkte f\u00fcr kompakte E-Autos in S\u00fcdeuropa wie Spanien oder Italien gerade erst entwickeln.<\/p>\n<p>Autogazette: \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem ID.EVERY1, der um die 20.000 Euro kosten soll und erst 2027 kommt. Der Renault Twingo kommt jetzt: es ist das Auto, was eigentlich zusammen mit VW h\u00e4tte entwickelt werden sollen. Wie misslich ist es, dass es zu dieser Kooperation nicht kam?<\/p>\n<p>Sander: Eins nach dem anderen: Wir kommen jetzt mit den zwei Volumenmodellen ID. Polo und ID. Cross, dann folgen die g\u00e4nzlich \u00fcberarbeiteten Modelle des ID.4 und des ID.3, dem ID.3 Neo. Innerhalb von zw\u00f6lf Monaten haben wir somit eine Erneuerung unserer gesamten Elektro-Palette im Kompakt- und SUV-Segment. Wir verkaufen jetzt seit 13 Jahren Elektroautos, haben gerade unser zweimillionstes vollelektrisches Fahrzeug ausgeliefert. Ich empfinde das als beachtlich. Gleichzeitung m\u00fcssen wir uns auch immer die wirtschaftliche Seite anschauen, denn schlie\u00dflich entscheiden sich heute erst rund 20 Prozent der Kunden f\u00fcr ein E-Auto.<\/p>\n<p>\u00abIn vielen M\u00e4rkten sehen wir Wachstumschancen\u00bb<\/p>\n<p>Autogazette: Im Vorjahr lag der BEV-Anteil europaweit bei etwas \u00fcber 17 Prozent, in Deutschland bei \u00fcber 19 Prozent. Was erwarten Sie in diesem Jahr?<\/p>\n<p>Sander: In Deutschland gehe ich davon aus, dass wir uns in Richtung 25 Prozent entwickeln.<\/p>\n<p>Autogazette: VW Pkw setzte im Vorjahr 4,73 Millionen Fahrzeuge ab. Wo sehen Sie die Marke in diesem Jahr?<\/p>\n<p>Sander: Wir haben eine starke Marke und ein sehr breites Produktportfolio. In vielen M\u00e4rkten sehen wir Wachstumschancen und werden sie nutzen. Elektromobilit\u00e4t wird sich weiterentwickeln \u2013 nicht durch Verbote, sondern durch bessere Produkte, attraktivere Preise und \u00fcberzeugte Kunden. Der ID. Polo und der ID. Cross werden ihr volles Absatzpotenzial aber erst 2027 aussch\u00f6pfen, gleiches gilt auch f\u00fcr die neuen Modelle in China. Nordamerika hingegen bleibt aufgrund der derzeitigen politischen Gemengelage ein schwieriger Markt.<\/p>\n<p>Das Interview mit Martin Sander f\u00fchrte Frank Mertens<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VW-Vertriebsvorstand Martin Sander vor dem neuen ID. 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