{"id":48586,"date":"2026-03-16T18:36:06","date_gmt":"2026-03-16T18:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/48586\/"},"modified":"2026-03-16T18:36:06","modified_gmt":"2026-03-16T18:36:06","slug":"europa-erteilt-trump-eine-absage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/48586\/","title":{"rendered":"Europa erteilt Trump eine Absage"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr als neun Minuten nahm sich Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) Zeit, um seine Sicht auf die Dinge zu erl\u00e4utern. Dass er am Montag vor der Zusammenkunft mit seinen EU-Amtskollegen in Br\u00fcssel ungew\u00f6hnlich lange in die Kameras sprach, zeigte, wie viele Krisen auf der Agenda des Treffens standen. Trotzdem, am Ende \u00fcberschatteten und dominierten die j\u00fcngsten Drohungen von US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/donald-trump\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> den Wochenstart. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Nato werde vor einer \u201esehr schlechten\u201c Zukunft stehen, sollten die Partner den Vereinigten Staaten nicht bei der Sicherung von \u00d6ltransporten in der wichtigen Stra\u00dfe von Hormus helfen, hatte Trump in einem Interview gewarnt. Was hie\u00df das f\u00fcr die Europ\u00e4er? W\u00e4hrend sich D\u00e4nemark\u2005\u2013 \u201eeine gro\u00dfe Seefahrernation\u201c\u2005\u2013 zumindest ein bisschen offen f\u00fcr das Gedankenspiel zeigte, erteilten die Vertreter aus den meisten anderen EU-Mitgliedstaaten den Forderungen aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/washington\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> eine klare Absage, vorneweg Deutschland. Er sehe nicht, so Wadephul, dass die Nato f\u00fcr die Stra\u00dfe von Hormus zust\u00e4ndig werden k\u00f6nnte. In Italien oder Griechenland gab es ebenfalls keine Bereitschaft, dem Wunsch aus dem Wei\u00dfen Haus nachzukommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Hinzu kam, dass Nato-Alliierte wie Gro\u00dfbritannien ebenfalls abwiegelten, w\u00e4hrend sich Diplomaten im Br\u00fcsseler Hauptquartier mit Bewertungen zur\u00fcckhielten. Nur so viel: Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/iran\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> liege au\u00dferhalb des B\u00fcndnisgebiets, sagte ein Beamter. Die US-Regierung kann sich daher nicht auf die Beistandsverpflichtung nach Artikel\u20055 berufen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit den wohl deutlichsten Worten sperrte sich Deutschland gegen eine Beteiligung. So schlug Bundesverteidigungsminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/boris-pistorius\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Boris Pistorius<\/a> (SPD) einen \u00e4hnlichen Ton wie Wadephul an, als er am Montag nach einem Milit\u00e4reinsatz in dem Engpass, der von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird, gefragt wurde. \u201eEs ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen\u201c, sagte er. Man wolle diplomatische L\u00f6sungen und ein schnelles Ende, \u201eaber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei\u201c, sagte Pistorius. Trotzdem wurden diese am Montag im Kreis der Gemeinschaft diskutiert. Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas etwa brachte zwei Optionen ins Spiel, um zu helfen, die Passage, durch die rund ein F\u00fcnftel des weltweiten \u00d6l- und Fl\u00fcssiggastransports verl\u00e4uft, wieder f\u00fcr den Schiffsverkehr zu \u00f6ffnen. Nach Ansicht der Estin k\u00f6nne die Union ihre Operation \u201eAspides\u201c zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den Persischen Golf ausweiten. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit der maritimen Mission reagierte die EU im Februar 2024 auf die Angriffe der vom Iran unterst\u00fctzten Huthi-Milizen. Die jemenitischen Rebellen hatten regelm\u00e4\u00dfig zivile Schiffe mit Drohnen und Raketen attackiert und die Handelsroute durch das Rote Meer behindert. Doch obwohl \u201eAspides\u201c theoretisch die strategisch wichtige Stra\u00dfe von Hormus einschlie\u00dft, m\u00fcsste das Mandat von der EU deutlich erweitert werden, um Konvois zu begleiten und im Zweifel Angriffe mit aller H\u00e4rte abzuwehren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend die Deutschen und Italiener eine solche Ausweitung kritisch bewerten, wirbt vorneweg Frankreich seit Tagen daf\u00fcr. Bereits Anfang M\u00e4rz erkl\u00e4rte Paris, man habe \u201eAspides\u201c um zwei Schiffe verst\u00e4rkt. Nur befinden sich diese nicht in der nun betroffenen Region, sie sind zudem begrenzten Einsatzregeln unterworfen. Einem EU-Diplomaten zufolge fehlten der Mission die F\u00e4higkeiten, um in der Stra\u00dfe von Hormus \u201eeine aktive Rolle spielen zu k\u00f6nnen\u201c. Dennoch wollten einige Chefdiplomaten versuchen, \u201emehr Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten bereitzustellen\u201c, hie\u00df es hinter den Kulissen. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">K\u00f6nnte sich eine weitere \u201eKoalition der Willigen\u201c bilden? Das Format ist mittlerweile das Instrument der Wahl, wenn sich die EU bei au\u00dfen- und sicherheitspolitischen Themen nicht einigen kann. Und so lieb\u00e4ugelte Kallas mit der Idee, dass sich einige Mitgliedstaaten zusammentun und der Lage entsprechend milit\u00e4rische Mittel beisteuern. Dabei hatte Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> schon in der Vorwoche betont, dass es im Augenblick \u201ekeine Veranlassung\u201c gebe, \u201e\u00fcber eine milit\u00e4rische Absicherung der Seewege nachzudenken\u201c. Die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> will verhindern, in den Krieg hineingezogen zu werden. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Trump sagte, es sei \u201enur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert\u201c. W\u00e4hrend Luxemburgs Vizepremierminister Xavier Bettel am Montag dazu erkl\u00e4rte, sein Land werde sich der \u201eErpressung\u201c der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, sich am Krieg zu beteiligen, nicht beugen, verlangte Wadephul mit Blick auf den Krieg im Iran Antworten: \u201eWir wollen zun\u00e4chst einmal von Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika erfahren, wann sie ihre milit\u00e4rischen Ziele erzielt haben wollen\u201c, sagte er. Zudem setzte er sich f\u00fcr Sanktionen gegen diejenigen ein, \u201edie verantwortlich sind f\u00fcr die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als neun Minuten nahm sich Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) Zeit, um seine Sicht auf die Dinge zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48587,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[20502,20499,6800,20498,575,76,75,74,19471,4562,3138,20501,1700,20500,11769],"class_list":{"0":"post-48586","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-absicherung","9":"tag-amtskollegen","10":"tag-bruessel","11":"tag-bundesaussenminister","12":"tag-donald-trump","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europe","16":"tag-hormus","17":"tag-johann-wadephul","18":"tag-krieg","19":"tag-kriegsschiffe","20":"tag-nato","21":"tag-sicherung","22":"tag-strasse"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116240304893468341","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48586\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}