{"id":48852,"date":"2026-03-16T21:31:10","date_gmt":"2026-03-16T21:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/48852\/"},"modified":"2026-03-16T21:31:10","modified_gmt":"2026-03-16T21:31:10","slug":"unicredit-legt-35-milliarden-offert-fuer-commerzbank-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/48852\/","title":{"rendered":"UniCredit legt 35-Milliarden-Offert f\u00fcr Commerzbank vor"},"content":{"rendered":"<p>Konkret bietet die UniCredit den Commerzbank-Aktion\u00e4ren rund 0,485 eigene Aktien je Anteilsschein. Das entspricht einem Wert von 30,80 Euro je Aktie und einem Aufschlag von 4 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag. UniCredit h\u00e4lt nach eigenen Angaben bereits rund 26 Prozent direkt sowie weitere knapp 4 Prozent \u00fcber Finanzderivate an der Commerzbank. Weil das deutsche Geldhaus derzeit eigene Aktien zur\u00fcckkauft, muss UniCredit ihre Beteiligung anpassen, um die 30-Prozent-Schwelle nicht unabsichtlich zu \u00fcberschreiten. Mit dem nun vorgelegten freiwilligen Offert in Aktien vermeidet die italienische Bank ein gesetzliches Pflichtangebot, das in bar bezahlt werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Die \u00dcbernahmepl\u00e4ne sto\u00dfen in Deutschland auf breiten Widerstand. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnte das nicht abgesprochene Offert ab und betonte, das Institut setze weiterhin auf Eigenst\u00e4ndigkeit und profitables Wachstum. Zudem biete das Umtauschverh\u00e4ltnis faktisch keine Pr\u00e4mie f\u00fcr die eigenen Aktion\u00e4re. Die Gewerkschaft Verdi bef\u00fcrchtet im Falle einer Fusion zudem einen Kahlschlag bei den Arbeitspl\u00e4tzen. <\/p>\n<p>Auch die deutsche Regierung, die seit der Finanzkrise 2008 noch rund 12 Prozent der Anteile an der Frankfurter Bank h\u00e4lt, lehnt einen Verkauf ab. Ein Sprecher des Finanzministeriums bezeichnete den Vorsto\u00df als feindliche \u00dcbernahme, die bei einer systemrelevanten Bank nicht akzeptabel sei. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte bei einem Treffen mit dem niederl\u00e4ndischen Ministerpr\u00e4sidenten Rob Jetten im Kanzleramt in Berlin, das Angebot sei Sache der beteiligten Banken. &#8222;Die politische Meinung der Bundesregierung dazu ist klar: Wir wollen die Eigenst\u00e4ndigkeit der Commerzbank erhalten. Aber zun\u00e4chst einmal muss jetzt die Commerzbank, der Aufsichtsrat, der Vorstand auf das \u00dcbernahmeangebot der Unicredit eine Antwort geben, und alles Weitere wird sich dann im Laufe der n\u00e4chsten Wochen und Monate zeigen.&#8220;<\/p>\n<p>UniCredit-Chef Orcel verteidigte das Angebot bei einer Telefonkonferenz und betonte, ein anhaltendes Abwarten sei f\u00fcr beide Seiten suboptimal. Das Angebot diene dazu, die H\u00fcrde im deutschen \u00dcbernahmerecht zu \u00fcberwinden und einen konstruktiven Dialog zu f\u00f6rdern, wobei derzeit keine vollst\u00e4ndige Kontrolle angestrebt werde. Die Angebotsunterlagen sollen voraussichtlich Anfang Mai ver\u00f6ffentlicht werden, sofern die Aktion\u00e4re von UniCredit auf einer au\u00dferordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai zustimmen. Die Annahmefrist betr\u00e4gt danach vier Wochen. Zudem pr\u00fcfen die Europ\u00e4ische Zentralbank und das deutsche Bundeskartellamt die Pl\u00e4ne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Konkret bietet die UniCredit den Commerzbank-Aktion\u00e4ren rund 0,485 eigene Aktien je Anteilsschein. 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